Unternehmen fordert Mastercard-Besitzer zur Kartensperrung auf
Karstadtquelle-Bank: Kreditinstitut warnt vor Datendiebstahl
Die Karstadtquelle-Bank fordert Kunden auf, ihre Kreditkarten zu sperren. Als Grund gibt das Kreditunternehmen an, dass Mastercard-Datensätze entwendet wurden. Nach Unternehmensangaben soll lediglich ein Bruchteil der Kunden betroffen sein. Verbraucherschützer gehen davon aus, dass es bereits erste Missbrauchsfälle gegeben hat.
Kunde haftet nur bei fahrlässigem Umgang
In den vergangenen Wochen erhielt die Bank nach eigenen Aussagen Hinweise, dass ein Teil der Kunden von "potenziellen Datenabgriffen bei den weltweiten Akzeptanzstellen" betroffen sein könnte. Zugleich betont Karstadtquelle, dass die Daten nicht aus den Systemen der Bank gestohlen wurden. Das berichtet die Online-Ausgabe der "Tagesschau".
"Sollte sich herausstellen, dass es hier zu einer Datenpanne gekommen sein sollte, die die Karstadtquelle-Bank zu vertreten hat, so haftet diese auch dafür", erklärt Boris Wita von der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein gegenüber Tagesschau.de. Der Kunde müsse nur für Folgen von grob fahrlässigem Verhalten im Umgang mit der Kreditkarte haften. Verbraucherschützer gehen angesichts der hohen Kosten einer Rückrufaktion davon aus, dass es schon erste Missbrauchsfälle gegeben hat.
In den vergangenen Wochen erhielten KarstadtQuelle-Kunden mit Mastercard die schriftliche Aufforderung, ihre Karte "noch heute zu Ihrer eigenen Sicherheit zu sperren". In dem Schreiben erklärte das Unternehmen, dass "Unbefugte Kenntnis über ihre Kreditkartennummer erhalten haben könnten". Viele Kunden reagierten verunsichert und wandten sich an Verbraucherzentralen.
Verbraucherschützer raten zur Kartensperrung
Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein rät Betroffenen, dem Aufruf zur Sperrung auf jeden Fall nachzukommen und die Geldbewegungen auf dem Kreditkartenkonto besonders aufmerksam zu verfolgen. Es sei gut möglich, dass die Daten erst Wochen und Monate nach der Veruntreuung missbraucht werden. Nach Unternehmensangaben soll nur "ein Bruchteil der Kunden" betroffen sein.
Die Karstadtquelle-Bank gehörte ursprünglich zu dem gleichnamigen Warenhauskonzern, heute agiert das Kreditinstitut unabhängig vom insolventen Arcandor-Konzern. Nach eigenen Aussagen ist das Kreditunternehmen der größte Mastercard-Herausgeber in Deutschland und betreut mehr als 900.000 Kreditkartenkonten.

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