Netzwelt-Wissen: Bildsensoren

Live-MOS-Sensor: Das Beste aus zwei Welten

Eine Weiterentwicklung der CMOS-Technik ist der Foveon-Sensor. Derzeit verwendet ihn nur das japanische Unternehmen Sigma in seinen Digitalkameras. Bei dieser Technik liegen drei Sensorelemente übereinander, sodass jeder Pixel alle drei Grundfarben aufzeichnet. Klassische CMOS-Sensoren nutzen wie CCD-Sensoren das Konzept der Bayer-Matrix mit ungleicher Verteilung von Grün-, Rot- und Blaufiltern.

Ein Live-MOS-Sensor stellt eine Mischung aus CCD- und CMOS-Sensor dar. Das japanische Unternehmen Panasonic versucht mit dieser Technik die etwas bessere Bildqualität eines CCD-Sensors mit dem geringen Stromverbrauch eines CMOS-Sensors zu vereinen. Sie waren zudem die ersten Bildsensoren, die eine Live-View-Funktion gestatteten - also ein Sucherbild auf dem Monitor einer Spiegelreflexkamera. Live-MOS-Sensoren arbeiten in den Four-Thirds- und Micro-Four-Thirds-Kameras der Hersteller Olympus, Leica und Panasonic.

panasonic gf live-mos sensor
Live-MOS-Sensor der Panasonic GF1.

Sensorformat: Fläche wichtiger als Pixel

Als Digitalkameras für Verbraucher erschwinglich wurden, gab die in Megapixeln gemessene Auflösung der Bildsensoren noch einen Hinweis auf die Bildqualität. Die inzwischen auch bei Kompaktkameras üblichen zweistelligen Megapixel-Zahlen geben aber lediglich Aufschluss über die Größe des Bildes und erlauben kaum Rückschlüsse auf dessen Qualität. Denn je mehr Pixel auf einem Sensor untergebracht werden, desto kleiner ist die Fläche, die einem einzelnen Bildpunkt zur Verfügung steht. Und je kleiner der Pixel, desto niedriger fallen Lichtempfindlichkeit und Dynamikumfang aus.

Bei den in Kompaktkameras üblichen Sensorgrößen gelten sechs Megapixel als Wert, ab dem die Bildqualität zurück geht. Ab diesem Punkt hängt die Bildqualität hauptsächlich von der Leistung des Bildprozessors ab, der die Aufnahmen "nachbessert". Je größer allerdings die Fläche eines Bildsensors ist, desto mehr Pixel kann er ohne Qualitätsverlust tragen. Entsprechend große Sensoren erfordern aber auch ein großes Gehäuse.

Sensorformate von Digitalkameras

Mittlerweile denken die ersten Digitalkamera-Hersteller um. Die ständige, werbewirksame Erhöhung der Megapixel-Zahl scheint zumindest im Kompaktkamerabereich bei 14 Megapixeln ihre Grenze erreicht zu haben. Panasonic und Canon haben bereits Kameras auf den Markt gebracht, bei denen sie bewusst die Auflösung im Vergleich zum Vorgänger zugunsten der Bildqualität verkleinert haben.

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