JPEG, RAW, PNG, BMP - das passende Format für jeden Einsatzzweck

Netzwelt-Wissen: Bildformate

Netzwelt-Wissen: Bildformate Beim Speichern von Fotos stehen Anwender häufig vor der Frage, welches der angebotenen Bildformate das beste ist. Die Antwort fällt je nach Verwendungszweck anders aus. Für Bilder, die ins Internet gestellt werden sollen, bieten sich andere Dateitypen an als für Fotos, die professionell gedruckt oder in der digitalen Dunkelkammer bearbeitet werden sollen.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1JPEG: Hohe Bildqualität bei kleiner Datenmenge
  2. 2RAW: Rohdaten für hohe Ansprüche
  3. 3GIF: Nur noch für Animationen interessant
  4. 4PNG: Das beste Bildformat für das Internet
  5. 5TIFF: Druckvorstufe statt Internet
  6. 6BMP: Die Microsoft-Entwicklung

JPEG: Hohe Bildqualität bei kleiner Datenmenge

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Das gebräuchlichste Bildformat heißt JPEG. Die Abkürzung geht auf die "Joint Photographic Experts Group" zurück, die bereits im Jahr 1992 die ISO-Norm vorgestellt hat, die dem JPEG-Format zugrunde liegt. Eine JPEG-Datei fasst Bildbereiche mit ähnlichen Farbwerten zusammen. Sie liefert daher eine vergleichsweise geringe Datenmenge - und dennoch recht gute Bildqualität. Damit eignen sich JPEG-Bilder zum Beispiel für die Anzeige im Internet oder den Versand per E-Mail. Der Erfolg von JPEG hängt auch mit der großen Verbreitung von Digitalkameras zusammen: Jedes aktuelle Modell nimmt Fotos in diesem Format auf.

JPEG-Bilder mit den Dateiendungen ".jpg" oder ".jpeg" sind für die meisten Anwendungszwecke optimal geeignet. Aber auch der JPEG-Standard ist nicht fehlerlos. Formate wie PNG und GIF eignen sich zum Beispiel deutlich besser, um digitale Strichzeichnungen, Schwarzweißbilder oder für den Zeitungsdruck gerasterte Bilder darzustellen.

Die Weiterentwicklung des JPEG-Standards hört auf den Namen JPEG2000. Trotz besserer Komprimierungsrate konnte er sich gegenüber dem alten Grafikformat nicht durchsetzen. Dies liegt vor allem an dem höheren Rechenaufwand, der das Format vor allem für Hersteller von Digitalkameras unattraktiv macht.

RAW: Rohdaten für hohe Ansprüche

Die englische Übersetzung des Begriffs "roh" lautet "raw" und hat sich als Bezeichnung für das Rohdatenformat von Digitalkameras eingebürgert. Bei diesen Dateien handelt es sich um die digitale Entsprechung des Fotonegatives. Anders als bei Bildformaten, die mit Kompressionsverfahren arbeiten, sind bei RAW-Dateien noch alle Bildinformationen vorhanden. Professionelle Fotografen und Bildbearbeiter verwenden das Format trotz der großen Datenmenge, weil es besser als jedes andere Bildformat bearbeitet werden kann: Eine schlecht belichtete Aufnahme lässt sich in der digitalen Dunkelkammer noch in ein ansehnliches Foto verwandeln.

Für die Aufnahme von Bildern im RAW-Format sind leistungsstarke Bildsensoren und -prozessoren nötig. Daher speichern in der Regel nur hochwertige Kompaktkameras sowie Spiegelreflexmodelle Aufnahmen im Rohdatenformat. Jeder Kamerahersteller verwendet hierfür sein eigenes Format, entsprechend vielfältig sind die Dateiendungen. Das von Adobe entwickelten offene Rohdatenformat "Digital Negative" (DNG) etabliert sich allerdings nach und nach als Standard. Erste Hersteller bieten Fotografen die Auswahl zwischen dem hauseigenem oder dem offenen Format mit der Dateiendung ".dng".

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