Kostenlose Software vergrößert Bilder ohne Artefakte
Freeware der Woche: SmillaEnlarger
Bilder mit einer geringen Auflösung lassen sich mit herkömmlichen Grafikprogrammen selten akzeptabel vergrößern. Oft entstehen Artefakte, einzelne Pixel werden nach der Vergrößerung sichtbar. Das kostenlose Grafik-Werkzeug SmillaEnlarger löst das Problem und vergrößert Bilder ohne Störungen.
Bei der Vergrößerung von digitalen Bildern entstehen zusätzliche Pixel, als Ergebnis leidet die Qualität der entstandenen Bilder: Vergrößerte Fotos weisen Pixeltreppen und andere Artefakte auf. Diesem Problem zu Leibe rücken herkömmliche Grafik-Programme mit Rekonstruktionsfiltern, die die Farbe der neu entstandenen Pixel aus den Farbwerten benachtbarter Bildbereiche berechnen.
Kostenlose Alternative zu teuren Filter-Programmen
Am bekanntesten ist der Lanczos-Filter des ungarischen Mathematikers Cornelias Lanczos. In der Regel liefert das Verbesserungsprogramm Ergebnisse, die zwar besser als das Ausgangsmaterial wirken, für die Entwicklung schöner Bilder aber nicht gut genug aussehen.
Einige Photoshop-Plugins wie zum Beispiel "Alien Skin Blowup" erzeugen zwar bessere Ergebnisse, sind aber für Heimanwender durch die hohen Kosten von etwa 250 US-Dollar meist zu teuer. Das eigenständige Open-Source-Programm SmillaEnlarger bietet sich als kostenlose Alternative an. Die Anwendung ist für Windows und Mac OSX erhältlich.
Bilder vergrößern mit SmillaEnlarger
Mit wenigen Einstellungen vergrößert der SmillaEnlarger Bilder ohne lästige Artefakte.
SmillaEnlarger ist besonders für die Vergrößerung von sehr kleinen Bildern geeignet. Das Beispielbild ist 200 x 150 Pixel groß. Das Originalbild finden Sie hier.
Eine Vergrößerung um 400 Prozent auf 800 x 600 Pixel zeigt eine gute Qualität ohne Artefakte. Das Originalbild finden Sie hier.
Der verbreitete Lanczos-Filter zeigt bei der gleichen Vergrößerung eine deutlich schlechtere Qualität. Netzwelt verwendete zum Vergleich das kostenlose Programm IrfanView. Das Originalbild finden Sie hier.
Die Installation von SmillaEnlarger geht flott von der Hand: Nach dem Entpacken der heruntergeladenen Zip-Datei muss der Nutzer einfach den entstandenen Ordner in den Programme-Ordner kopieren. Ein Installationsprogramm ist nicht enthalten. Nach dem Klick auf das Programmsymbol erscheint beim ersten Start ein Beispielbild, anhand dessen sich der Anwender schon von der Qualität des Programms überzeugen kann.
Wer eigene Bilder im JPG-, PNG-, GIF-, SVG-, BMP-, TIFF- und ICO-Format bearbeiten will, zieht diese einfach in das Programmfenster von SmillaEnlarger. In der Vorschau der Quelle kann der Anwender jetzt einen Ausschnitt bestimmen, der vergrößert werden soll. Dazu zieht er einfach einen Rahmen um den gewünschten Bildbereich. Der gewählte Ausschnitt wird anschließend in der Vorschau auf der rechten Seite des Programmfensters in Vergrößerung angezeigt. Mit dem sanften Verschieben von sechs Reglern nimmt der Nutzer die letzten Feineinstellungen vor, um die optimale Qualität für das finale Bild zu finden.
Schon die Standard-Einstellungen des Programms liefern bei einer Vergrößerung bis zu 300 Prozent gute Ergebnisse. Bei höheren Vergrößerungen empfiehlt es sich, einige Änderungen vorzunehmen. Der Nutzer kann dazu die Schärfe vor und nach der Vergrößerung einstellen, auch Bildrauschen und Fraktalrauschen lassen sich mit wenigen Einstellungen entfernen. Zudem kann die Ebenheit des Bildes und das Dithering angepasst werden. Das Dithering sollte bei hoher Vergrößerung deaktiviert werden, da sonst ein feines Rauschen entsteht.
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Wer mit dem Vorschauergebnis des Filterprozesses zufrieden ist, speichert über einem Klick auf die Schaltfläche "Enlarge and Save" das Bild auf der Festplatte ab. Dabei rechnet das Programm Bild oder Bildausschnitt auf die eingestellte Bildgröße um, und speichert die neu entstandene Datei unter dem gleichen Namen mit dem Zusatz "_e" ab. Die Dateinamen und der Speicherort können auf Wunsch angepasst werden.

Hört sich nicht übel an. Werde ich bei gelegenheit mal testen