Union und FDP legen Internetsperren auf Eis

Sonntagsfrage: Internet-Überwachung bremsen oder stoppen?

Sonntagsfrage: Internet-Überwachung bremsen oder stoppen? Aus den Reihen von CDU und CSU waren bislang eher Rufe nach Verschärfungen von Internetsperren und Online-Überwachung zu vernehmen. Doch die neue schwarz-gelbe Bundesregierung beginnt ihre Arbeit mit gemäßigten Tönen. Zumindest bei Netzsperren, Vorratsdatenspeicherung und Online-Durchsuchung scheinen sich die liberalen Ideen der FDP vorerst durchgesetzt zu haben.

Was halten sie von den Plänen der schwarz-gelben Koalition zur Internet-Überwachung?

1. Die Pläne sind falsch - Das Netz muss noch stärker reguliert werden und darf kein rechtsfreier Raum bleiben. 2. Überfällig - Die neue Regierung macht einen Schritt in die richtige Richtung, aber das Schnüffeln in meiner Privatsphäre muss ganz aufhören. 3. Unwichtig - Die Politiker sollten mit einfachen Gesetzesänderungen lieber Internet-Abzocker stoppen. 4. Internet?! Würde ich ja auch gerne nutzen, doch wo bleibt der Breitbandausbau vor meiner Haustür? 5. Politik interessiert mich nicht, was meinen denn die anderen.

Völlig abgeschafft werden aber weder Internetsperren noch Vorratsdatenspeicherung oder Online-Durchsuchung. Die Netzsperren gegen Kinderpornografie sind vorerst nur aufgeschoben. Das BKA soll ein Jahr lang versuchen, entsprechende Seiten aus dem Netz zu entfernen, statt nur den Zugang zu erschweren. Nach einem Jahr wollen die Politiker prüfen, ob Löschen wirksamer als Sperren ist.

Verbindungsdaten sechs Monate lang gespeichert

Im Rahmen der Vorratsdatenspeicherung müssen die Telekommunikationsunternehmen nach wie vor die Verbindungsdaten von Telefon, Handy und Internetzugang für sechs Monate speichern. Die Herausgabe der Daten wollen Union und FDP nach eigenen Angaben allerdings auf "schwere Gefahrenlagen" begrenzen.

Damit halten sich die Innen- und Rechtspolitiker der Parteien an die anderthalb Jahre alten Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts. Das oberste deutsche Gericht könnte die Datensammlung aber noch komplett untersagen: Die Entscheidung zu einer Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung steht noch aus.

Bisher noch keine Online-Durchsuchung vorgenommen

Nach eigenen Angaben hat das Bundeskriminalamt (BKA) noch keine Online-Durchsuchung durchgeführt. Die Möglichkeit hierzu hätten die Ermittler aber auch zukünftig. Union und FDP haben nur die Hürde für das geheime Ausspähen eines Computers höher gehängt. In Zukunft sollen nicht mehr die Beamten des BKA bei Gericht eine Computerdurchsuchung beantragen, sondern der Generalbundesanwalt.

Beiträgeinsgesamt 4 Beiträge

"...und darf kein rechtsfreier Raum bleiben" Bitte was? Bleiben? Seit wann ist das Internet den ein rechtsfreier Raum?

Meine Privatsphäre geht den gar nichts an, ich finde es gut, das jetzt endlich mal was gemacht wird. Den die ganzen Überwachungspläne sind doch einfach nur dreist, dreist hoch*³

Du hast recht. Die Sonntagsfragen sind mal wieder ziemlicher Müll. Liebe Netzwelt beim Fragen stellen bitte etwas mehr Mühe geben. Mich wundert es das man zu so einem interessanten Thema so .... komische...

Was sollen den diese Antworten zur Umfrage??? letzte 2 Antworten sind ja nur schlechte Spaßantworten und wo is die Frage: Ich bin gegen die Pläne von Schwarz-Gelb ?

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