Praktisches Internet-Programm mit Microsoft-Wurzeln
Browser Chooser: Browser-Wahl ohne Qual
Für Anwender, die oft mit unterschiedlichen Browsern arbeiten, lohnt sich der Blick auf das Programm "Browser Chooser". Die einfache, aber praktische Software dient sozusagen als Super-Browser: Die schmale Startleiste zeigt Symbole der installierten Browser. Auf Mausklick startet das jeweilige Programm.
Bereits bei der Installation legt der Anwender fest, welche Browser in der Startleiste auftauchen sollen. Nützlich ist die Software vor allem für die wachsende Zahl von Anwendern, die mehrere Browser für unterschiedliche Aufgaben nutzen: Internet Explorer für den Streifzug durch Nachrichtenseiten oder Videoportale, Mozilla Firefox, weil die firmeneigene Web-Anwendung darauf optimiert ist, oder Opera, wenn es um besonders schnellen Seitenaufbau geht. Hinzu kommen noch Apple Safari und Google Chrome. Maximal fünf Browser kann der Nutzer in die Startleiste von Browser Chooser einbauen. Die Software läuft unter Windows 7 und Windows Vista.
Das Projekt stammt aus der Werkstatt von Code Plex, einem von Microsoft ins Leben gerufenen Open-Source-Projekt. Programmiert wurde die Software von Jan Ole Peek. Die Veröffentlichung des Hilfsprogramms hat aber offenbar keinen Bezug zu Microsofts Entscheidung beim Streit mit der EU um den Internet Explorer.

In dem dem seit Jahren andauernden Konflikt hatte Microsoft zugesagt, mit Windows 7 ein Programm anzubieten, das dem Anwender die Wahl zwischen mehreren Browsern lässt. Hierbei ging es aber nur um die Installation, nicht um die Wahl zwischen verschiedenen Internet-Browsern beim täglichen Surfen.


Der Rutsch ins neue Jahr könnte sich für den Internet Explorer zur Talfahrt entwickeln: In der zweiten Jahreshälfe 2008 verlor der Browser von Microsoft deutlich Marktanteile. Statt 74 nutzen nur noch etwa 68 Prozent den Internet Explorer - die Konkurrenz um Firefox, Safari und Chrome kann dadurch zulegen.
Microsoft hat sich dem Druck der EU-Kommission gebeugt: In Zukunft will das Redmonder Unternehmen allen Nutzern der Microsoft-Windows-Betriebssysteme die einfache Installation aller gängigen Browser gestatten.
Der Streit um den Internet Explorer zwischen Microsoft und der Wettbewerbskommission der EU hat ein Ende. In Zukunft können Windows-Nutzer auch alternative Browser über ein Auswahlfenster in Windows installieren. Von großer Bedeutung für den Markt ist die Einigung nicht. Denn der einst übermächtige Microsoft-Browser hat in den letzten Jahren massiv Marktanteile verloren.
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Beiträge
insgesamt 2 BeiträgeDanke für den Hinweis Jan Ole Peek. Da werden sich sicherlich einige XP-User freuen. Viele Grüße
Danke fuer den Artikel! :) Ich wollte nur kurz sagen das Browser Chooser auch auf XP laeuft. Es sieht nicht ganz so gut aus, aber es funktioniert.