Firefox-Update 3.0.14 und 3.5.3 erschienen
Firefox: Neue Version erkennt unsichere Flash-Plugins
Rund 80 Prozent aller PC-Anwender sollen einer Studie zufolge noch veraltete Flash-Versionen im Browser nutzen. Der Browser-Hersteller Mozilla reagiert mit einem Update auf das Problem: Die jetzt veröffentlichten Firefox-Versionen 3.0.14 und 3.5.3 erkennen veraltete Plugins.

Die weite Verbreitung unsicherer Flash-Plugins stellte bereits das Sicherheitsunternehmen Trusteer vor kurzem in dem Bericht "Flash Security Hole Advisory" fest. Das Unternehmen untersuchte 2,5 Millionen Systeme auf die Aktualität der Flash-Installation. 80 Prozent der Systeme enthielten veraltete Flash-Plugins, die es Angreifern ermöglichen, über Webseiten Schadcode auszuführen oder den PC mit Malware zu infizieren. Zudem sollen 84 Prozent der geprüften Rechner noch unsichere Versionen des Adobe Reader enthalten.
Neuer Strategie für bessere Browser-Sicherheit
Die Sicherheitsupdates Firefox 3.5.3 und 3.0.14 überprüfen deshalb während des Update-Prozesses die installierte Flash-Version. Ist diese Version veraltet, bietet Firefox über die bereits integrierte "Was ist neu"-Webseite den Download des aktuellen Plugins an. Als zweiten Schritt plant Mozilla, eine Webseite zur Überprüfung weiterer Plugins wie Java, Quicktime oder DivX zu entwickeln. Diese soll voraussichtlich am 30. September 2009 online gehen.
Die nächste Firefox-Version 3.6 "Namoroka" soll dann die Aktualität der Plugins bereits beim Programmstart überprüfen. Ähnlich funktioniert zur Zeit die Überprüfung und Installation der Firefox-Erweiterungen. Namoroka ist bereits in einer Alpha-Version verfügbar und soll noch in diesem Jahr erscheinen.

Künftig sollen auch andere Plugins auf einer übersichtlichen Webseite überprüft werden.
Außerdem arbeitet das Firefox-Entwicklerteam daran, die Installationsroutine des Flash-Plugins zu optimieren. Dazu will Mozilla das "Express Install System" von Adobe in Firefox einbinden. Sobald die Entwicklung dahingehend abgeschlossen ist, soll Firefox das Plugin direkt im Browser installieren können. Bislang muss der Nutzer ein externes Installationsprogramm nutzen.
Veraltete Browser-Plugins sind nicht nur ein erhebliches Sicherheitsrisiko für den Rechner, sie führen häufig auch zum Absturz des Browsers. Mozilla beschreitet mit dem neuen Ansatz einen Weg zu mehr Sicherheit und Stabilität. Einen anderen Weg verfolgt zum Beispiel Apple mit dem Browser Safari 4 unter dem neuen Betriebssystem "Snow Leopard".
Dieser schaltet automatisch fehlerhafte Plugins ab, und verhindert so den Programmabsturz. Zuletzt war Apple allerdings in die Kritik geraten, da "Snow Leopard" mit einer unsicheren Flash-Version ausgeliefert wurde.
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