"Finanztest" kritisiert Datenpolitik der Postbank

Postbank-Skandal: Datenschützer prüfen Vorwürfe (Update)

Postbank-Skandal: Datenschützer prüfen Vorwürfe (Update) Die Zeitschrift "Finanztest" erhebt Vorwürfe gegen die Postbank: 4.000 externe Firmenvertreter sollen Kontostand und Kontobewegungen von Postbank-Kunden einsehen können. Dazu benötigen sie lediglich Namen und Geburtsdatum des Kontoinhabers, eine Einwilligung des Kunden ist nicht erforderlich. Auch Prominente gehören zu den Betroffenen, Datenschützer haben erste Verfahren eingeleitet. Das Update "Panne bei Datensperren vermutet" finden Sie am Ende des Beitrags.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Datenschützer ermitteln
  2. 2Anruf bei größerem Geldeingang
  3. 3"Finanztest": Zugriff auf Daten erfolgt ohne Zustimmung
  4. 4Postbank kündigt rechtliche Schritte an
  5. 5Aigner kritisiert Postbank
  6. 6Update: Panne bei Datensperren vermutet

Nach Angaben der Zeitschrift "Finanztest" können tausende externe Firmenvertreter die Konten von Postbank-Kunden einsehen. Um Zugriff auf die Daten zu erhalten, benötigen die "Externen" lediglich Namen und Geburtsdatum des Kontoinhabers. "Finanztest"-Informationen zu Folge soll der Datenzugriff auch dann möglich sein, wenn der Postbank-Kunde der Weitergabe seiner Daten durch das Finanzinstitut widersprochen hat.

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Datenschützer ermitteln

Die Datenschutzbehörde in Nordrhein-Westfalen hält das diesen weitgreifenden Zugriff auf Kundendaten für nicht zulässig. Das gelte selbst dann, wenn Kunden die Einwilligungserklärung der Postbank zur Weitergabe von Daten unterschrieben haben. Die Erklärung schließe nämlich nicht den Blick auf sämtliche Kontobewegungen mit ein. Das berichtet "Finanztest".

Die Datenschützer überprüfen nach Presseaussagen den Umgang der Postbank mit sensiblen Kundendaten, erste Kunden sollen sich bereits bei der Behörde beschwert haben. Rüdiger Grimmert, Pressesprecher der Postbank, sieht nach eigenen Aussagen keine rechtlich Probleme beim Vorgehen der Postbank.

Anruf bei größerem Geldeingang

"Um Kunden angemessen beraten zu können, müssen Firmenvertreter entsprechend Informiert sein", sagt Grimmert gegenüber netzwelt. Die nötigen "Grundinformationen" würden nur bei konkretem Anlass abgefragt. Die auf Provisionsbasis angestellten Firmenvertreter arbeiten für die Postbank Finanzberatung AG. Das 2006 gegründete Vertriebsunternehmen verkauft Produkte der Postbank und der BHW-Bausparkasse.

Nach Aussagen der "Finanztest" greifen die Berater auf die Kontoinformationen zu, um ihre Produkte zielgerichtet an den Mann zu bringen: Sobald ein größerer Geldbetrag auf einem Konto eingeht, können die Berater den jeweiligen Kunden kontaktieren, etwa um Geldanlagen zu verkaufen. Grimmert sieht in dieser Praxis keine Probleme - schließlich hätten alle Firmenvertreter der Postbank entsprechende Datenschutzrichtlinien unterschrieben und sich zur Wahrung des Bankgeheimnisses verpflichtet.

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Beiträgeinsgesamt 5 Beiträge

es wurde in frankfurt eine messe veranstaltet letztes jahr wo die allgemeinen kundendaten an interessenten weitergegeben wurden, mit der zusatzinforamtionen die darüber hinaus gehen.

Sternenkind, was der Name bereits vermuten lässt, wie kann man so naiv sein...? "Ich bin der Meinung, dass hier keine Daten an Dritte weitergegeben wurden, es ist doch sicherlich so, dass die PB...

Gemecker hin und Gemecker her... Merkt denn Niemand, dass dies wieder mal ne Super Geldmaschine ist?! Mit Negativschlagzeilen verdienen die Medien/Presse mehr Geld! Und morgen ist es wieder die Telekom oder...

Der Schreiber Sonnschein hat die IT Materie nicht im Kopf!! Ich bin noch Kunde mit einem Konto bei der Postbank und seit September werden mehrfach unberechtigte Abbuchungen vom Konto getätigt die ich...

Sagt mal, was habt ihr da überhaupt gelesen??? Nur die Zeitschrift selbst??? Seit heute Mittag ist es nämlich schon amtlich, dass die Post alle Daten zurück hält und kein Vertreter mehr an die Daten kommt....

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