Kleinere Prozessoren, Autos mit Intel-Atom-CPUs
IDF: Intel und Partner präsentieren Zukunftsvisionen
Auf dem Intel Developer Forum (IDF) in San Francisco präsentieren Intel und seine Partner ihre Vision der Zukunft des Prozessormarkts. CPUs von Intel werden noch kleiner und leistungsfähiger, deutsche Limousinen fahren ab dem Jahr 2012 mit Intel Atom Prozessoren. Außerdem ist ein Notebook mit vier Bildschirmen auf dem IDF zu sehen.

Inhaltsverzeichnis
- 1Kleinere Fertigungstechnik: 22-Nanometer-Silizium-Wafer
- 2Notebook mit vier Bildschirmen
- 3BMW und Mercedes: Intel Atom für Autos
- 4Entwicklerprogramm für die Atom-Plattform
Kleinere Fertigungstechnik: 22-Nanometer-Silizium-Wafer
Intel-Präsident Paul Otellini präsentierte auf der Eröffnungspressekonferenz der IDF einen Silizium-Wafer in 22-Nanometer-Fertigungstechnik mit funktionsfähigen Chips. Jeder Prozessor verfügt über mehr als 2,9 Milliarden Transistoren, eine einzelne SRAM-Zelle ist dabei nur 0,092 Quadratmikrometer groß. Erste Prozessoren bringt Intel in der zweiten Jahreshälfte 2011 auf den Markt.
Noch in diesem Jahr erscheint der Intel-Prozessor "Westmere" - eine Notebook-CPU, hergestellt im 32-Nanometer-Verfahren. Mit der Produktion wurde bereits begonnen.
Notebook mit vier Bildschirmen
Die Wichtigkeit des Notebookmarkts für Intel unterstreicht das Konzept "Tangent Bay". Unterhalb des 15 Zoll großen Bildschirms befinden sich drei kleine OLED-Touchscreens, die angezeigten Inhalte können zwischen den Displays verschoben werden. Kleine Zusatzprogramme können auf einem der Touchscreens abgelegt werden und erscheinen auf einen "Fingerzeig" hin auf dem großen Bildschirm.
Das Notebook mit vier Bildschirmen in Aktion (Quelle: engadget.com)
BMW und Mercedes: Intel Atom für Autos
Auch Autos von BMW und Mercedes-Benz sollen in Zukunft mit Intel-Prozessoren unterwegs sein. Der Autoradio- und Navigationssystem-Hersteller Harman-Becker hat bereits den Auftrag erhalten, die Fahrzeuge der 7er-Serie von BMW mit entsprechenden Infotainment-Systemen ausrüsten.
Das Gleiche gilt für die C- und S-Klasse von Mercedes-Benz. Herzstück des geplanten Infotainment-Systems ist ein Intel Atom Z520-Prozessor mit 1,3 Gigahertz und einer TDP von gerade 2,2 Watt. Die widerstandsfähige CPU arbeitet nach Intel-Angaben in Temperaturbereichen zwischen minus 40 und plus 85 Grad Celsius.
Entwicklerprogramm für die Atom-Plattform
Auf dem IDF hat Intel zudem ein Entwicklerprogramm für seine Atom-Prozessoren ins Leben gerufen. Acer, Asus und Dell heißen die ersten Netbookhersteller, die sich dem Vorhaben anschließen. Zu den Zielen zählt unter anderem die Programmierung von auf Atom-Geräte zugeschnittener Software, die in Zukunft über einen Atom-Store verkauft werden soll.
