24-Zoll-Bildschirm mit integriertem DVB-T-Tuner

Asus T1 im Test: Full-HD-Monitor und Fernseher in einem

Asus wertet seine Computerbildschirme der T1-Serie mit einem DVB-T-Tuner zu Multifunktionsmonitoren auf. Mit Hilfe einer externen Antenne zeigen sie das terrestrisch, also von Fernsehtürmen, ausgestrahlte Fernsehprogramm an. Dank der zahlreichen Anschlüsse eignet sich der getestete 24 Zoll große Monitor nicht nur für den PC, sondern bietet sich auch für den Anschluss weiterer externe Abspielgeräte an.

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Asus T1: Der Asus T1 ist mit einem DVB-T Tuner ausgestattet. Die Bildqualität sowohl im Monitor-, als auch im Fernsehmodus ist Durchschnitt. Ein Multifunktionsmonitor der sein Dienst erledigt aber nicht zum Höhenflug einlädt. Zum Video: Asus T1

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Ausstattung: Fernsehempfang und Anschlussvielfalt
  2. 2Bildqualität: Arbeiten, Spiele und Filme
  3. 3Basis-Ergonomie und niedriger Stromverbrauch
  4. 4Fazit: Platzsparender Multifunktionsmonitor

Ausstattung: Fernsehempfang und Anschlussvielfalt

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Der Asus 24T1E mit einer sichtbaren Bilddiagonalen von 23,6 Zoll verfügt über eine Full-HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln. Das Kontrastverhältnis beträgt nach Angaben des Herstellers 20.000:1 und die Helligkeit 300 Candela pro Quadratmeter. Das Gerät soll 16,7 Millionen Farben darstellen und die Reaktionszeit liegt dem Hersteller zufolge bei fünf Millisekunden.

Asus baut in der T1 einen DVB-Tuner zur Umwandlung der Fernsehsignale ein. Aber ohne ein zusätzliche Antenne, die nicht im Lieferumfang enthalten ist, empfängt das Gerät keine Signale vom nächstgelegenen Sendemast.

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Auf der Rückseite des Monitors befinden sich die Anschlüsse. Asus stattet den T1 mit zwei HDMI-, einem VGA-, zwei Scart, einem S-Video- sowie einem PrPbY- und einem Audio-Video-Anschluss aus. Für den Anschluss der zwei Sieben-Watt-Lautsprecher des Monitors an die Soundkarte des Computers legt Asus ein Audio-Kabel bei. Bei Bedarf können Kopfhörer über einen 3,5-Millimeter-Stecker direkt an den Monitor angeschlossen werden.

Bildqualität: Arbeiten, Spiele und Filme

Am Asus T1 lässt es sich gut arbeiten, und auch das Fernsehbild überzeugt im Rahmen seiner Möglichkeiten. Pixelfehler traten im Eizo-Monitortest nicht auf. Allerdings zeichnete sich ein leichter Moiree-Effekt fast auf dem kompletten Bildschirm ab. Bei der täglichen Arbeit an dem Gerät stört dieser aber nicht. Helle Bildbereiche stellt der Monitor etwas kontrastreicher dar als dunkle Töne. Die Farbverläufe sind angenehm fließend.

Asus 24T1E im Test

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Die Qualität des Fernsehbildes steigt und fällt mit dem DVB-T-Signal. Je stärker dies ist, desto weniger Artefakte treten auf. Aber an der Tatsache, dass die Fernsehsender ihr Programm bisher nur mit 576 Zeilen ausstrahlen, ändert auch die direkte Sicht auf den Fernsehturm nichts. Der Asus T1 verfügt über eine Full-HD-Auflösung mit 1.080 Zeilen, auf die das Bild gestreckt wird. So perfekt wie auf einem für 576 Zeilen hergestellten Röhrenfernseher wird das Bild aber nie. Am wenigsten stört das grobkörnige Bild, wenn der Nutzer es aus einer Entfernung von drei bis vier Metern betrachtet.


