Die Hightech-Trends im Überblick
IFA 2009: Fernseh-Highlights von 3D bis AMOLED
Der IFA-Trend bei Fernsehern lautet in diesem Jahr 3D, allerdings funktionieren die vorgestellten Neuheiten nur mit entsprechender Brille. Wie nicht anders zu erwarten, setzt sich daneben die Entwicklung zu immer größeren und flacheren Fernsehern fort. Die neuen All-In-One-PCs an den Ständen zeigen unter anderem mit neuen Blu-ray-Modellen, dass der Computer den Weg vom Büro ins Wohnzimmer geschafft hat.
Inhaltsverzeichnis
- 1Fernsehgenuss in 3D ab 2010
- 2Hightech-Fernsehen: Schneller, größer, leichter
- 3All-in-One-Rechner für Büro und Wohnzimmer
Fernsehgenuss in 3D ab 2010
3D-Fernsehen bietet dem Zuschauer ein völlig neues Seherlebnis: Vor allem actionreiche Filmszenen und Spiele profitieren von dreidimensionaler Darstellung. Ein kurzes Probieren am Sony-Stand überzeugt auch uns. Vor unseren Augen fliegt eine Kugel aus dem Monitor und verschwindet erst gefühlte Zentimeter vor dem Gesicht des Betrachters, zersplitternde Gesteinsbrocken verstreuen sich in alle Richtungen - der Eindruck ist atemberaubend.
Die Faszination der neuen Technik zeigt sich auch am Besucherandrang. Die größte Warteschlange der IFA-Messe bildete sich vor dem 3D-Kino von Panasonic. Auch Besucher der abgedunkelten Sony-Halle müssen sich auf Wartezeiten einstellen, aufgrund der Vielzahl der bei Sony ausgestellten 3D-Geräte liegt die Wartezeit für Standbesucher in der Regel aber unter fünf Minuten.
Doch die neue Art von Fernsehen hat ihren Preis. Der zeigt sich nicht nur bei den Kosten der neuen Gerätschaften, die beispielsweise Sony im Jahr 2010 auf den Markt bringen will. Für den vollen 3D-Genuss benötigt der Zuschauer immer noch eine Shutterbrille. Trotz aller Begeisterung unter den Besuchern äußern sich daher auch einige kritisch. Im Kino wird das Tragen von Brillen für den 3D-Effekt akzeptiert, aber für das Lümmeln auf dem heimischen Sofa findet die Technik nur wenig Anhänger.
IFA 2009: Fernsehen in 3D
Die Hersteller LG, Panasonic und Sony präsentieren ihre 3D-Neuheiten auf der IFA 2009.
In der abgedunktelten Halle von Sony können Besucher 3D-Fernsehen live erleben
Bei Sony soll das nächste Jahr im Zeichen der 3D-Technik stehen. Der Hersteller plant neben Fernsehern auch Blu-rays und Playstation 3-Spiele in drei Dimensionen und Full-HD auf den Markt zu bringen.
Hightech-Fernsehen: Schneller, größer, leichter
Das könnte bei den zahlreichen anderen auf der IFA 2009 vorgestellten Fernseher-Neuerungen schon anders aussehen. Zwar stiehlt Panasonic allen anderen Geräten der Messe mit dem größten Fernseher der Welt die Schau, doch ein knapp vier Meter großer Bildschirm passt nicht sonderlich gut ins heimische Wohnzimmer.
Als Besucher schreibt man sich daher besser die aktuellen 50-Zoll-Modelle auf den Wunschzettel. Als Beispiel bietet Samsungs Plasma-Fernseher B850 eine Bildschirmdiagonale von 58 Zoll - das sind immerhin beinahe 1,50 Meter. Angesichts immer schmalerer und leichterer Technik dürfte außerdem unter den neuen Geräten das Mobiliar nicht zusammen brechen.
Besonders innovativ zeigt sich der Hersteller LG. Das Unternehmen stellt die ersten AMOLED-Fernseher aus. Neben bestechend gutem Bild gestattet die neue Technik vor allem eine extrem leichte und flache Bauweise. Ein Kleinbildschirm im 15-Zoll-Format kommt so auf eine Breite von lediglich drei Millimeter - bei einem Gewicht von gerade mal 320 Gramm. Auch bei den Bildwiederholraten ist LG derzeit Klassenprimus: Auf dem Stand des Herstellers findet sich das erste 400-Hertz-Modell der Welt.
