Neuer CCD-EXR-Sensor und 14-fach-Zoomobjektiv
Fujifilm Finepix S200EXR im Test: Bridgekamera mit Superzoom
Großer Kontrastumfang, geringes Bildrauschen und hohe Auflösung: All dies verspricht Fujifilm für den Super-CCD-EXR-Bildsensor, den das japanische Unternehmen bei der Finepix S200EXR zum ersten Mal in eine Bridgekamera einbaut. Darüber hinaus zeichnet sich die Kamera durch ein Objektiv mit 14,3-fachem Zoom und manuelle sowie automatische Aufnahmearten aus.
Fujifilm Finepix S200EXR: Die Bridgekamera von Fujifilm ist eine solide verarbeitete Kamera, die angenehm zu bedienen ist und brauchbare Bilder liefert. Einzig die Vorzüge des Super-CCD-EXR-Sensors sind schwer auszumachen. Zum Video: Fujifilm Finepix S200EXR
Inhaltsverzeichnis
- 1Viel versprechender Bildsensor
- 2Große Brennweite und drei Autofokus-Arten
- 3Bedienung nur mit zwei Händen
- 4Bildqualität: Kein Quantensprung
- 5Gute Verarbeitung mit kleiner Schwachstelle
- 6Fazit: Kein großer Fortschritt
Viel versprechender Bildsensor
Fujifilm verbaut in der Finepix S200EXR einen CCD-Sensor mit einer Größe von 1/1,6 Zoll, der eine maximale Auflösung von zwölf Megapixeln liefert. Der Hersteller bezeichnet ihn als "Super-CCD-EXR-Sensor". Die EXR-Technologie sollen dafür sorgen, dass die Kameras des japanischen Unternehmens Fotos aufnehmen, deren Bild "noch näher am menschlichen Auge" sind.
Hierfür bietet der Bildsensor drei Betriebsarten: Bei "extremen Kontrastverhältnissen" - die schon bei normalem Sonnenschein auftreten - soll der erweiterte Dynamikumfang des Sensors die Aufzeichnung von Details in besonders hellen und dunklen Bildbereichen gestatten. Bei "guten Lichtverhältnissen" soll eine hohe Auflösung sehr detaillierte Bilder liefern. Steht dagegen nur wenig Licht zur Verfügung, verspricht Fujifilm für die Aufnahmeart "hohe Empfindlichkeit und geringes Rauschen" die beste Bildqualität.
Die Finepix S200EXR nimmt Bilder mit unterschiedlichen Seitenverhältnissen auf. Zur Auswahl stehen: 4:3, 3:2 und 16:9. Bei Videos beträgt die Auflösung 640 x 480 Pixel bei 30 Bildern in der Sekunde. Der optische Bildstabilisator gleicht die Bewegungen des Objektivs aus, damit dem Nutzer auch bei längeren Belichtungszeiten Fotos ohne Verwacklung gelingen.
Große Brennweite und drei Autofokus-Arten
Das Objektiv der Finepix S200EXR verfügt über einen 14,3-fachen Zoom. Die Brennweite liegt - umgerechnet ins Kleinbildformat - bei 30,5 bis 436 Millimetern. Neben dem normalen Autofokus stehen noch ein kontinuierlicher Autofokus sowie ein manueller Autofokus zur Wahl.
Der 2,7 Zoll große Monitor auf der Rückseite der Kamera eignet sich sogar bei Sonneneinstrahlung noch als Ersatz für den elektronischen Sucher der Finepix S200EXR - erst bei direktem Gegenlicht gelangt die Anzeige an ihre Grenzen. Während das Menü auch im Sucher erscheint, können die aufgezeichneten Bilder nur auf dem Bildschirm betrachtet werden.
Fujifilm Finepix S200EXR im Test
2,7 Zoll ist der Bildschirm groß. Schonender für den Akku ist die Verwendung des elektronischen Suchers.
Die S200EXR unterstützt den Fotografen bei der Aufnahme mit einer automatischen Gesichtserkennung, die den Fokus und die Belichtung für ein erkanntes Gesicht einstellt. Noch in der Kamera können die Fotos gedreht, beschnitten und verkleinert sowie rote Augen entfernt werden.
Bedienung nur mit zwei Händen
Voll ausgestattet bringt die Fujifilm Finepix S200EXR stattliche 860 Gramm auf die Waage. Trotzdem lässt sich die Kamera gut greifen und liegt angenehm in der Hand. Für die Bedienung sind zwei Hände notwendig, da der Nutzer die Brennweite manuell am Objektiv und nicht mit Hilfe einer Zoomwippe verändert.
Mit der linken Hand sind die zwei Knöpfe schnell erreicht, mit deren Hilfe die Weißabgleich und die Serienaufnahmen aufgerufen werden. Auch die Auswahl der Fokus-Betriebsart findet an der linken Seite der Kamera statt. Alle anderen Bedienelemente positioniert Fujifilm auf der rechten Seite der Finepix S200EXR.

Sagen Sie Ihre Meinung!