Von der Aufnahme bis zum fertigen Song
Anleitung: Audiobearbeitung mit Audacity
Das kostenlose Musikprogramm Audacity hilft Musikern beim Bearbeiten und Schneiden von Audio-Dateien. Neben Unterstützung bei Schnitt und Effekten gestattet das Programm dem Anwender, Audiomaterial aus unterschiedlichen Quellen in mehreren Spuren aufzunehmen und abzumischen.
Inhaltsverzeichnis
- 1Lame-Encoder für MP3-Dateien einbinden
- 2Soundkarte auswählen
- 3Audiosignale aufnehmen
- 4Schneiden und Verschieben
- 5Effekte, Generatoren und Analysefunktionen
- 6Projekte speichern oder exportieren
Lame-Encoder für MP3-Dateien einbinden
Die Freeware steht für die Systeme Windows, Mac OSX und Linux zur Verfügung und unterstützt die Audioformate WAV, AIFF, AU, FLAC und OGG. Um mit Audacity auch MP3-Dateien zu bearbeiten, muss der Anwender noch einen externen Encoder einbinden. Audacity empfiehlt dazu den freien Encoder "lame_enc", den Download-Link finden Sie am Ende des Beitrags im Kasten Links zum Artikel.

Audacity ist ein umfangreiches kostenloses Audio-Bearbeitungsprogramm, das auch mehrere Spuren in einem Projekt zusammen bringt.
Nach Download und Entpacken des Lame-Encoders muss noch die Datei "lame_enc.dll" in das Plugin-Verzeichnis von Audacity kopiert werden. Danach öffnet der Nutzer das Einstellungsmenü von Audacity und klickt dort auf den Reiter "Dateiformate" und die Schaltfläche "Suche Bibliothek". Nun öffnet sich ein Datei-Browser, in dem der Anwender die Lame-Datei auswählt.
Soundkarte auswählen
Zur Aufnahme greift Audacity auf Soundkarte oder Onboard-Soundchip zurück, die passenden Einstellungen bietet der Reiter "Audio E/A", der sich ebenfalls im Einstellungsmenü befindet. Als Gerät für Wiedergabe und Aufnahme wählt Audacity in der Regel den "Microsoft Soundmapper", die Software unterstützt aber auch Soundkarten unterschiedlicher Hersteller mit bis zu 16 Eingangskanälen.
Ein Häkchen bei "Multiplay" sorgt dafür, dass das Programm bei Mehrspur-Aufnahme bereits vorhandene Spuren während der Aufnahme neuer Spuren abgespielt. "Software Playthrough" gibt während der Aufnahme die Tonquelle wieder. Je nach Rechenleistung kann dies allerdings mit einer leichten Zeitverzögerung - auch "Latenz" genannt - erfolgen.
Audiosignale aufnehmen
Die Aufnahme gestaltet sich mit Audacity sehr einfach: Nach der Auswahl einer Tonquelle wie Mikrofon, Line-In, CD-Player oder Telefonleitung kann der Nutzer die Lautstärke des Eingangssignals einstellen. Dazu zeigt die Aussteuerungsanzeige nach einem Klick auf das Mikrofon-Symbol den Signalpegel an.
Audacity - Einrichten und Aufnehmen
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Bild vergrößern Um Audacity einzurichten, muss der Anwender die Einstellungen über "Bearbeiten - Einstellungen" öffnen - Bild 2 von 4
Bild vergrößern Audacity verarbeitet nativ keine MP3-Dateien. Dazu muss der Lame-Enconder installiert und über "Suche Bibliothek" mit Audacity verknüpft werden. - Bild 3 von 4
Bild vergrößern Audacity unterstützt zahlreiche ein- bis sechzehnkanälige Soundkarten. Diese muss der Nutzer in den Einstellungen auswählen. Der "Microsoft Soundmapper" verknüpft das Programm mit der in Windows voreingestellten Soundkarte. - Bild 4 von 4
Bild vergrößern Im Hauptfenster wählt der Anwender vor der Aufnahme die Quelle aus. Je nach Soundkarte unterstützt das Programm zahlreiche Quellen.
Zum Aufnehmen genügt anschließend ein Klick auf die Schaltfläche "Aufnahme". Das Programm legt dann eine neue Stereo-Spur an und zeichnet sofort die eingestellte Quelle auf.
Schneiden und Verschieben
Um Abschnitte aus der Aufnahme zu entfernen, markiert der Anwender zuerst die betreffenden Teilstrecken in der Tonspuren-Darstellung. Dazu klickt der Nutzer auf den Anfang des zu löschenden Abschnitts, hält die Maustaste gedrückt und zieht die Markierung bis zum gewünschten Ende. Die Markierung kann auch nachträglich verändert werden, zum exakten Arbeiten holen ein oder mehrere Klicks auf das Vergrößerungswerkzeug die Ansicht näher heran.







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insgesamt 1 BeitragDas Programm kann auch zum Digitalisieren von Schallplatten genutzt werden.