Für jeden Dateityp der passende Medienplayer
Anleitung: Audio- und Videodateien verknüpfen
Software
Im Audio- und Videobereich nutzen viele Anwender mehr als ein Programm. Das führt unter Windows häufig zu dem Problem, dass die zuletzt installierte Wiedergabesoftware plötzlich Stücke abspielt, die der Anwender lieber mit einem anderen Programm anhören oder sehen möchte. Mit wenigen Schritten lassen sich die Audio- und Videostücke wieder dem Lieblingsplayer zuordnen.
In den meisten Fällen legen Medien-Programme bereits im Installationsprozess fest, welche Dateitypen die neue Anwendung automatisch öffnet. Entweder geschieht das automatisch oder der Anwender kann während der Installation auswählen, welche Dateiendungen mit dem neuen Programm verbunden werden sollen.
Beim schnellem "Durchklicken" der Installationsbildschirme oder bei der automatischen Verknüpfung passiert es häufig, dass eine neue Anwendung sich die am häufigsten genutzten Dateitypen "schnappt". Als Ergebnis spielt die neue Software bei einem Doppelklick etwa auf eine MP3-Datei das Musikstück ab - und nicht mehr der Lieblings-Mediaplayer.
Zuordnung mit wenigen Mausklicks
Die einfachste Lösung, um einem Dateityp ein Abspielprogramm zuzuordnen, bietet der Windows-Explorer. Das Dateiprogramm des Microsoft-Betreibssystems gestattet dem Anwender, die entsprechenden Einstellungen zentral vorzunehmen. Einsteiger können dazu Dateien und Medienplayer direkt über das Kontextmenü verbinden. Erfahrene Anwender nutzen am besten die Ordneroptionen des Explorers.
Mit einem Doppelklick auf eine Audio- oder Videodatei öffnet sich das mit dem Format verknüpfte Programm. Das Symbol neben dem Dateinamen in den meisten Fällen Auskunft, zu welchem Medienprogramm die Verbindung besteht. Soll die Verknüpfung verändert werden, öffnet der Nutzer das Kontextmenü der entsprechenden Datei durch einen Klick mit der rechten Maustaste auf das Dateisymbol. Über die Menüpunkte "Öffnen mit - Programm auswählen" gelangt der Anwender anschließend in eine Listenansicht zur Auswahl des entsprechenden Programms.

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Über den "Öffnen mit"-Dialog kann jeder Dateityp dauerhaft mit einem Programm verknüpft werden.
In der Dialogbox sollte das gewünschte Programm unter den "Empfohlenen Programmen" stehen. Hier werden die wichtigsten installierten Programme aufgelistet, die das Format der Mediendatei unterstützen. Sollte die Anwendung einmal nicht aufgeführt sein, lässt es sich über die Schaltfläche "Durchsuchen" finden. Um die Datei und damit auch den Dateityp mit dem ausgewählten Programm zu verknüpfen, muss der Nutzer zusätzlich ein Häkchen bei "Dateityp immer mit dem ausgewählten Programm öffnen" setzen.
Schaltzentrale für Verknüpfungen
Erfahrene Anwender können als Alternative im Windows-Explorer den Menüpunkt "Extras - Ordneroptionen" nutzen, um mehrere Dateitypen schnell zu bearbeiten. Dort erscheint nach Klick auf den Reiter "Dateitypen" eine Übersicht aller in Windows registrierten Endungen - und der verbundenen Anwengung. Hier kann aus der kompletten Liste ein Eintrag ausgewählt, die Verknüpfung geändert und noch weitere Einstellungen vorgenommen werden. Auch das Anlegen neuer Verknüpfungen ist möglich.
Wenn für die meisten Medien ein Abspielprogramm genutzt werden soll, führt der schnellste Weg meist über die Abspielsoftware selbst. Die meisten Medienplayer bieten unter Menünamen wie "Einstellungen", "Optionen" oder "Extras" eine Auswahl der verwendeten Dateitypen an. Hier kann der Anwender die Audio- und Videodateien auswählen, die mit dem Programm verbunden werden sollen.
Datei-Verknüpfungen in Medienplayern
Audio- und Videodateien richtig verknüpfenBeispiele: Windows Media Player, Realplayer, Winamp
Die Einstellungen im Windows Media Player 11 finden sich unter dem Reiter "Dateiformate", der sich in der Menüleiste hinter dem Eintrag "Extras - Optionen" versteckt. Mit dem Realplayer SP lassen sich die Dateiformate für das Programm über den Menüweg "Tools - Preferences - Content - Media Types" verändern. Winamp beherbergt die Einstellungen unter "Optionen - Einstellungen - Dateitypen". MediaMonkey bietet dem Nutzer unter "Extras - Optionen - Allgemein - Dateityp" die Möglichkeit, die Verknüpfungen anzupassen. Der VLC media player enthält diese Einstellung unter "Extras - Einstellungen - Zuordnungseinstellungen".
Bei einigen Programm stehen diese Einstellungen nicht zur Verfügung. So enthält iTunes keine Möglichkeit, die Dateitypen zu verknüpfen. Das Programm fragt aber beim Anwender nach, sobald keine Verknüpfung mehr zu bestimmten Dateitypen vorliegt. Der Medienplayer Quicktime enthält in den Quicktime-Einstellungen den Reiter "Dateitypen". Mozilla Songbird enthält den Punkt nicht.
Bei mehreren Programmen kann die Zuordnung in den Medienplayern aber schnell unübersichtlich werden. In diesem Falle empfiehlt es sich auch für Einsteiger, die einzelnen Anwendungen zentral über den Windows-Explorer mit den entsprechenden Dateitypen zu verbinden.
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Nicci
12.09.09 22:49
Beim VLC gibts sehr wohl eine Einstellung zur Dateizuordnung - und zwar "Zuordnungseinstellungen" direkt unter STRG-P.
14.09.09 12:52
Vielen Dank für den Tipp, ich habe den Artikel dahingehend abgeändert.
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