Von AMD Turion bis Neo
Netzwelt-Wissen: Laptop-Prozessoren von AMD
Der Hersteller AMD spielt derzeit bei Notebookprozessoren noch die zweite Geige. Das AMD-Produktportfolio kann nicht mit dem des Konkurrenten Intel mithalten, ein Großteil der aktuellen Notebooks arbeitet daher mit Intel-Chips. Die neue Tigris-Plattform soll das ändern - doch noch zögern die Notebookhersteller mit der Produktion von Geräten mit AMD-Prozessoren.
Inhaltsverzeichnis
- 1Inhalt
- 2Turion X2: Zu langsam und stromhungrig
- 3AMD Athlon 64 X2: Günstig und laut
- 4AMD Athlon Neo: Strom sparende Subnotebook-CPU
- 5Tigris-Plattform mit neuen Typenbezeichnungen
Inhalt
- Turion X2: Zu langsam und stromhungrig
- AMD Athlon 64 X2: Günstig und laut
- AMD Athlon Neo: Strom sparende Subnotebook-CPU
- Tigris-Plattform mit neuen Typenbezeichnungen
Turion X2: Zu langsam und stromhungrig
Die AMD-Prozessoren Turion X2 basieren auf der "Puma"-Plattform. Die Turion X2-CPUs gehören nicht zu den schnellsten CPUs, stehen dafür aber zu entsprechend günstigeren Preisen zum Verkauf. Die Prozessor-Serie ist seit Mitte 2008 auf dem Markt, konnte der Konkurrenz von Intel aber nie das Wasser in Sachen Geschwindigkeit reichen.
Die Thermal Design Power (TDP) gibt AMD für die Turion X2 mit 35 Watt an. Damit liegt der Stromverbrauch der mobilen Turion-Modelle auf dem Niveau der Intel Core 2 Duo Mobile-Prozessoren der T-Serie, die AMD-CPUs arbeiten aber langsamer.
AMD Athlon 64 X2: Günstig und laut
Die mobilen AMD Athlon 64 X2-Prozessoren bieten weniger Leistung als die Turion X2-Modelle, kosten dafür aber noch einmal weniger. Entsprechende Notebooks werden für rund 400 Euro gehandelt. Preislich liegen die Rechner damit knapp über den deutlich langsameren Netbooks.
Die AMD-Prozessoren kommen jedoch in Sachen Stromverbrauch mit einer TDP von 35 Watt auf den gleichen Wert wie schnellere Intel-Modelle, die Akkulaufzeit fällt entsprechend niedrig aus. Des Weiteren erhitzen sich die 64-X2-CPUs stark, weshalb die Lüfter oftmals sehr hoch drehen müssen. Als Resultat arbeiten die Lüfter mobiler Rechner, die mit einer Athlon 64 X2-CPU arbeiten, vergleichsweise laut.
AMD Athlon Neo: Strom sparende Subnotebook-CPU
Der Athlon Neo gehört zur ersten Generation der stromsparenden Notebookprozessoren von AMD. Die Einkern-CPU eignet sich aufgrund der geringen Leistungsaufnahme von 15 Watt sehr gut für den Einsatz in Subnotebooks. Die Rechengeschwindigkeit liegt zwischen der einer Intel-Atom-CPU und einem Intel-CULV-Prozessor, letzterer kommt allerdings nach Herstellerangaben je nach Modell mit fünf bis zehn Watt aus.
Nach und nach lösen den noch nicht lange im Handel erhältlichen Athlon Neo allerdings zwei neue Modellreihen ab. Die Serien unterteilen sich in je eine Athlon- und eine Turion-Reihe. Wichtigste Neuerung gegenüber dem Neo ist der zweite Prozessorkern. Mit nur 18 Watt liegt die Verlustleistung trotz der zwei Kerne nur halb so hoch wie die der anderen AMD-Notebookprozessoren. Allerdings gibt es derzeit nur wenige Geräte mit den neuen Chips im Handel.
Tigris-Plattform mit neuen Typenbezeichnungen
Mit der Tigris-Plattform führte AMD im September 2009 ein neues Namensschema ein. Anstelle von zwei Buchstaben gefolgt von zwei Ziffern besteht die neue Typenbezeichnung aus einem Buchstaben und drei Ziffern. An die bisherigen Typbezeichnungen hängt AMD nun die Zahl II. Den Anfang macht der kleinste Prozessor, der Athlon II gefolgt vom Turion II und Turion II Ultra.
Für alle drei Prozessorreihen gibt AMD eine TDP von je 35 Watt an. Dadurch bleiben die Probleme der alten Modellreihen weiterhin bestehen die CPUs bieten im Vergleich zur Intel-Konkurrenz weniger Rechenleistung und höheren Stromverbrauch. Auch die Notebookhersteller zögern, Modelle auf Basis der neuen AMD-Prozessoren auf den Markt zu bringen: Auch nach etlichen Monaten bleibt das Rechner-Angebot überschaubar.
| Beispiel: AMD Turion II M520 |
|---|
| "Turion II" bezeichnet die langsamere der beiden Turion II-Baureihen. |
| Das "M" verweist auf den verwendeten Sockel S1. |
| Die Zahl "5" verrät, dass es sich um eine CPU mit durchschnittlicher Rechenleistung handelt. |
| Die "2" steht für einen Takt von 2,30 Gigahertz. |
| Am Ende der Bezeichnung steht meist eine Null. Dies ermöglicht zu einem späteren Zeitpunkt etwas Spielraum im Namenschema, um beispielsweise eine Revision des Prozessors kennzeichnen. |
Tipp: Einen Überblick über die mobilen Prozessoren von Intel finden Sie hier.
