Konkurrenz zu Opera und Internet Explorer auf dem Handy
Firefox: Handy-Browser auch für Android
Die Mozilla-Entwickler wollen Fennec, die mobile Version des Firefox-Browsers, auch für Googles Handy-Betriebssystem Android anbieten. Das erklärte Mozilla-Chef John Lilly in einem Interview mit dem News-Blog Giga Om. Die Marktanteile von Android steigen kontinuierlich. Neben HTC mit dem Handy Hero führt beispielsweise auch Motorola mit dem Cliq ein Android-Mobiltelefon im Angebot.

Als weiteres Handy-Betriebssystem hat Mozilla neben Windows Mobile auch Maeomo im Visier. Maemo ist das Linux-Betriebssystem von Nokia für mobile Geräte. Das System arbeitet beispielsweise auf Nokias N810 und N900. Allerdings wird es Fennec nach Entwicklerangaben weder für Symbian noch für Blackberry-Telefone geben. Das Team sei einfach nicht groß genug, um die Software auch auf diese Betriebssysteme portieren zu können.
Ähnlich wie beim mobilen Internet Explorer und bei Opera ist die Bedienoberfläche des Fennec auf die kleinen Handy-Displays optimiert. Hauptziel der Entwicklung stellt die "simple und schnelle Navigation" im Web dar. Dabei ist Fennec aber nicht einfach ein auf Handys portierter Browser, sondern will vielmehr das besondere Nutzerverhalten unterwegs berücksichtigen.
Fennec soll gängige Webstandards beherrschen
Ein weiteres Ziel der Entwickler ist die Darstellung fast aller Webseiten und damit auch die Unterstützung aller gängigen Webstandards über Fennec. Außerdem soll der mobile Browser damit einhergehende Sicherheitsrisiken minimieren. Schließlich lässt sich durch den Einsatz von Webstandards wie Javascript auch Schadcode auf das Mobiltelefon übertragen. Beim Surfkomfort soll der Firefox-Ableger ebenfalls keine Wünsche offen lassen und Funktionen wie Tabbed Browsing mit Vorschaubildern, ein Eingabefeld für Suchen sowie einen Passwortmanager anbieten.
Fennec basiert auf der brandneuen 3.6.-Engine des Firefox, die für die Desktop-Version noch nicht erhältlich ist und erst im November freigegeben werden soll. In dem Interview räumte Lilly ein, dass Fennec mit Verspätung erscheinen werde. Grund hierfür sei, dass man zu viele Webstandards wie Javascript, CSS oder Flash in den mobilen Browser einbauen wollte. Das wiederum habe dazu geführt, dass die Mozilla-Entwickler warten mussten, bis die neuen Smartphone-Betriebssysteme mit einem Browser, der so viele Webstandards unterstützt, zurecht kommen.
Derzeit ist Fennec für Maemo als Beta und für Windows Mobile 6 als Alpha-Version zum Download erhältlich. Wann die Finalversion des Fennec fertig sein soll, ist derzeit noch nicht klar. Im November kommt erst mal die nächste Version 3.6 des Desktop-Browsers Firefox.






