"WorldView 2" vergangene Woche gestartet
Google: Neuer Satellit für scharfe Kartenbilder
Google arbeitet mit einem neuen Satelliten im All zusammen: "WorldView 2", betrieben von DigitalGlobe, soll dem Suchmaschinenbetreiber künftig detailreiche Bilder von der Erde liefern. Google nutzt die Aufnahmen für seine Anwendungen "Google Maps" und "Google Earth".

Google erhält künftig Bilder von einem neuen Satelliten im Orbit. In seinem LatLong-Blog, der Neuigkeiten über die Anwendungen Google Maps und Google Earth berichtet, berichtet der Suchmaschinenbetreiber vom erfolgreichen Start von WorldView 2, einem Satelliten des US-amerikanischen Betreibers DigitalGlobe.
WorldView 2 umkreist die Erde in einer Höhe von 770 Kilometern und kann Fotos mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 800 Megabit pro Sekunde Richtung Erde senden. Täglich kann der Satellit bis zu eine Million Quadratkilometer Erdoberfläche fotografieren. Die geschätzte Lebensdauer von WorldView 2 liegt bei bis zu sieben Jahren.
Strenge Bestimmungen zur Nutzung der Satellitenbilder
Mit WorldView 2 liefert ein weiterer Satellit scharfe Bilder an Google. Bisher arbeitete das kalifornische Unternehmen mit dem Betreiber GeoEye zusammen. Das Unternehmen schickte seinen Satelliten "GeoEye-1" im September 2008 von der Vandenberg Air Force Base in Kalifornien in den Weltraum. Dort startete in der vergangenen Woche auch WorldView 2 seine Reise in den Orbit.
"Der erfolgreiche Start von WV2 ist ein weiterer wichtiger Schritt vorwärts, um hochauflösende, präzise und aktuelle Bilder zu liefern", schreibt Google im LatLong-Blog. Für den Suchmaschinenanbieter stellen die Qualitätsbilder der Satelliten wichtiges Ausgangsmaterial für die Kartensoftware Google Maps und den 3D-Globus Google Earth dar.
Bei der Nutzung der Satellitenbilder muss sich Google allerdings an die Vorgaben der US-amerikanischen Regierung halten. Demnach erhält der Suchmaschinenanbieter keine Fotos von der Erde mit einer Auflösung von unter 50 Zentimetern. Dieser Wertsteht für die minimale Größe von Gegenständen oder Lebewesen, die der Satellit noch aufnehmen kann. WorldView 2 bildet Details auf der Erde mit einer Schärfe von 46 Zentimetern ab, GeoEye1 liefert sogar Bilder mit einer Auflösung von 43 Zentimetern.