IFA 2009: Fernsehtrends von AMOLED-Anzeige bis 400-Hertz-Monitor
Größer, schneller, schmaler - die IFA-Hersteller sparen nicht mit Superlativen. Panasonic stellt auf der Messe den nach eigenen Angaben größten Fernseher der Welt vor.
Umgerechnet gut 3,80 Meter misst die Bildschirmdiagonale des beeindruckenden Ausstellungsstücks. Die Auflösung erreicht mit 2.160 x 4.096 das Vierfache des Full-HD-Standards.
Die neuen Plasma-Geräte von Samsung bestechen durch gutes Bild und schlankes Design. Das Modell B850 bietet einen 58-Zoll-Bildschirm mit Full-HD.
Die edle HDTV-Heimkinoserie aus Holz und Metall mit Full-HD bietet eine Bildschirmdiagonale von 42 Zoll aufwärts.
Der Hersteller zeigt als erstes Unternehmen Geräte mit 400-Hertz-Wiederholfrequenz.
Der Zweitfernseher ist mit seinem aufgestellten DVD-Player ein echter Blickfang - leider aber sehr empfindlich gegenüber Besucherfingern.
Das neue LG-FLaggschiff bietet eine LC-Anzeige mit 200-Hertz-Technologie und ist in Größen zwischen 32 und 47 Zoll erhältlich. Die schlanken Geräte beherrschen Bluetooth und messen an der breitesten Stelle lediglich 45 Millimeter.
Der Hersteller zeigt zahlreiche Kleinbildschirme im 15-Zoll-Format mit einer Auflösung von 1.366 x 768 Blidpunkten.
Neben bestechender Bildqualität gestattet die neue Anzeigetechnik eine extrem leichte und dünne Bauweise. Das Ausstellungsstück von LG ist gerade mal 3 Millimeter tief und wiegt nur 320 Gramm.
All-in-One-Rechner für Büro und Wohnzimmer
Die neuen All-In-One-PCs an den IFA-Ständen zeigen, dass der Computer endgültig den Weg vom Büro ins Wohnzimmer geschafft hat. Ein gutes Beispiel ist der Acer Aspire Z5610. Die Topkonfiguration arbeitet mit einem Quad-Core-Prozessor, daneben bietet das Gerät einen Full-HD-Monitor, ein Blu-Ray-Laufwerk sowie einen DVB-T-Tuner. Der Preis beginnt bei 1.000 Euro und steigt je nach Konfiguration auf bis zu 1.600 Euro an. Damit liegt das Acer-Modell preislich deutlich unter den Geräten der Konkurrenz. Verfügbar ist der All-In-One-Rechner erst zum Start von Windows 7 am 22. Oktober.
Kurz darauf erscheint von Medion der All-In-One-Rechner The Touch X9613. Das Gerät bietet ähnlich gute Ausstattung wie der Acer Aspire Z5610, kostet allerdings zwischen 1.800 und 2.000 Euro. Als besonderes Extra bietet der Medion-All-in-One einen zusätzlichen Touchscreen und eine berührungsempfindliche Steuerleiste. Das Gerät kommt nach Herstellerangaben Anfang November auf den Markt.
IFA 2009: All-in-One-Rechner
Die Preise beginnen bei 1.000 Euro und steigen je nach Konfiguration auf bis zu 1.600 Euro an. Damit kostet der Rechner deutlich weniger als aktuelle Konkurrenzprodukte.
Das Gerät arbeitet mit einem Quad-Core-Prozessor und bietet neben Full-HD-Auflösung auch ein Blu-ray-Laufwerk.
Der All-in-One-Rechner hebt sich durch seine berührungsempfindliche Bedienleiste und die zusätzliche Mini-Anzeige von anderen Geräten ab.
Den Laufwerksschacht versteckt der Hersteller elegant in der rechten Gehäuseseite des Bildschirms.
