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Aiptek Pencam TrioHD im Test: Handliche HD-Kamera
Drei in einem: Camcorder, Fotoapparat und Diktiergerät

von Jan Johannsen Uhr veröffentlicht

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Mit einer Länge von 13 Zentimetern und einer Breite von 3,5 Zentimetern ist die Pencam TrioHD von Aiptek kaum größer als ein handelsüblicher Textmarker. Anders als Filzstifte hebt die Pencam keine Textstellen hervor, sondern nimmt Videos in HD-Auflösung auf. Nebenbei liefert sie noch Fotos und fungiert als Diktiergerät.

Mit einer Länge von 13 Zentimetern und einer Breite von 3,5 Zentimetern ist die Pencam TrioHD von Aiptek kaum größer als ein handelsüblicher Textmarker. Anders als Filzstifte hebt die Pencam keine Textstellen hervor, sondern nimmt Videos in HD-Auflösung auf. Nebenbei liefert sie noch Fotos und fungiert als Diktiergerät.

Spärliche Ausstattung

Aiptek stattet die Pencam TrioHD mit einem 1/2,5 Zoll großen CMOS-Sensor aus, der eine Auflösung von lediglich fünf Megapixeln liefert. Die vergleichsweise niedrige Auflösung genügt für Videos in HD-Auflösung. Denn die 1.280 x 720 Bildpunkte des HD-Standards ergeben eine Bildgröße von 921.600 Pixeln, das entspricht weniger als einem Megapixel.

Die übrige Ausstattung der Aiptek Pencam TrioHD fällt eher spärlich aus: Die Linse ist fest auf eine Blende von 3.0 und eine Brennweite von 7,15 Millimeter eingestellt, der Autofokus arbeitet erst ab einen Mindestabstand zum Motiv von einem Meter. Bildstabilisator, Gesichtserkennung und optischer Zoom fehlen. Der vorhandene, dreifache digitale Zoom vergrößert den Bildausschnitt in holprigen Schritten.

Der kleine Bildschirm mit einer Diagonalen von 1,1 Zoll bietet eine Auflösung von 96 x 96 Pixeln. Die quadratische Anzeige dient als einziger Sucher der Kamera - und erfüllt die Aufgabe nur mangelhaft, da sich die Bildausschnitte der fertigen Aufnahmen nur erahnen lassen.

Simple Bedienung

Die 80 Gramm leichte Pencam TrioHD liegt sicher in der Hand. Sämtliche Bedienelemente lassen sich problemlos mit den Fingern einer Hand erreichen. Während der Auslöser und die Wiedergabetaste deutliche Druckpunkte aufweisen, ist sich der Nutzer bei dem Steuerkreuz und der Löschtaste ohne Kontrollblick auf den Bildschirm nie ganz sicher, ob das Gerät die Eingabe akzeptiert hat.

Aiptek Pencam TrioHD im Test

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Der Bildschirm ist zu klein, um wirklich bei der Motivauswahl zu helfen.

Die Bedienung der Pencam TrioHD stellt auch Neulinge vor keine großen Hürden. Mit einem Schieber an der Seite des Geräts wählt der Nutzer aus, ob er Videos, Fotos oder nur Ton aufnehmen will. Ein Druck auf den Auslöser startet und beendet die Aufnahme. Mit dem Steuerkreuz kann der Anwender näher an das Motiv heranzoomen, angesichts des fehlenden optischen Zooms bringt das aber nur Qualitätsverluste mit sich.

Ebenfalls über das Steuerkreuz kann der Nutzer eine LED-Leuchte anschalten. Das Lämpchen strahlt jedoch so schwach, dass es Motive nur auf sehr kurze Entfernungen minimal erhellt. Im Wiedergabemodus zeigt die Pencam von Aiptek immer nur die Medien der aktuellen Aufnahmeart an: Mit dem Steuerkreuz wählt der Nutzer Videos, Fotos und Tondateien zur Wiedergabe aus.

Unzureichende Bildqualität

Die Aiptek Pencam Trio HD nimmt Videos in HD-Auflösung mit 1.280 x 720 Pixeln bei 30 Bildern in der Sekunde auf. Von HD-Qualität kann man bei den Bildern der Pencam aber nicht sprechen. Die Farben wirken matt und die Kontraste schlaff. Die Detailgenauigkeit ist nicht besonders hoch, und bei Nutzung des digitalen Zooms werden die Bilder extrem grobkörnig.

Diese Kritikpunkte treffen auch auf die mit dem Camcorder erstellten Fotos zu. Hinzu kommt, dass der Nutzer bei Standbildern aufgrund der automatischen Belichtungskontrolle keinen Einfluss auf Variablen wie die Lichtempfindlichkeit nehmen kann. Dies ist besonders ärgerlich, da schon bei Aufnahmen mit ISO 250 ein deutliches Bildrauschen zu erkennen ist.

Auch als Fotoapparat kann die Pencam nicht überzeugen.(Klick vergrößert)

Die Qualität der Tonaufzeichnung fällt im Gegensatz zur Bildqualität gut aus. Zwar nimmt die Pencam nur in Mono-Qualität auf, aber die Aufnahme einer in normaler Lautstärke sprechenden Person, die sich in drei bis vier Metern Entfernung zum Aiptek-Camcorder aufhält, ist sehr gut zu verstehen.

Zubehör: Kabel jeder Art

Der vier Gigabyte große interne Speicher der Pencam TrioHD bietet Platz für bis zu 120 Minuten Filmaufnahmen in HD-Auflösung. Eine Erweiterung der Speicherkapazität ist nicht möglich. Der Lithium-Polymer-Akku ist fest im Gerät verbaut, den Stromspeicher kann der Nutzer nur über ein USB-Kabel von einem Computer aus aufladen.

Neben einer USB-Schnittstelle zur Strom- und Datenübertragung stattet Aiptek die Pencam auch mit einem HDMI-Anschluss sowie einem kombinierten Audio-Video-Ausgang aus, an den auch Kopfhörer angeschlossen werden können. Passende HDMI-, USB- und AV-Kabel gehören ebenso zum Lieferumfang wie ein Paar Kopfhörer.

Fazit: Nur Spielkram

Die Idee klingt verlockend: Eine HD-Kamera in der Größe eines Filzstifts. Doch im Praxistest entpuppt sich der Pencam TrioHD als Technikspielzeug, das in keiner Disziplin überzeugt. Auch wenn des Aiptek-Gerät gute Handhabung und alle nötigen Anschlüsse bietet - die schlechte Bildqualität wiegt nicht einmal der günstige Preis auf. Die unverbindliche Preisempfehlung von Aiptek für die Pencam Trio HD beträgt 129 Euro. Online bieten Händler die Kamera für knapp über 100 Euro an.

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Mit einer Länge von 13 Zentimetern und einer Breite von 3,5 Zentimetern ist die Pencam TrioHD von Aiptek kaum größer als ein handelsüblicher Textmarker. Anders als Filzstifte hebt die Pencam keine Textstellen hervor, sondern nimmt Videos in HD-Auflösung auf. Nebenbei liefert sie noch Fotos und fungiert als Diktiergerät.

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http://www.netzwelt.de/news/81013-aiptek-pencam-triohd-test-handliche-hd-kamera.html
2009-10-26 17:35:00
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2010/biometry2380.jpg
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