Netzwelt-Wissen: Die wichtigsten Sicherheits-Programme im Überblick
Firewall: Netzwerkkontrolle mit Soft- und Hardware
Eine Software-Firewall überwacht den ein- und ausgehenden Datenverkehr und entscheidet nach festgelegten Regeln, ob Netzwerkverkehr passieren darf oder nicht. Die Software-Firewall ist in letzter Zeit durch die hohe Verbreitung von Routern mit integrierter Hardware-Firewall in den Hintergrund geraten - zu unrecht, denn die Programme leisten einen wichtigen Beitrag zur Computer-Sicherheit.
Da Hardware-Firewalls selten den ausgehenden Datenverkehr analysieren, kann es leicht dazu kommen, dass Schadsoftware sensible Daten nach außen schmuggelt. Software-Firewalls hingegen entdecken Schädlinge oftmals auch dann, wenn die Anti-Viren-Software versagt: Auch bei ausgehender Verbindung prüft die Software-Firewall den Datenstrom und stellt so verdächtige Verbindungen frühzeitig fest.
Sniffing-Schutz: Abhör-Warnung im Funknetz
Einige Software-Firewall-Lösungen bieten auch Schutz vor "Sniffing". Dabei dringen Hacker in Funkverbindungen wie WLAN-Netzwerke ein und zeichnen den Datenverkehr auf. Das kann beispielsweise bei der Nutzung von Hotspots geschehen - oder bei der Datenübertragung zwischen Rechner und Handy. Eine Anti-Sniffing-Software warnt den Anwender vor solchen Angriffen und schaltet notfalls die Verbindung ab.
Kindersicherung: Kein Rundum-Sorglos-Paket
Die Kindersicherung unterstützt Eltern dabei, das Surf-Verhalten ihrer Kinder im Auge zu behalten. Die Programme sollen sicherstellen, dass der Nachwuchs nur Webseiten aufruft, die der passenden Altersklasse entsprechen. Einige Kindersicherungen schränken nur den Zugriff auf bestimmte Webseiten ein, andere begrenzen außerdem die Zeiten, in der Anwender ohne Kennwort auf das Internet zugreifen können oder protokollieren, welche Seiten besucht wurden.
Einige Sicherheits-Suiten bringen entsprechende Überwachungsprogramme schon von Haus aus mit. Der Einrichtungs- und Verwaltungsaufwand fällt bei den meisten Programmen allerdings vergleichsweise hoch aus. Ein "Rundum-Sorglos-Programm" für den Internetzugang bietet der Handel derzeit nicht an. Eltern müssen also entscheiden, ob sie ihre Zeit lieber in Aufklärungsgespräche mit den Sprösslingen investieren oder für die Software-Wartung einsetzen.
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Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Virenschutz hier.
