Neues E-Book-Lesegerät mit Touchscreen
Sony Reader PRS-600 im Test: Gelungene Neuauflage
Mobile Computing
Mit dem Sony Reader PRS-600 Touch Edition bringt der japanische Hersteller ein neues Lesegerät für elektronische Bücher mit Touchscreen nach Deutschland. Das Gerät knüpft an die Tugenden des Vorgängers an und steht zum Preis von 299 Euro bei Sony und ausgewählten Buchhändlern zum Verkauf.
Inhalt
- Anzeigetechnik und Buchformate
- Bedienung mit dem Finger
- Notizen erleichtern Orientierung
- Musikwiedergabe und Diashow
- Einfaches Synchronisieren
- Lesestoff aus dem Netz
- 7.500 Mal umblättern
- Fazit: Fazit: Gelungenes Gerät, umständlicher Anschluss
Wie das Vorgängermodell PRS-505 ist der neue Sony Reader mit 17,4 mal 12,1 Zentimetern und 286 Gramm so handlich wie ein Taschenbuch. Mit einer Höhe von 9,8 Millimetern fällt das Gerät wesentlich schmaler als herkömmliche Bücher aus. Eine schwarzen Stoffhülle schützt das Gerät beim Transport vor Staub und Kratzern, als Zubehör bietet Sony auch hochwertige Ledereinbände mit integrierter Leselampe an.
Mit 512 Megabyte internem Speicher hat sich die Speicherkapazität des Readers im Vergleich zum Vorgänger mehr als verdoppelt, etwa 350 Bücher sollen auf das Gerät passen. Zwei zusätzliche Steckplätze für je einen MemoryStick MS DUO und einer SD Card sorgen bei entsprechenden Karten für mehr Speicherplatz.
Anzeigetechnik und Buchformate
Der E-Ink-Bildschirm des Sony-Lesegeräts bietet eine Auflösung von 800 mal 600 Pixeln und stellt bis zu acht Graustufen dar. Das berührungsempfindliche Display kann sowohl mit dem Finger als auch mit einem mitgelieferten Stift bedient werden.
Die für E-Book-Anzeigen typische E-Ink-Technik sorgt für eine gute Lesbarkeit der digitalen Bücher, da sie die Beschaffenheit von Papier und Tinte nachempfindet. So waren die Bücher im Test auch bei starker Sonneneinstrahlung noch gut erkennbar. Bei schlechtem Licht oder bei Nacht ist der Einsatz des Sony Reader ohne zusätzliche Lichtquelle nicht zu empfehlen, zudem verwandelt schwache Beleuchtung das Display nahezu in einen Spiegel.
Der Seitenaufbau des E-Ink-Bildschirms erfolgt etwas langsamer als bei herkömmlichen Displays, im Test dauerte das Umblättern einer Seite etwa eine Sekunde. Der verzögerte Seitenaufbau stört allerdings nur beim Eingeben von Notizen über die virtuelle Tastatur.
An Formaten versteht das Sony-Gerät das offene ePub-Format mit oder ohne digitalen Kopierschutz (DRM). Daneben unterstützt das Gerät das BBeB-Format von Merlin, die Anzeige von PDF- und Textdateien im DOC-, RTF- und TXT-Format.
Bedienung mit dem Finger
Die Bedienung des Sony PRS-600 Touch Edition gibt sich intuitiv und komfortabel, der Griff zur beigelegten Kurzanleitung ist in den meisten Fällen nicht notwendig. Der Startbildschirm präsentiert prominente Schaltflächen, die auch mit großen Fingern noch gut zu bedienen sind. Schnellen Zugriff auf wichtige Funktionen bieten fünf schmale Tasten unter dem Bildschirm.
Um das Gerät mit dem Finger zu steuern, muss der Nutzer etwas Druck auf das Display ausüben. Leichte Berührungen erkennt der E-Book-Reader nicht. Neben Berührungen erkennt das Lesegerät auch Gesten: Zum Umblättern der Buchseiten streicht der Leser einfach über den Bildschirm.
Notizen erleichtern Orientierung
Der in der rechten oberen Gehäuse-Ecke versteckte Stift dient zum Markieren, Notieren und Zeichnen. Auf diese Weise markiert der Anwender Buchpassagen und fügt Notizen hinzu. Eine Liste der Bearbeitungswerkzeuge findet sich im Options-Menü unter dem Eintrag "Notizen erstellen/bearbeiten".
Die Notizen erscheinen zusammengefasst unter dem Menüpunkt "Alle Notizen", der Überblick bietet schnellen Zugriff auf markierte Seiten durch Antippen der Textpassage. Text-Memos und Zeichnungen können auch unabhängig vom Buch erstellt werden, was dem Anwender beispielsweise die Arbeit mit Schulbüchern und wissenschaftlichen Abhandlungen erleichtert.
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