Weniger Stromverbrauch, mehr Leistung
Intel Pine Trail: Atom-Nachfolger erscheint noch 2009
Der Nachfolger zu Intels Atom-Prozessoren heißt Intel "Pine Trail" und erscheint im vierten Quartal 2009. Der Chipsatz soll mit wesentlich weniger Strom auskommen als die Atom-Prozessoren und die Fertigung von sparsamen Netbooks und Nettops ohne störenden Lüfter gestatten. Jetzt veröffentlicht Intel erste Details zum Stromverbrauch.
Inhaltsverzeichnis
- 1Moorestown Atom: Ableger für Mobilgeräte
- 2Deutlich reduzierter Stromverbrauch
- 3Wenig Preisunterschiede zu Atom-Rechnern
Als wichtigste Neuerung der Intel Pine Trail-Systeme gilt die Zusammenlegung von Northbridge-Chip und Pineview-CPU in einem Prozessor. Dadurch kommen entsprechende Hauptplatinen in Zukunft mit nur einem Kühler aus, da die Pine Trail-Southbridge nach wie vor keine Kühlung benötigt.
Die Taktraten der neuen Pineview-Prozessoren sind bereits seit einiger Zeit aus inoffiziellen Roadmaps bekannt. Der Pineview-D stellt das Pendant zum Atom 330 dar, die zwei Kerne takten mit 1,66 Gigahertz allerdings 60 Megahertz schneller als die des Vorgängers. Auf dem Markt erscheint der Pineview-D unter dem Namen "Atom D510".
Moorestown Atom: Ableger für Mobilgeräte
Die kleinere Variante, der Atom D410, ist das Gegenstück zum Atom 230 und verfügt über nur einen Rechenkern. Des Weiteren plant Intel die Veröffentlichung eines weiteren Ablegers der Pine Trail-Serie unter dem Namen "Moorestown Atom". Der Prozessor soll in Handys und "Ultramobile"-Rechnern (UMPC) für Leistung sorgen, erscheint vermutlich aber erst im Jahr 2010.

Intel: Northbridge und Prozessor werden nun vereint.
Auf dem hauseigenen Intel Developer Forum verriet der Prozessor-Hersteller weitere Details zum Stromverbrauch der Pine Trail-Prozessoren, wie das Online-Magazin heise.de berichtet. Dem Bericht zufolge beträgt die Thermal Design Power (TDP), ein Wert für die Leistungsaufnahme von Mikrochips, des Atom D510 lediglich 13 Watt. Hinzu kommen noch zwei Watt, die die Southbridge verbraucht.
Deutlich reduzierter Stromverbrauch
Als Ursache für die reduzierte Leistungsaufnahme kommt hauptsächlich die Kombination von Northbridge und Prozessor in einem Chip in Frage. Alte Intel-Atom-Systeme verbrauchen in der Regel knapp unter 40 Watt, wovon etwa 30 Watt auf das Mainboard entfallen. Aufgrund des neuen Konzepts dürfte sich dieser Wert für Geräte der Pine Trail-Plattform beinahe halbieren.
Abgesehen von niedrigeren Stromkosten sorgt der gesenkte TDP-Wert auch dafür, dass die neuen Intel-Chips wesentlich weniger Wärme abgeben. Das wiederum gestattet die Produktion von Rechnern, die vollkommen ohne Lüfter auskommen. Entsprechende Mainboards erscheinen nach derzeitigem Stand im ersten Quartal 2010.
Wenig Preisunterschiede zu Atom-Rechnern
Die neuen Hauptplatinen werden nach dem Mini-ITX-Standard gefertigt, weisen also lediglich Abmessungen von 17 x 17 Zentimetern auf. Die Kosten des D410 werden vermutlich auf dem aktuellen Preisniveau der Atom-330-CPU liegen - also bei etwa 43 US-Dollar. Beim D510 rechnen Experten mit einem Preis von 63 US-Dollar.
Dieser Aufpreis wird mit ziemlicher Sicherheit an den Kunden weitergegeben, weshalb entsprechende Mainboards mit Atom D510 Prozessor in Zukunft rund 100 Euro und damit etwa 30 Euro mehr kosten dürften als die Hauptplatinen mit aktuellen Atom 330-Prozessoren. Damit steht der Produktion von kostengünstigen, lautlosen Bürorechnern im Jahr 2010 nichts mehr im Wege.

ja super danke, werd ich mich wohl anderweitig umschaun ;)
Das Gerät eignet sich weniger für Multimedia, sondern vielmehr fürs Internet und kleine Schreibarbeiten. Videos sollten eigentlich laufen (DIVX, XVID), jedoch wirst Du sicherlich kein HD-Material wiedergeben...
ich hab grad son nettop geschenkt bekommen taugen die nu nix oder was, ich brauchs hauptsächlich musikhören, filme gucken und bissle pokern und schreibarbeiten :s Bitte sagen wenns nix taugt, dann kann ichs...
Das mit den 40 Watt stimmt leider. Der Atom-Prozessor schluckt zwar wenig Strom. Der Kühlkörper sitzt auch bei "alten" Atom Boards auf der Northbridge. Das kommt nicht von ungefähr: Die Peripherie schluckt bei...
Es geht hier nicht um die Notebooks CPUs sondern um die Desktopvarianten der Atom Prozessoren.