Empfehlenswerte Alternative zum iPhone-Universum

HTC Hero im Test: Android-Handy mit Knick



16.10.2009 18:56 Uhr

"Das Hero ist ein Mobiltelefon, das wie für Sie geschaffen ist", verspricht Hersteller HTC im Werbetext. Dank der neuen Sense-Oberfläche lässt sich das Smartphone in der Tat stark an die Vorlieben des Nutzers anpassen. Auch äußerlich hebt sich das Hero wohltuend von der Handy-Masse ab und ist eine empfehlenswerte Alternative zum Apple-iPhone-Universum.

Video HTC Hero

HTC Hero: Das HTC Hero ist ein stylisches Handy mit Android Oberfläche, das dem Iphone Konkurrenz macht. das Smartphone überzeugt durch eine gute Verarbeitung und lässt sich dank der Sense-Oberfläache stark an die Bedürnisse des Nutzers anpassen. Zum Video: HTC Hero

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Steuerung über Trackball und Touchscreen
  2. 2Ausstattung und Lieferumfang
  3. 3Bedienung
  4. 4Die Bedienoberfläche Sense
  5. 5Multimedia und Browser
  6. 6Fotos und Videos
  7. 7Fazit

Mit einem markanten Knick im unteren Bereich des Gerätes, einem integrierten Trackball und der gelungenen und stark anpassbaren Bedien-Oberfläche "Sense" betritt das HTC Hero Smartphone-Neuland. Das Gerät ist der direkte Nachfolger des ersten Google-Handys überhaupt, dem T-Mobile G1, welches ebenfalls von HTC produziert wurde. Beim Hero verzichtet der Hersteller allerdings auf die ausziehbare Tastatur des G1. Das macht das Hero nicht nur schlanker und leichter, es fühlt sich auch deutlich wertiger in den Händen an.

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An der Verarbeitungsqualität gibt es nur wenig zu bemängeln. Das Gehäuse knarzt etwas, wenn man es beherzt zusammendrückt. Schüttelt man das HTC Hero kräftig hin und her, machen einige bewegliche Teile akustisch auf sich aufmerksam. Ansonsten ist die Qualitätsanmutung auf der Höhe anderer Mobiltelefone.

Steuerung über Trackball und Touchscreen

Die meisten derzeit am Markt erhältlichen Smartphones werden fast ausschließlich über einen berührungsempfindlichen Bildschirm gesteuert. Im Gegensatz zum aktuellen Trend stattet HTC das Hero zusätzlich zum ebenfalls vorhandenen Touchscreen mit sechs physikalischen Tasten aus. Hinzu kommt eine kaum sichtbare Lautstärke-Wippe an der linken Gehäuse-Seite sowie ein Trackball. Der Trackball ist eine in das Gehäuse eingelassene Kugel, die sich in alle Richtungen drehen lässt. Eingaben bestätigt der Nutzer, indem er den Trackball herunterdrückt. Diese Art der Steuerung funktioniert in vielen aber nicht in allen Menü-Ebenen.

HTC Hero
Die Bedienoberfläche Sense gibt dem Hero-Benutzer viele Möglichkeiten der Individualisierung.

Ausstattung und Lieferumfang

Auf der Rückseite des Hero befindet sich eine eingebaute Digitalkamera mit einer maximalen Auflösung von fünf Megapixeln. Blitzlicht und Fotolicht fehlen. Unterhalb der Akku-Abdeckung findet der Hero-Besitzer einen Einschub für Micro-SD-Karten. Eine Speicherkarte mit einer Kapazität von zwei Gigabyte ist bereits im Lieferumfang enthalten. Zusätzlich legt HTC dem Hero noch ein Netzteil sowie ein Headset mit in den Karton. Das Netzteil-Kabel dient gleichzeitig auch als Datenkabel zum Anschluss an den Computer.

Zur weiteren Ausstattung des 112 x 56,2 x 14,35 Millimeter großen und 135 Gramm schweren Android-Smartphones gehören GPS-Empfänger, UMTS inklusive HSPA-Unterstützung, WLAN, Bluetooth, Bewegungssensor, digitaler Kompass und eine 3,5-Millimeter-Audiobuchse. Die maximale Gesprächszeit des Hero beträgt dem Hersteller zufolge bis zu 470 Minuten im GSM-Netz. Dann muss der Lithium-Ionen-Akku mit einer Kapazität von 1.350 Milliamperstunden über Netzteil oder USB mit frischem Strom versorgt werden. In der Praxis, bei einer durchschnittlichen Nutzung, kommt das Hero in jedem Fall über das Wochenende, ohne ans Ladegerät zu müssen.

