Das steckt hinter MP3, AAC, WMA, FLAC und Co.

Netzwelt-Wissen: Audioformate

Netzwelt-Wissen: Audioformate Neben dem bekannten MP3-Standard gibt es zahlreiche Audioformate, ohne die die heutige Medienlandschaft nicht denkbar wäre. Wer Musik aus dem Internet herunter lädt, Klingeltöne installiert oder eine DVD abspielt, kommt mit AAC-, WMA- oder FLAC-Dateien in Berührung - vielfach ohne es zu merken. Viele der Audioformate sparen im Vergleich zur Audio-CD jede Menge Speicherplatz.

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Inhalt
  2. 2Wave und AIFF: Unkomprimierte Audiodateien
  3. 3MP3: Durchbruch für die komprimierte Musik
  4. 4AAC: MP3-Nachfolger und Apple-Favorit
  5. 5AAC-Varianten: HE-AAC, LD-AAC und HD-AAC
  6. 6WMA: Windows-Format von Microsoft
  7. 7Ogg Vorbis: Der freie Alternativ-Codec
  8. 8FLAC, WMA Lossless und Apple Lossless: Verlustfreie Kompression

Inhalt

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Wave und AIFF: Unkomprimierte Audiodateien

Digitalisierte Tonaufnahmen müssen nicht zwingend in komprimierter Form vorliegen. Zur Aufnahme und Bearbeitung werden normalerweise unkomprimierte Dateien genutzt, um die Tonqualität der Stücke zu erhalten. Die üblichen Formate dafür sind WAVE und AIFF.

WAVE ist ein Format, das Microsoft und IBM entwickelt haben, um Audio-Rohdaten zu speichern. Microsoft hat das Format mit der Dateiendung ".wav" als Standard für unkomprimierten Ton unter Windows definiert. Microsoft bezeichnet das WAVE-Format auch als "Audio für Windows".

Das Gegenstück aus dem Hause Apple ist das Audio Interchange File Format (AIFF). Zum Einsatz kommt es besonders in quicktime-basierten Anwendungen auf Macintosh- und Windows-Rechnern. AIFF ist mit dem Audioformat CDDA der normalen Musik-CDs fast identisch.

MP3: Durchbruch für die komprimierte Musik

Egal ob iPod, Walkman-Handy oder Xbox: Das MP3-Format spielen fast alle modernen Hardware- und Software-Player ab. Es ist heute das beliebteste Audioformat. Auch viele Downloadshops verkaufen MP3-Dateien. Eine prominente Ausnahme ist der iTunes Store von Apple, der nur AAC-Dateien anbietet.

Die Abkürzung MP3 steht für MPEG-1 Audio Layer 3. Die zugehörigen Dateien haben üblicherweise die Endung ".mp3". Den Standard entwickelte ab 1982 eine Arbeitsgruppe um Karlheinz Brandenburg am Fraunhofer-Institut. Ursprünglich als Nachfolger des im digitalen Rundfunks verbreiteten MP2-Standards entwickelt, wurde MP3 zehn Jahre später in den MPEG-1-Standard aufgenommen. Das Format komprimiert Musik mit nur geringen Qualitätsverlusten auf einen Bruchteil seiner ursprünglichen Größe. Das führte zusammen mit dem Breitbandausbau zu einem Boom des Musiktauschens im Internet.

Das MP3-Kompressionsverfahren speichert nur die Audiosignale, die für den Menschen hörbar sind. Alles andere wird entfernt - das spart Speicherplatz, ohne die Klangqualität zu sehr zu beeinträchtigen. Im Verlaufe der Jahre wurden die Encoder, welche die Kompression durchführen, immer leistungsfähiger. Ab einer Datenrate von rund 200 Kilobit pro Sekunde, was etwa einem Siebtel der ursprünglichen Datenmenge entspricht, geht man davon aus, dass die komprimierte Version für den Menschen vom Original nicht zu unterscheiden ist.

AAC: MP3-Nachfolger und Apple-Favorit

Die Nachfolge des beliebten MP3-Formats sollte "Advanced Audio Coding" (AAC) antreten. Das Format wurde unter anderem vom Fraunhofer Institut, Dolby und Sony entwickelt. Er ist sowohl Teil des MPEG-2- als auch des MPEG-4-Standards. Ursprünlich trugen die entsprechenden Audiodateien die Endung ".aac", heutzutage erscheinen AAC-Dateien meist mit den Dateiendungen ".mp4" oder ".m4a".

Das Format bietet gegenüber MP3 eine erhöhte Kompressionsqualität und -geschwindigkeit sowie Mehrkanalfähigkeit. Außerdem können AAC-Musikdateien unter anderem durch digitales Rechtemanagement (DRM) geschützt werden. Trotz all dieser Verbesserungen konnten der AAC-Standard der Verbreitung von MP3 wenig anhaben.

Verbreitung erlangte AAC vor allem durch den iPod-Hersteller Apple, der AAC zum Format seiner Wahl gemacht hat. Musik im populären iTunes-Store ist ausschließlich in diesem Format erhältlich, früher noch durch das DRM-System "FairPlay" beschränkt, heute dagegen ungeschützt. Auch die meisten modernen Mobiltelefone unterstützen AAC.

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