Sony HX1 im Test: 20-facher Zoom und Full-HD-Videos
Bildqualität: Geringes Rauschen und wirksamer Bildstabilisator
Die Aufnahmen der Sony HX1 erscheinen auf dem Computermonitor in natürlichen Farben. In der Bildmitte sind die Fotos scharf und detailliert, zu den Bildrändern hin nimmt die Schärfe leicht ab. Ein leichtes Bildrauschen setzt ab ISO 400 ein, allerdings stört es auch bei ISO 800 nicht - vorausgesetzt das Bild liegt in verkleinerter Ansicht vor. Alles in allem liefert die HX1 bessere Bilder als viele Kompaktkameras mit mehr Megapixeln.
Die Sony HX1 zeichnet Videos mit Stereoton auf. Allerdings liegen die zwei Mikrofone relativ dicht beieinander, was die Klangqualität beeinträchtigt. Der Autofokus reagiert teilweise etwas verspätet. Dafür arbeitet er ansonsten sehr präzise und fokussiert sehr genau. Die bewegten Bilder sind ähnlich farbecht, kontrastreich und detailliert wie die Fotos, nur eben in einem kleineren Format.
Sony Cybershot DSC HX1 Testbilder
Zimmerbeleuchtung ein, Blitz aus: ISO 125, Blende 2.8, 1/30 Sekunde - Vollbild um 50 Prozent gegenüber Original verkleinert.
Zimmerbeleuchtung ein, Blitz aus: ISO 200, Blende 2.8, 1/50 Sekunde - Vollbild um 50 Prozent gegenüber Original verkleinert.
Zimmerbeleuchtung ein, Blitz aus: ISO 400, Blende 3.5, 1/80 Sekunde - Vollbild um 50 Prozent gegenüber Original verkleinert.
Zimmerbeleuchtung ein, Blitz aus: ISO 800, Blende 4.0, 1/125 Sekunde - Vollbild um 50 Prozent gegenüber Original verkleinert.
Zimmerbeleuchtung aus, Blitz an: ISO 250, Blende 2.8, 1/8 Sekunde - Vollbild um 50 Prozent gegenüber Original verkleinert.
Der Bildstabilisator leistet gute Arbeit. Selbst Videos aus freier Hand wackeln nur wenig und Fotos bei nicht ganz optimalen Lichtverhältnissen gelingen in akzeptabler Qualität. Bei weit ausgefahrenem Objektiv stößt der Stabilisator allerdings an seine Grenzen. Minimale Bewegungen haben dann eine große Veränderung des angezeigten Bildausschnitts zu Folge. Bei umgerechneten 560 Millimetern Brennweite ist ein Stativ allerdings ohnehin fast Pflicht.
Gut verarbeitetes Gehäuse, fehlender HDMI-Anschluss
Die Sony HX1 steckt zwar in einem Plastikgehäuse, ist aber trotzdem gut verarbeitet. Das Objektiv ist fest mit dem Gehäuse verbunden, bewegliche Teile klappern nicht und setzen sich nur auf Wunsch des Fotografen in Bewegung. Auch die Verarbeitung des beweglichen Bildschirms hinterlässt einen guten Eindruck.
Angesichts der Tatsache, dass die HX1 Videos in Full-HD-Auflösung aufnimmt verwundert es, dass Sony keinen HDMI-Anschluss für die Datenübertragung zu Flachbildfernsehern eingebaut hat. Vor allem, weil der japanische Hersteller viele seiner Geräte mit dieser Schnittstelle ausstattet. Nur über einen Adapter können die Daten direkt von der Kamera auf den Fernseher kommen.
Als Speicherkarte lässt Sony nur den hauseigenen Memory Stick Duo zu. Diese sind im Vergleich zu den weit verbreiteten SD-Speicherkarten teuer. Der Lithium-Ionen-Akku liefert nach Angaben des Herstellers Strom für bis zu 400 Aufnahmen.
Fazit: Konkurrenz für Einsteiger-Spiegelreflexkameras
Sowohl preislich als auch in Sachen Bedienkomfort, Bildqualität und Ausstattung bewegt sich die Sony HX1 im Bereich der Spiegelreflexkameras für Einsteiger. Wer einen großen Brennweitenbereich zur Verfügung haben möchte und vor der Anschaffung zahlreicher Wechselobjektive zurückschreckt, ist mit einer Bridgekamera wie der HX1 gut beraten.
Zu den Stärken der Sony HX1 gehören der bewegliche Bildschirm, der große Zoombereich und die Fähigkeit Full-HD-Videos aufzunehmen. Die Bildqualität reicht für den privaten Einsatz völlig aus, ist aber noch nicht perfekt. Der Tester vermisst an der Kamera einen HDMI-Anschluss sowie den Nightshot-Modus, mit denen Sony zum Beispiel das Vorgängermodell H50 ausstattet.
Sony verkauft die schwarze HX1 im eigenen Online-Shop für 529 Euro. Andere Internet-Händler bieten die Kamera bereits für rund 400 Euro an.
