Durchbruch für das Internet-Radio

Bitkom: 16 Millionen Deutsche hören Webradio

Bitkom: 16 Millionen Deutsche hören Webradio Eine Bitkom-Umfrage zeigt, dass Webradio längst keine Nischenanwendung mehr ist. Vor allem junge Männer nutzen die Angebote aus dem Web. Die Erhebung des IT-Branchenverbandes zeigt, dass inzwischen knapp 16 Millionen Deutsche regelmäßig Webradio hören.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Webradio ersetzt Weltempfänger
  2. 2Rundfunkgebühren für Internet-PCs
  3. 3Unklare Rechtslage

Webradio hat sich offenbar fest bei Internet-Nutzern etabliert. Das ist das Fazit eines aktuellen Reports des Branchenverbands Bitkom. Demnach hören fast 16 Millionen Deutsche regelmäßig Webradio; darunter 10 Millionen Männer und 5,5 Millionen Frauen.

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Webradio ersetzt Weltempfänger

Damit hat das Internetradio ein Hightech-Hobby vergangener Jahrzehnte weitgehend verdrängt, nämlich den Kurzwellenempfang internationaler Radiostationen mit einem Weltempfänger. Nach Angaben der Bitkom ist Webradio besonders bei jungen Männern beliebt. Mehr als jeder zweite männliche Internet-Nutzer zwischen 10 und 24 Jahre hört Online-Radio. Bei den Mädchen und Frauen dieser Gruppe sind es immerhin 30 Prozent. Grundlage der Studie ist eine Umfrage unter tausend Personen über 10 Jahren.

Als Ursache für den Erfolg nennt Bitkom-Vizepräsident Achim Berg neben schnellen DSL-Zugängen und Flatrates die "neuen WLAN-Radios", die auch ohne laufenden Computer Internet-Radiostationen wiedergeben. Ein Beispiel hierfür ist das Logitech Squeezebox Radio, das für knapp 180 Euro zu haben ist. Auch Terratec hat mit den Noxon-Radios entsprechende Geräte ab etwa 130 Euro im Sortiment.

Im Web gibt es inzwischen unzählige Seiten, die Webradio bieten, für jeden Musikgeschmack von Ambient bis Zydeco. Etwas Übersicht in das riesige Angebot bieten Portale wie Surfmusik oder Liveradio, die Webadressen der beiden Seiten finden Sie im Kasten Links zum Artikel am Ende dieses Beitrages.

Rundfunkgebühren für Internet-PCs

Auch die öffentlich-rechtlichen Sender werden im Internet immer aktiver, nicht nur mit Livestreams, sondern beispielsweise auch mit Podcasts zu Wortbeiträgen. Zahlen zur Nutzung der öffentlich-rechtlichen Angebote im Web hat die Bitkom allerdings nicht erhoben.

Damit hätte sie möglicherweise ein heikles Thema berührt, denn die Tatsache, dass auch Internet-PCs als "neuartige Rundfunkgeräte" gelten und deshalb gebührenpflichtig sind, sorgt regelmäßig für Diskussionsstoff. Besonders bei Unternehmen oder Gewerbetreibenden stößt die Gebührenpflicht vielfach auf Unverständnis.

Denn diese nutzen den PC in der Regel nicht zum Radiohören, sondern zum Arbeiten. Und sehen nicht ein, warum sie dafür Rundfunkgebühren berappen sollen. Nicht einmal die Juristen sind sich hier einig: In verschiedenen Bundesländern gab es bereits entsprechende Gerichtsverfahren.

Unklare Rechtslage

Die Rechtsstreitigkeiten gingen von Fall zu Fall einmal zu Gunsten der Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (GEZ), die die Gebühren eintreibt, und ein andermal zu Gunsten der Internet-PC-Nutzer aus.

Die Bitkom-Meldung könnte indirekt die Argumentation der GEZ stützen, die von einer Rundfunknutzung auch am Internet-PC ausgeht. Die Bitkom selbst hatte sich im Oktober 2008 zu den Kritikern der Rundfunkgebühr gesellt und die Ministerpräsidenten der Länder zum Einschreiten gedrängt.

Zudem sollten die öffentlich-rechtlichen Sender nach Auffassung der Bitkom die GEZ-Gebühren nicht für den Aufbau "neuer Unterhaltungsangebote im Internet" nutzen. Es sei "völlig inakzeptabel, mit den Zwangsgebühren der GEZ in einen funktionierenden Markt einzugreifen", wetterte damals Bitkom-Chef August-Wilhelm Scheer.

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Beiträgeinsgesamt 2 Beiträge

Dass PCs zu Radios erklärt werden sollten, wird im Artikel auch an keiner Stelle behauptet. Das Wort "regelmäßig" steht natürlich nicht explizit in der Bitkom-Meldung, doch es entspricht der...

"Demnach hören fast 16 Millionen Deutsche regelmäßig Webradio". Schauen Sie sich die Bitkom-Meldung noch mal, wo da "regelmäßig" steht. Ich hab extra bei Bitkom nachgefragt. Bei der Umfrage wurde nicht auf eine...

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