Datenpannen der Woche - Anlass zur Besorgnis?

Sonntagsfrage: Gehen Unternehmen mit Ihren Daten sorgfältig um?

Sonntagsfrage: Gehen Unternehmen mit Ihren Daten sorgfältig um? Die Postbank, SchülerVZ, Libri, die Deutsche Bank und nicht zuletzt die Bundesagentur für Arbeit haben diese Woche durch Datenpannen für Diskussionsstoff gesorgt. Ob Kreditinstitut oder Bücherhändler - vor Peinlichkeiten war scheinbar keine Branche sicher.

Gehen Unternehmen und Behörden verantwortungsvoll mit Ihren Daten um?

1. Selbstverständlich, aber wo Menschen arbeiten, passieren auch Fehler. Die Berichterstattung wirkt auf mich etwas übertrieben. 2. Ja, obwohl es in jeder Branche "schwarze Schafe" gibt. Bei meiner Bank kann mir das nicht passieren. 3. Ja, die schnelle Reaktion von Unternehmen und Medien zeigt doch, dass Datenschutz allen Betroffenen wichtig ist. 4. Nein, Unternehmen und Behörden nehmen Datenschutz nicht ernst genug. Es braucht mehr Aufklärung. 5. Nein, härtere Strafen müssen her, um die Verantwortlichen in Sachen Datenschutz zum Handeln zu zwingen. 6. Auf keinen Fall - hier wird ganz klar Profit über Verbraucherschutz gestellt. Da hilft auch keine Strafe. 7. Dazu habe ich keine Meinung - was sagen die anderen?

Das Handelsunternehmen Libri etwa stolperte über ein Datenleck in seinen Online-Shops: Jeder Kunde konnte Rechnungen anderer Käufer einsehen. Bis zu 500.000 Rechnungen sollen nach Berichten von Netzpolitik.org auf diese Art einsehbar gewesen sein. Die Deutsche Bank schickte nach Berichten des "Spiegel" Kontoauszüge und Quartalsberichte an den falschen Empfänger - dankenswerterweise nur in einem Fall. Ironie des Schicksals: Der Betroffene hieß "Ackermann" mit Nachnamen.

Bereits zuvor berichtete Netzpolitik.org über den Diebstahl von immerhin 118.000 privaten Datensätzen aus dem Portal SchülerVZ. Stehlen hingegen mussten 4.000 externe Mitarbeiter der Postbank nichts, das Unternehmen räumte den auf Provisionsbasis arbeitenden Vertreten freiwillig weitgehende Zugriffsrechte auf Kundendaten ein. Das traf auf Kritik der "Finanztest" und sorgte selbst bei Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner für Unmut.

Zum Wochenabschluss dann die Meldung der "Frankfurter Rundschau" zur mangelnden Sicherheit bei der Bundesagentur für Arbeit (BA): Zeitweilig sollen rund 100.000 Mitarbeiter Zugriff auf die Daten von Arbeitssuchenden gehabt haben - einschließlich Suchtkrankheiten und Verschuldung. Zuvor hatte die "Süddeutsche Zeitung" den unkontrollierten Zugang zu Bewerberdaten über die Arbeitgeber-Seite der BA-Jobbörse gerügt. Immerhin hatte nach Angaben der "Rundschau" der Bundesdatenschutzbeauftragte vor der Inbetriebnahme des BA-Systems gewarnt.

"Statt zu versprechen, dass ihre Daten gut aufgehoben sind, müssen die Anbieter die technisch höchste Sicherheit bieten", lässt Verbraucherzentrale Bundesverband-Vorstand Gerd Billen mitteilen. Wie viel Vertrauen haben Sie in die Sicherheitsmaßnahmen von Unternehmen und Behörden? Jagt hierzulande ein Skandal den anderen, oder sind Sie der Ansicht, dass die Themen nur aufgebauscht werden?

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Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 1 Beitrag

Das mit den Daten liest man ja schon fast jeden Tag. Aber das hat mich sehr betroffen gemacht. Da wirft ein so junger Mensch für sowas sein Leben weg. Datenklau-Verdächtiger nimmt sich...

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