Tops und Flops zum Wochenausklang
Internetzzo: Die News-Highlights der Woche
Jeden Freitag zeigt netzwelt, was die Computerwelt während der Woche bewegt hat. Die attraktivsten Produkte, die aufregendsten Meldungen und die skurrilsten Ereignisse geben sich im "Internetzzo" ein Stelldichein. In dieser Woche gibt es einen Verlierer und mehrere Gewinner.

Inhaltsverzeichnis
- 1Der große Verlierer: Das Internet
- 2Macht Multitasking dumm?
- 3Top: Innovative Wissensmaschine
- 4Top: Piratenpartei im Aufwind
- 5Top-Produkte: Asus Muschel-Netbook und Sonys rotes Mobiltelefon
Der große Verlierer: Das Internet
Nichts ist mehr sicher, nirgendwo, und vor allem nicht im Internet. Wenn man den aktuellen Sicherheitsreport von IBM liest, bleibt fast keine andere Schlussfolgerung mehr. Der "X-Force 2009 Mid-Year Trend and Risk Report" bringt den Stand der Cyberkriminalität auf den Punkt: Im ersten Halbjahr 2009 gab es einen Anstieg um 508 Prozent bei neuen Webseiten mit Malware. Auch die Unterscheidung zwischen den gefährlichen Rotlichtbezirken und den seriösen Seiten im Web gilt laut X-Force-Bericht nicht mehr.
Sogar scheinbar sichere Seiten wie die von Suchmaschinen, Blogs oder Online-Magazinen sind zunehmend mit Schadcode infiziert. X-Force-Director Kris Lamb meint düster, das Internet entwickle sich zu einer Art "Wilder Westen, in dem man niemandem mehr trauen kann. So etwas wie sicheres Browsen gibt es heute nicht mehr. Wir haben einen Punkt erreicht, an dem jede Seite verdächtig und jeder User gefährdet ist". Kein Anlass, Panik zu schieben, aber ein aktueller Virenscanner und regelmäßige Sicherheits-Updates sollten eine Selbstverständlichkeit sein.
Macht Multitasking dumm?
Schlechte Nachrichten für Büroarbeiter, die so stolz darauf sind, dass sie immer drei Aufgaben gleichzeitig erledigen: Ein Forscherteam der Stanford University hat herausgefunden, dass Multitasker ihre Aufgaben schlechter bewältigen als die vermeintlich altmodischen Kollegen, die alles schön hintereinander machen. In Tests zeigte sich, dass Multitasking-gewohnte Personen, sich leichter ablenken lassen, sich schwerer auf eine Sache konzentrieren können und auch viel mehr Fehler machen, als ihre Kollegen, die eher dem Single-Tasking zuneigen.
Top: Innovative Wissensmaschine
Zu den Gewinner zählen dürfen sich die Erfinder von EyePlorer, der visuellen und semantischen Wissensmaschine. EyePlorer präsentiert dem User einen Kreis, der bereits mit einer Reihe von Begriffen gefüllt ist. Zieht man einen davon in das Eingabefeld im Zentrum des Kreises, dann füllt sich der Kreis wieder mit neuen, zum Suchbegriff passenden Wörtern aus verschiedenen Kategorien.
Damit kann man dann beispielsweise zu Erklärungen gehen, die durch Wikipedia oder Microsofts Suchmaschine Bing erschlossen werden. Klingt kompliziert und ist es auch. Daher gilt: Ausprobieren. Der originelle Ansatz wurde jetzt von SuMa-eV, dem "Verein zur Förderung der Suchmaschinen-Technologie und des freien Wissenszugangs", mit einem Preis ausgezeichnet.

Links zum Thema
- IBM X-Force 2009 Mid-Year Trend and Risk Report
- Eyeplorer
- Stanford University
- Piratenpartei Deutschland
- Asus Eee PC
- Sony Ericsson
