Optimiert für schwaches Licht und Innenaufnahmen
Ende des Pixel-Wahns: Canon Powershot G11 und S90
Canon bricht das ungeschriebene Gesetz der Digicam-Branche, dass eine neue Kamera auch mehr Megapixel haben müsse. Im Oktober sollen mit den Powershots G11 und S90 erstmals zwei Kompaktkameras auf den Markt kommen, bei denen der CCD-Sensor weniger statt mehr Megapixel bietet.
Die Powershot G11 tritt die Nachfolge der G10 an. Das neue Modell bietet statt 14,7 lediglich 10,0 Megapixel maximale Bildauflösung. Da der 1/1,7-Zoll-CCD-Sensor weniger Bildpunkte als der des Vorgängermodells auf der gleichen Grundfläche unterbringen muss, können diese jeweils etwas größer sein. Der Vorteil: Sie sind lichtempfindlicher, nach Angaben von Canon um zwei ISO-Stufen.
Das bedeutet, dass der Fotograf auch bei schlechteren Lichtverhältnissen mit dem gleichen ISO-Wert fotografieren kann, was letztendlich weniger Bildrauschen verursacht. Laut Hersteller sind so auch bei Dämmerlicht noch hoch auflösende Bilder bis ISO 3.200 möglich. Um das Rauschverhalten weiter zu optimieren, hat Canon auch die Bildengine Digic 4 weiter verbessert und unter anderem die Kontraststeuerung in dunklen Bildpartien angepasst.
Low Light Modus für Knipsen ohne Blitz
Zudem soll der neue Aufnahmemodus "Low Light" für bessere Aufnahmen bei schwachem Licht sorgen. Die Einstellung reduziert die Bildauflösung, indem jeweils zwei mal zwei Pixel zusammengefasst werden. Die Aufnahmen haben dann nur noch eine Auflösung von 2,5 Megapixeln, sollen aber selbst bei einer ISO-Einstellung von 12.800 kaum rauschen.
Canon Powershot G11
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Bild vergrößern Die neue Canon gestattet dem Fotografen, Einstellungen für Blenden- und Zeitvorwahl vornehmen. - Bild 2 von 4
Bild vergrößern Das Modell erscheint im Oktober 2009 für 589 Euro. - Bild 3 von 4
Bild vergrößern Eine Neuheit gegenüber dem Vorgängermodell ist das dreh- und schwenkbare LC-Display der Canon G11. - Bild 4 von 4
Bild vergrößern Die G11 tritt die Nachfolge der G10 an. Das neue Modell bietet statt 14,7 lediglich 10,0 Megapixel maximale Bildauflösung. Der Vorteil: Die Kamera ist lichtempfindlicher als das Vorgängermodell.
Nimmt man dann noch den Bildstabilisator hinzu, so präsentiert sich die G11 als echter Spezialist für Aufnahmen ohne Blitz bei schlechtem Licht. Natürlich lassen sich über den Blitzschuh auch Canons Speedlite-Blitzgeräte der EX-Serie, das Makro-Twinblitzgerät MT-24EX oder eine Makro-Ringblitzleuchte MR-14EX anschließen.
Eine Neuheit gegenüber dem Vorgängermodell ist auch das dreh- und schwenkbare LC-Display. Das 2,8-Zoll-Display - das entspricht 7,1 Zentimetern - liefert 461.000 Bildpunkte. Neben den üblichen Automatik-Modi wie Porträt oder Landschaft gestattet die Kamera dem Anwender auch, mit Blendenvorwahl oder Zeitvorwahl zu knipsen oder alle Einstellungen manuell vorzunehmen.
Eckdaten zur Canon G11:
- Objektiv: 6,130,5 mm (äquivalent zu KB 28140 mm)
- Lichtstärke: 1:2,84,5
- RAW-Modus
- HDMI-Schnittstelle
- Gewicht: 355 Gramm (ohne Akku und Speicherkarte)
- Veröffentlichungsdatum: Oktober 2009
- Preis: 589 Euro
Anspruchsvolle Kompaktkamera: Powershot S90
Als zweite Neuerscheinung bringt Canon im Oktober die Powershot S90 auf den Markt. Auch hier steigt der Hersteller aus dem Megapixel-Rennen aus und begnügt sich mit zehn Megapixeln. Was CCD-Sensor, Rauschreduzierung und Bildengine betrifft, setzt Canon auf die gleiche Technik wie bei der G11. Zusammen mit dem durch die größte Blendenöffnung 2.0 relativ lichtstarken Objektiv ist auch die S90 gut für Aufnahmen bei schwachem Licht geeignet.
Canon Powershot S90
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Bild vergrößern Bei CCD-Sensor, Rauschreduzierung und Bildengine kommt die gleiche Technik zum einsatz wie bei der G11. - Bild 2 von 5
Bild vergrößern Das kompakte Format und die manuellen Einstellmöglichkeiten machen die 469 Euro teuere S90 zur idealen Zweitkamera. - Bild 3 von 5
Bild vergrößern Unter anderem durch das relativ lichtstarke Objektiv ist die S90 gut für Aufnahmen bei schwachem Licht geeignet. - Bild 4 von 5
Bild vergrößern Auch bei der S90 steigt Canon aus dem Magapixel-Rennen aus und begnügt sich mit einer maximalen Auflösung von zehn Megapixeln. - Bild 5 von 5
Bild vergrößern Die Kamera lässt sich vollständig manuell steuern und beherrscht auch den RAW-Modus.
Daneben lässt sich die Kamera vollständig manuell steuern und beherrscht auch den RAW-Modus. Durch einen Steuerring am Objektiv kann der Nutzer Funktionen wie Belichtungskorrektur oder ISO-Wert regeln. Das Display lässt sich im Gegensatz zur G11 aber nicht drehen und abwinkeln.
Das kompakte Format und die manuellen Einstellmöglichkeiten machen die 469 Euro teuere S90 zur idealen Zweitkamera für Hobby-Fotografen, die sonst mit einer großen Spiegelreflex-Kamera arbeiten, aber auch in der Freizeit immer eine Kamera dabei haben wollen.







Beiträge
insgesamt 5 BeiträgeHI,weiss denn jemand die +/- Dioptrien des optischen Suchers ? Gruss ! tommy mann sen.
Endlich eine Kamera die sich als Nachfolgerin für meine heiss geliebte, aber inzwischen knapp 7 Jahre alte Powershot G3 mit 4 Megapixeln anbietet.
Wird auch Zeit! Das Rauschen liegt aber auch daran, dass die Chips so KLEIN sind. Würden die statt Miniaturisierungsmaxime wieder Richtung 36 x 24 mm wachsen, wären auch die 14 MP kein Problem.
Ganz Deiner Meinung Nyks !! Ich bin Besitzer einer Canon Powershot S50. Fragt mich nicht wie lange schon ;) (evtl seit 2003?!) Ich habe seither keine (mal von SR abgesehen!) Kamera gesehen, die...
Ja, endlich! Ich hab mich schon seit einiger zeit gewundert, sowie Hersteller nicht endlich den Wunsch viele ambitionierter Hobbyfotografen beherzigen, und endlich weniger Pixel auf große Sensoren...