Viren, Trojaner und Würmer: So arbeitet Malware
Netzwelt-Wissen: Schadsoftware
Online-Banking-Daten, Kreditkarteninformationen, E-Mail-Adressen und Ebay-Zugangsdaten sind begehrte Handelsware: Hacker bieten erbeutete private Datensätze auf zahlreichen virtuellen Schwarzmärkten an. Mit welchen Programmen sie an ihre Beute kommen und wie Anwender sich dagegen schützen können, verrät der Beitrag.
Inhaltsverzeichnis
- 1Viren & Trojaner: Vom Aussterben bedrohter "Klassiker"
- 2Spyware und Hijacker: Software-Spione
- 3Würmer und Botnetze: Der Computer als Zombie
- 4Keylogger: Abhöragent an der Tastatur
- 5Scareware: Dem Nutzer Angst einjagen
- 6Rootkit: Versteck für Eindringlinge
- 7Exploit: Bricht in das System ein
- 8Account-Stealer: Schnappt Zugangsdaten zu Spielen und Webseiten
Viren & Trojaner: Vom Aussterben bedrohter "Klassiker"
Ursprünglich bezeichnet der Begriff "Computervirus" ein Programm, das ein System beschädigt. Die Software versteckt sich meist in einer anderen Datei. Sobald der ahnungslose Anwender das Programm öffnet, löscht die Anwendung beispielsweise Daten oder blockiert das Betriebssystem. Heutige Hacker zeigen allerdings mehr Interesse am Diebstahl von Zugangs- und Bankdaten oder Rechenleistung, die sich auf dem Schwarzmarkt gewinnbringend verkaufen lassen.
Dazu kommt Software in Forma von "Würmern", Spyware und Botnetzen zum Einsatz - klassische Computerviren treten kaum noch auf. Denn nur ein funktionierendes System wirf Profit ab. Der Ausdruck "Virus" dient aber noch als Allgemeinbegriff für Schadsoftware aller Art. Das Schicksal des Virus teilen auch Trojaner, die Hackern zur Übernahme kleiner Netzwerke oder Einzelrechner dienten. Heute arbeiten Angreifer mit Botnetzen, die aus mehreren Millionen infizierter Computern bestehen können.
Spyware und Hijacker: Software-Spione
Wie der englische Name verrät, spionieren Spyware-Programme den betroffenen Rechner aus. Ohne dass der Computernutzer etwas ahnt, protokolliert die Software sein Surfverhalten - vom Browserverlauf über Online-Einkäufe bis zu Profilen auf sozialen Netzwerken. Vielfach installieren Spyware-Anwendungen auch Browser-Hijacker. Diese Zusatzprogramme "kapern" den Internet-Browser und zeigen beispielsweise anstelle von Startseite oder Suchmaschinen-Ergebnisliste manipulierte Seiten an, die zu Werbeseiten führen.
Die unerfreulichen Rechnergäste setzen unseriöse Werbeunternehmen zum Kundenfang ein. Spyware verbraucht in der Regel jede Menge Rechenleistung - Anwender werden daher in der Regel durch einen langsam laufenden Computer auf die Schädlinge aufmerksam. Einen guten Spyware-Schutz bieten mittlerweile die meisten Anti-Viren-Hersteller. Ein regelmäßiger Scan mit einer Software, die speziell für die Erkennung und Entfernung von Spyware hergestellt wurde, ist dennoch zu empfehlen.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Virenschutz hier.

Der hat auch ein "gutes" Botnetz betrieben: http://www.netzwelt.de/news/81301-alien-suche-ufo-enthusiast-verliert-job.html Gruß striz
Zitat: Warum beschreibt ihr nicht einfach vorher, dass es grundsätzlich gute Botnetze gibt? Erwähnt habt ihr zumindest nicht einmal. Weil es in dem Artikel vielleicht um...
Würmer und Botnetze: Der Computer als Zombie? Botnetze sind erst einmal eine Vernetzung von vielen Rechnern. Die so genannte Bot-Software ermöglicht die Kommunikation zwischen den Rechnern. Warum ihr gleich auf...