Bedienung

Zwar greift HTC beim Hero auf das offene Google-Betriebssystem Android zurück, stülpt dem Hero aber zusätzlich die Bedienoberfläche Sense über. Für Sense gibt HTC drei Prinzipien aus: "Make it Mine", "Stay Close" und "Discover the Unexpected". Hinter "Make it Mine" steht der Anspruch, dem Nutzer das Gefühl zu geben, das Handy sei nur für ihn gemacht worden. Das drückt sich hauptsächlich in der Gestaltung der Menüs aus, die der Nutzer nach seinen Wünschen anpassen kann. Dem Bedürfnis nach Individualisierung kommt der Hersteller etwa mit zwölf verschiedenen virtuellen Uhren nach, die der Nutzer frei auf dem Bildschirm positionieren kann.

Zusätzliche Miniprogramme, so genannte Widgets, kann der Nutzer online von den HTC-Servern oder aus dem Android Market herunterladen. Zur Verfügung stehen etwa kleine Wetter-Programme, Umrechnungs-Tools oder verschiedene Bilderrahmen. Mit der Zeit entsteht so eine Benutzeroberfläche, die in der Tat in hohen Graden an den Handy-Besitzer angepasst ist.

HTC Hero
Das Hauptmenü des HTC Hero: Einzelne Einträge können direkt auf dem Bildschirm angetippt werden. Alternativ funktioniert die Anwahl auch per Trackball.

Die Bedienoberfläche Sense

"Stay Close" bedeutet, dass man mit dem Handy von HTC immer in Verbindung zu seinen Freunden oder Geschäftskontakten steht. Da der Suchmaschinen-Anbieter Google einen großen Teil der Services zur Verfügung stellt, ist die Einrichtung eines kostenlosen Google-Accounts unabdingbar. Die Sense-Oberfläche soll dabei helfen, die zahlreichen Kommunikationskanäle zu verwalten. So fasst das Hero Telefonanrufe, E-Mails, SMS, Fotos oder Statusupdates von sozialen Netzwerken wie Twitter oder Facebook in einer einheitlichen Ansicht zusammen. Diese Übersicht lässt sich zu jedem im Adressbuch gespeicherten Kontakt aufrufen.

Mit "Discover the Unexpected" weist HTC auf neue Funktionen des Handys hin. So schaltet das HTC Hero zum Beispiel den Klingelton stumm, wenn man es umdreht, oder passt die Uhrzeit und Wettervorhersage dem jeweiligen Standort an, was im Test gut funktioniert. Die Sense-Oberfläche kommt nach und nach auf allen Handys und Smartphones des Herstellers zum Einsatz - egal ob auf ihnen Android oder Windows Mobile läuft.

Der Mix aus berührungsempfindlichem Bildschirm und Trackball zur Steuerung des Handys erweist sich in der Praxis als ausgereift. In den meisten Menü-Ebenen hat der Nutzer die Wahl, ob er einen Eintrag mit dem Finger auf dem Bildschirm berührt oder mit Hilfe des Trackballs zu der entsprechenden Stelle navigiert. Leider reagiert der Trackball mitunter etwas träge, sodass mehrere volle Umdrehungen notwendig sind, bis der Auswahlbalken um eine Position nach oben oder unten wandert.

Multimedia und Browser

Dank eines handelsüblichen 3,5-Millimeter-Anschlusses lassen sich an das HTC Hero die meisten Zubehör-Kopfhörer anschließen. Das mitgelieferte Headset taugt zwar für die Telefonie - mit besseren Kopfhörern holt der Anwender aber auch einen besseren Klang aus dem Hero-eigenen MP3-Player. Der Multimedia-Player des Hero ordnet die gespeicherten Tracks übersichtlich nach Interpret, Titel oder Genre. Auf Knopfdruck können viele Titel sogar als Klingelton übernommen werden. Auf einen Equalizer zur Klangverbesserung verzichtet HTC im Falle des Hero leider.

