Zigbee RF4CE soll Infrarot ersetzen
Neuer Funkstandard: Fernbedienung durch Wände hindurch
Die Infrarot-Technik für Fernbedienungen soll nach dem Willen der ZigBee-Allianz schon bald durch einen neuen Funkstandard abgelöst werden. Damit können Multimedia-Geräte per Fernbedienung auch ohne Sichtkontakt kontrolliert werden. Die Spezifikation für ZigBee RF4CE wurde jetzt freigegeben.
Auf Infrarot basierende Fernbedienungen haben einen großen Nachteil. Um Geräte der Unterhaltungselektronik mit den Kontrolleinheiten zu bedienen, muss der in ihnen eingebaute Sensor Sichtkontakt zur Hardware haben. Eine neue Technik soll dieses Problem jetzt beseitigen.
ZigBee RF4CE nennt sich der Funkstandard, mit denen Flachbildfernseher, Audio-Anlagen, Heimkino-Systeme oder auch Set-Top-Boxen bequem vom Nebenzimmer bedient werden können. Die Norm wurde jetzt von der ZigBee-Allianz freigegeben. In der ZigBee-Allianz sind mehr als 230 Unternehmen zusammengeschlossen, dazu zählen etwa Halbleiter-Hersteller wie Freescale und der Unterhaltungselektronik-Konzern Philips.
ZigBee-Technik überbrückt größere Distanzen
RF4CE beruht auf dem Funkprotokoll IEEE 802.15.4. im lizenzfreien 2,4 GHz-Frequenzband. Neben der Bedienung ohne Sichtkontakt arbeitet die Technik nach Angaben der ZigBee-Allianz auch stromsparender und über größere Reichweiten hinweg. Der Standard könne nicht nur im Bereich der Unterhaltungselektronik eingesetzt werden - auch zur Heimvernetzung tauge RF4CE, teilt der Verband mit. So ließen sich etwa auch Garagentüröffner oder schlüssellose Eingangssysteme damit ausrüsten.
Die Spezifikation für den neuen Standard wurde bereits im März dieses Jahres angekündigt. Zu dem Zeitpunkt hatten die Gründer des RF4CE-Konsortiums Samsung, Panasonic, Philips und Sony eine Zusammenarbeit mit der ZigBee-Allianz abgeschlossen.

Damit die Stereoanlage mit dem Fernseher, dem PC, dem Handy, dem iPod und der Digitalkamera in direkten Kontakt treten kann, müssen alle die gleiche Sprache sprechen. Diese Sprache legt die DLNA fest.
Der Industrieverband "Wireless Gigabit Alliance" will mit einem neuen Standard für die Heimvernetzung Drahtlostechniken wie WLAN Konkurrenz machen. Der neue Kurzstreckenfunk soll Multimedia-Inhalte mit einer Geschwindigkeit von ein bis zu sechs Gigabit pro Sekunde übertragen.
Konkurrenz für Bluetooth: Die Wi-Fi-Allianz steht vor der Fertigstellung eines neuen Standards, mit dem WLAN-Verbindungen ohne Basisstation möglich sind. Erste Geräte mit "Wi-Fi Direct" sollen Mitte nächsten Jahres zertifiziert werden.
Um HD-Inhalte zu übertragen, wird hohe Bandbreite benötigt. Dafür hat der Industrieverband Wireless HD einen neuen drahtlosen Übertragungsstandard entwickelt. WirelessHD 2.0 gestattet angeblich Transferraten von bis zu 28 Gigabit pro Sekunde.
Mit dem neuen Funkstandard Wi-Fi Direct lassen sich WLAN-fähige Geräte ganz ohne Internet oder vorhandene Basistation miteinander verbinden. Die Technik könnte Bluetooth überflüssig machen.
Bereits zum zweiten Mal hat das Innovationszentrum Connected Living intelligente Lösungen zur Heimvernetzung in mehreren Wohnbereichen auf der CeBIT gezeigt. Netzwelt nimmt Sie mit auf einen Rundgang.





Beiträge
insgesamt 5 BeiträgeIch hab schon vor 25 Jahren allzugern vom Balkon aus den Fernseher meiner Nachbarin gesteuert. Einmal wurde sie richtig wütend und klopfte mit beiden Fäusten auf dem Gerät herum. Half nichts, da hab ich ihn ganz...
Zitat: Genau das habe ich mich eben auch gefragt, kann man damit die Geräte des Nachbarn kontrollieren? Wahrscheinlich nicht, da hat wahrscheinlich jedes Gerät einen Code oder...
Genau das habe ich mich eben auch gefragt, kann man damit die Geräte des Nachbarn kontrollieren? Wahrscheinlich nicht, da hat wahrscheinlich jedes Gerät einen Code oder so.
Dann kann ich bald beim meinem Nachbarn die Glotze an und ausmachen, á la Poltergeist?
Das gab es schon vor 20 Jahren. Ein Bekannter hatte sich damals eine Bose-Anlage zugelegt. Da war das schon Standard.