"Spam-König" Sanford Wallace erneut verurteilt
Spam-Entschädigung: Facebook bekommt 711 Millionen Dollar
Der "Spam-König" Sanford Wallace wurde vom US-Bezirksgericht für Nordkalifornien zu einer Entschädigungszahlung von 711 Millionen US-Dollar verurteilt. Das soziale Netzwerk Facebook hatte den schon im Jahr 2008 verurteilten Spammer angezeigt, weil er unberechtigt Zugangsdaten von Nutzern zum Versenden von Spam-Nachrichten benutzt hat.
Erneute Verurteilung vom "Spam-König"
Wallace soll zusammen mit zwei Komplizen zahlreiche Phishing-Seiten betrieben haben, um Passwörter von Facebook-Nutzern zu ergaunern. Die gekaperten Zugangsdaten wurden dazu genutzt, Nachrichten auf den virtuellen Pinnwänden des sozialen Netzwerks zu veröffentlichen. Die Strafe von 711 Millionen US-Dollar ist bis jetzt die höchste Geldstrafe, die gegen einen Spammer verhängt wurde.
"Wir erwarten nicht, die überwiegende Mehrheit der Strafzahlung jemals zu erhalten, hoffen aber auf eine weitere Abschreckung gegen diese Kriminellen", sagt Facebook- Chefjustiziar Sam O'Rourke in einem Blog-Eintrag auf dem Online-Portal.
Höchste Entschädigungszahlung aller Zeiten
Wallace wurde schon im Jahr 2008 von einem US-Bundesgericht zu einer Entschädigungszahlung von 234 Millionen Dollar verurteilt. Der Kläger war damals das Netzwerk Myspace. Wallace soll an einem Tag bis zu 30 Millionen unerwünschte Nachrichten versendet haben. Schon damals scheiterte Myspace bei dem Versuch, die eingeklagte Summe von Wallace einzutreiben.
Der selbsternannte "Spam-König" Wallace ist schon seit den späten 1990er Jahren in der Spam-Szene aktiv. Schon vor seiner Karriere als E-Mail-Spammer erlangte Wallace bereits Bekanntheit mit anderen fragwürdigen Marketingmethoden. Zum Beispiel war er einer der ersten Versender von Werbefaxen.
Die Grundlage für beide Urteile liefert das amerikanische Anti-Spam-Gesetz mit dem Namen "CAN-SPAM". Die strenge staatliche Richtlinie wurde im Jahr 2003 von Präsident George W. Bush unterzeichnet und sieht für das Versenden von unerwünschten Werbenachrichten teils rigorose Geld- und Haftstrafen vor. Insgesamt wurde Wallace bislang zu Entschädigungszahlungen von einer knappen Milliarde US-Dollar verurteilt.

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Solange Wallace nicht in den Knast muss, lacht er doch bloß über solche Fantasieurteile. Wo ist bitte die Abschreckung ?