Bedienung: Fernbedienung für PC-Monitor

Die Bedienung des Asus T1 erfolgt entweder über die Tasten auf der Oberseite des Geräts oder über die zum Lieferumfang gehörende Fernbedienung. Generell ist die Steuerung auch für ungeübte Nutzer weitestgehend selbsterklärend. Das übersichtliche Bildschirmmenü gliedert sich in sechs Bereiche: Bild, Anzeige, Klang, Zeit, Einstellungen und Programm - Letzteres nur beim Fernsehempfang.

Die wichtigsten Einstellungen für den Monitor lassen sich so schnell vornehmen. Neben der manuellen Auswahl von Kontrast, Helligkeit und Sättigung übernimmt das Gerät auch eine automatische Konfiguration. Der Nutzer kann zudem zwischen dem Standard-Modus und voreingestellten Werten für Film und Fernsehen, Computerspiele und Bildbetrachtung wählen.

Die Bildquelle, beziehungsweise der anzuzeigende Signaleingang wählt der Anwender in einem Aufklapp-Menü aus. Im Test fand der DVB-T-Tuner des Asus T1 mit Hilfe einer externen Antenne 20 der 24 in Hamburg ausgestrahlten Fernsehsender. Nur die öffentlich-rechtlichen Dritten Programme fehlten. Der Empfang wurde im Test immer besser, je näher die Antenne am Fenster stand. Die aufgetretenen Bildstörungen gehen auf das schlechte DVB-T-Signal und nicht auf den Bildschirm zurück.

Beim Fernsehempfang informiert ein elektronischer Programmführer (EPG) über die aktuell laufenden und die kommende Sendungen der nächsten sieben Tage. Praktisch: Mit Hilfe der Erinnerungsfunktion weist der Fernseher rechtzeitig auf Filme und Serien hin, die der Nutzer nicht verpassen will.

Basis-Ergonomie und niedriger Stromverbrauch

In Sachen Ergonomie kann das Kombigerät nicht glänzen: Der Asus T1 lässt sich nur um fünf Grad nach vorne und um 15 Grad nach hinten neigen. Seitliche Drehungen sind nur inklusive Standfuß möglich, und die Höhe lässt sich gar nicht verstellen. Bei der Verwendung als Arbeits- oder Freizeitgerät gilt es zudem, auf einen ausreichend großen Abstand zu dem 24 Zoll großen Monitor zu achten.

Asus 24T1E
15 Grad Neigung nach hinten.

Asus 24T1E
Fünf Grad Neigung nach vorne.


Mit 46 Watt verbraucht der T1 bei maximaler Helligkeit etwas weniger Strom als andere Multifunktionsmonitore wie der T220HD von Samsung oder der W220T von Hyundai, deren Bildschirme jeweils zwei Zoll kleiner sind. Im Standby-Modus liegt der Verbrauch bei höchstens einem Watt. Über den Netzschalter kann der Nutzer den Asus T1 auch komplett ausschalten, ohne den Stecker ziehen zu müssen.

Fazit: Platzsparender Multifunktionsmonitor

Der Asus 24T1E bietet sich für Anwender an, die PC-Bildschirm und Fernseher platzsparend in einem Gerät zusammenfassen wollen. Die Bedienung ist ohne Studium des Handbuchs problemlos möglich. Bild- und Tonqualität reichen völlig aus, um mit dem Monitor zu arbeiten, spielen oder Fernsehen zu schauen. Das schwache Fernsehbild ist dem Missverhältnis der Monitorauflösung und dem gesendeten Programm der Sender geschuldet und tritt bei allen Multifunktionsmonitoren auf.

Für gleichzeitiges Fernsehen und Arbeiten am Computer ist der Bildschirm nicht geeignet. Er zeigt immer nur das Bild eines Eingangssignals an. Die unverbindliche Preisempfehlung von Asus für den 24T1E beträgt 349 Euro. Händler bieten den Monitor mit DVB-T-Tuner im Internet bereits für rund 300 Euro an.

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