Egal ob zu Hause über WLAN oder unterwegs mittels HSPA - mit dem HTC Hero surft der Nutzer angenehm flott durch die Weiten des Internets. Webseiten öffnen sich, im direkten Vergleich zum Klassenprimus in dieser Disziplin, dem Apple iPhone 3GS, allerdings geringfügig langsamer.

HTC Hero
Knick im Gerät: Das eigenwillige Design des Hero ist eine Geschmacksfrage. In der Hosentasche macht sich das angewinkelte Gehäuse aber kaum bemerkbar.

Dafür unterstützt das Hero die Anzeige von Flash-Inhalten. So genügt beispielsweise ein Klick auf ein Youtube-Video, um es ohne Zusatz-Anwendung abzuspielen. Auch das Vergrößern und Verkleinern von Inhalten mittels zweier Finger ist möglich. Dank Bewegungs-Sensor richtet sich der Bildschirminhalt automatisch nach der Lage des Gerätes aus. Der Hero-Browser bietet zudem Lesezeichen, Tabs und diverse Sicherheitseinstellungen wie das automatische Ausfüllen von Nutzerdaten - fast wie zu Hause am PC.

Dank GPS-Empfänger taugt das HTC Hero auch als Navigationsgerät. Werkseitig dient das Programm Google Maps als Lotse durch Innenstädte und Autobahngewirr. Der digitale Kompass richtet das Kartenmaterial automatisch nach der Geräteposition aus. Alternative Navigations-Software mit Schritt-für-Schritt-Anweisungen kann der Anwender kostenpflichtig über den Google-Shop Android Market direkt über das Handy erwerben.

Fotos und Videos

Die integrierte Kamera liefert Bilder mit einer maximalen Auflösung von fünf Megapixeln. Allzu hohe Erwartungen sollte man an die Bildqualität des Android-Handys nicht haben. Die Bilder liegen auf einem durchschnittlichen Niveau - besonders mit dunklen Bildpassagen hat die Kamera Probleme. Betrachtet man die Aufnahmen am heimischen PC-Monitor, fällt vor allem das Bildrauschen negativ auf.

HTC Hero
Die integrierte Digitalkamera des Android-Handys bietet eine Auflösung von fünf Megapixeln und nimmt auch Videos auf.

Immerhin stehen dem Hero-Fotografen ein paar Einstellmöglichkeiten und Effekte zur Verfügung, die die Bilder nachträglich oder direkt während der Aufnahme aufwerten. Auch Videos lassen sich aufzeichnen. Die Bewegtbilder landen im MPEG4-Format im Speicher des Smartphones, die maximale Video-Auflösung beträgt magere 352 x 288 Bildpunkte. Vor Beginn der Aufzeichnung legt der Nutzer fest, ob er das Video mit oder ohne Ton aufzeichnen möchte.

Fazit

Das HTC Hero ist kein Verarbeitungswunder und auch über das etwas eigenwillige Design mit dem abgeknickten Gehäuse-Teil lässt sich streiten. Fest steht aber, dass die Sense-Oberfläche in Zusammenspiel mit dem Android-Unterbau auf dem Hero für ein Handy-Erlebnis der besonderen Art sorgt.

Die vielfältigen Möglichkeiten der Individualisierung, die umfangreichen Google-Dienste und die vollständige Ausstattung machen das Smartphone zur empfehlenswerten Alternative für all diejenigen, die keine Lust auf das Apple-iPhone-Universum haben. Derzeit wird das HTC Hero in Online-Preisvergleichen für etwa 420 Euro angeboten. Zusammen mit einem Mobilfunkvertrag geht es beispielsweise unter der Modellbezeichnung "G2 Touch" bei T-Mobile für 60 Euro über die Ladentheke.

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Kommentare: HTC Hero im Test: Android-Handy mit Knick (1)

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Thema: News - HTC Hero im Test: Android-Handy mit Knick

hmmmm
03.06.10 19:23

Also Konkurrenz für das iPhone ist dieses Handy auf keinen Fall.
Allein die Optik.... das Gehäuse sieht echt billig aus
(im Gegensatz zu einem iPhone) aber ist ja alles Geschmackssache.
Android ist zwar ein tolles OS aber auch da kanns mit apples OS nicht mithalten. das ist ein vergleich wie z.B. Mercedes und Fiat ;-)


(1) Kommentare

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