Hängegleiter surft auf Wolkenformation
Kurzfilm: Wolkensurfen in Australien
"Morning Glory" gilt als eines der außergewöhnlichsten meteorologischen Phänomene der Welt. Wie eine Welle wälzt sich das Wolkenband über den Norden Australiens. Extremsport-Fotograf und Nikon-Markenbotschafter Mark Watson filmte und fotografierte mit einer Nikon D300s beeindruckende Bilder von dem Profi-Hängegleiter-Piloten Jon Durand bei seinem Ritt über den Wolken.
Das Phänomen "Morning Glory", der "Tsunami am Himmel", tritt nur während der Wechselperiode zwischen Trocken- und Regenzeit auf. Ein bis zu 1.000 Kilometer langes Wolkenband überzieht dann in einer Höhe von 600 Metern den Golf von Carpentaria an der Nordküste Australiens. Die Luft strömt mit einer Geschwindigkeit von 450 Metern in der Minute zu Boden. Vor der Wolkenfront bewegt sich die Luft mit 56 Kilometern pro Stunde nach oben.
"Auf dieser Welle müsste man doch surfen können", dachte sich der Extremsport-Fotograf Mark Watson, der auch Werbeträger für den Kamerahersteller Nikon ist. Watson schaffte es, den Profi-Hängegleiter-Flieger Jon Durand als Wellenreiter zu engagieren. Mit einer Nikon D300s hielt Watson den Wellenritt in Bildern fest. Die Aktion ist Teil des "Glorious Days"-Projekt von Red Bull, dem Hauptsponsor von Durand.
Mark Watson kommentiert die Entstehung und Realisierung des Wellenritts über den Wolken.
Unter dem Flügel des Hängegleites befestigte Mark Watson eine Nikon D300s, die mit einem Fischaugen-Objektiv mit einer Brennweite von 10,5 Millimetern nicht nur den Piloten des Fluggeräts, sondern auch die Umgebung festhielt. Die Schwierigkeit bei solchen Projekten besteht darin, dass schon vor dem Start die Belichtung und Schärfe eingestellt werden müssen. Während des Fluges ist dies nicht möglich - und die Surf-Wolke rollt nicht jeden Tag den Himmel entlang.
Seine Ausführungen in dem Video beendet Mark Watson mit Ratschlägen an andere Fotografen: "Besorgt euch gute Ausrüstung! Ihr wollt nicht da draußen an eure körperlichen Grenzen gehen, nur um festzustellen, dass eure Technik versagt." Neben einem Gehäuse, dass viele Fotos in kurzer Zeit mit hoher Auflösung bei geringen Rauschen aufnimmt, benötige man einen schnellen Autofokus und saubere und lichtstarke Objektive. Danach gilt nach Angaben von Watson nur noch: "Geht raus und fangt an zu fotografieren - und bleibt dabei."
Links zum Thema
- Informationen über Morning-Glory-Phänomen
- Jon Durand
- Red Bull Glorious Days
- Mark Watson - inciteimages
