Digitalkamera-Sensoren von CCD bis CMOS

Netzwelt-Wissen: Bildsensoren

Der Bildsensor ist das Herzstück jeder Digitalkamera. Die Hersteller verbauen fast ausschließlich zwei Arten von Sensoren: An der inzwischen mit einem Nobelpreis gewürdigten CCD-Technologie führte lange Zeit kein Weg vorbei. Doch auch die als Billigvariante gestartete CMOS-Technik haben Forscher und Ingenieure weiter entwickelt, sodass sie bei hochwertigen Spiegelreflexkameras heute Standard ist.

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1CCD-Sensor: Wegbereiter für das Digitalbild
  2. 2CMOS-Sensor: Vom Billigsensor zur Spitzentechnik
  3. 3Live-MOS-Sensor: Das Beste aus zwei Welten
  4. 4Sensorformat: Fläche wichtiger als Pixel

CCD-Sensor: Wegbereiter für das Digitalbild

Den Grundstein für die CCD-Bildsensoren legten Williard Boyle und George E. Smith bereits im Jahr 1969. Hierfür zeichnete das Nobelpreiskomitee sie im Oktober 2009 mit dem Nobelpreis für Physik aus. Die von ihnen entwickelte Technik der "Charge-coupled Device" (CCD) wollten sie eigentlich zur Datenspeicherung nutzen. Schnell bemerkten sie aber, dass die ladungsgekoppelten Bauteile lichtempfindlich sind und ein Signal proportional zur eingestrahlten Lichtmenge ausgeben. Diese Signale verarbeiten Bildprozessoren weiter und speichern sie zum Beispiel als Bilddatei ab.

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Bereits 1975 wurden die ersten CCD-Sensoren in Serie hergestellt. Für die digitale Fotografie müssen die CCD-Sensoren mit Farbfiltern versehen werden, da sie ansonsten nur Grauwerte aufnehmen. In den meisten Digitalkameras kommt der so genannte "Bayer-Sensor" zum Einsatz, bei dem zwei von vier Pixel mit einem Grünfilter und die anderen beiden Bildpunkte mit je einem roten oder blauen Filter versehen werden.

Fujifilm baut in einige seiner Digitalkameras so genannte "Super-CCD"-Sensoren ein. Dabei handelt es sich um eine CCD-Weiterentwicklung des japanischen Unternehmens, bei dem die Pixel achteckig und nicht rund sind. Dadurch passen mehr Pixel auf die gleiche Sensorfläche, wodurch die Farben der Bilder intensiver wirken.

CMOS-Sensor: Vom Billigsensor zur Spitzentechnik

Die Abkürzung CMOS steht für "Complementary Metal Oxide Semiconductor" und bezeichnet ins Deutsche übersetzt einen komplementären Metall-Oxid-Halbleiter. Bildsensoren, die auf dieser Technik basieren, unterscheiden sich von CCD-Sensoren vor allem dadurch, dass jeder Pixel einzeln und dadurch schneller ausgelesen wird. Hierdurch erreichen CMOS-Sensoren eine höhere Bildrate, die unter anderem eine schnellere Vorschau-Funktion zu Folge hat.

In den 1970er und 1980er Jahren waren CMOS-Sensoren trotz einiger Vorteile nicht mit CCD-Sensoren konkurrenzfähig, da sie Anfangs bei gleicher Sensorfläche weniger lichtempfindlich waren. Aus diesem Grund fanden CMOS-Sensoren lange Zeit nur in günstigen Geräten Verwendung. Durch die Weiterentwicklung der CMOS-Technik sind die genannten Nachteile gegenüber CCD-Sensoren inzwischen unerheblich gering. CMOS-Bildsensoren kommen derzeit vor allem in digitalen Spiegelreflexkameras zum Einsatz.

canon eos 5d mark 2 cmos sensor
CMOS-Sensor der Canon EOS 5D Mark II. (Bild: Canon)

CMOS-Sensoren sind günstiger herzustellen als ihre CCD-Pendants. Zudem verbrauchen CMOS-Sensoren deutlich weniger Strom, was bei mobilen Geräten wie Digitalkameras von Vorteil ist. Einige Modelle sollen nur zehn Prozent der Energie eines CCD-Sensors benötigen. Zudem tritt bei CMOS-Sensoren nur ein sehr begrenzter Blooming-Effekt auf. Das bedeutet, dass überbelichtete Bildstellen umliegende Bereiche weit weniger überdecken, da nicht wie bei einem CCD-Sensor überschüssiges Licht an den Nachbarpixel weiter gegeben wird.

Je nach Betrachtungsweise zählt es zu den Vor- oder Nachteilen der CMOS-Sensoren, dass sich die Bauteile für Belichtungskontrolle, Kontrastkorrektur oder Analog-Digital-Wandlung auf einem Chip befinden. Das eigentliche Sensor-Bauteil ist dadurch größer als ein vergleichbarer CCD-Sensor, Letzterer benötigt aber durch die externen Elemente letztendlich mehr Platz.

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