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Iris notes 1.0: Digitalkugelschreiber im Test
Handschriftliche Notizen in Maschinenschrift umwandeln

von Michael Knott Uhr veröffentlicht

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Der Iris Notes Kugelschreiber erfasst handschriftliche Notizen auf herkömmlichem Papier und überträgt diese zu einem späteren Zeitpunkt an den Computer. Alternativ lässt er sich auch als Eingabegerät für Grafikprogramme verwenden.

Der Digitalstift von Iris erfasst Notizen auf jeder Art von Papier und überträgt diese kabellos an einen kleinen Empfänger. Das Empfangsgerät speichert sämtliche Eingaben, egal ob Schrift oder Bild. Beim Anschluss an den PC überträgt der Empfänger die Notizen an ein Programm, das die Handschrift in digitale Buchstaben umwandelt. Anschließend lässt sich der Text mit jedem beliebigen Textverarbeitungsprogramm bearbeiten.

Der Iris notes 1.0 sieht aus wie ein gewöhnlicher Kugelschreiber. Erst bei genauerem Hinsehen kommen die Unterschiede zu einem herkömmlichen Schreibwerkzeug zum Vorschein: Die Kugelschreiber-Spitze des Iris-Digitalstifts ist etwas dicker als normal, das obere Ende lässt sich abschrauben. Zum Vorschein kommen zwei Knopfzellen, welche die Stromversorgung des elektronischen Schreibwerkzeugs sicherstellen. Außerdem befindet sich am Griffteil des Stifts eine Taste.

Erfasst handschriftliche Notizen und überträgt sie an einen Computer: Iris notes 1.0

Mit Hilfe des Stifts und des Empfängers kann der Nutzer handschriftliche Notizen und Zeichnungen erfassen und diese zu einem späteren Zeitpunkt am PC digitalisieren. Praktisch: Im Gegensatz zu anderen Systemen benötigt der Iris-Stift kein Spezialpapier. Egal ob Karo, Linien oder blanko - der Stift funktioniert auf jeder Papierart, auf der auch ein handelsüblicher Kugelschreiber schreibt.

Bis zu einhundert DIN-A4-Seiten fasst der Speicher des Empfängers, die Übertragung erfolgt per Funk. Daher funktioniert der Signalweg auch dann problemlos, wenn die Hand zwischen Empfänger und Stift liegt. Die Notizen lassen sich auf dem Computer mit einer beliebigen Software bearbeiten. Im Lieferumfang des Gerätes befindet sich ein Programm zum Hochladen der Notizen sowie eine simple Grafik-Software.

Letztere funktioniert auch im so genannten "Live-Modus": Sobald der Empfänger über das ausziehbare USB-Kabel mit dem Rechner verbunden ist, übernimmt der Stift die Funktion einer Maus. Das gestattet dem Nutzer, sowohl auf dem Papier als auch auf dem Bildschirm zu "malen".

Handschrift in Maschinenschrift umwandeln

Ebenfalls in der Originalverpackung des Stift-Sets findet sich ein Programm, das Handschrift in Maschinenschrift umwandelt. Erfahrungsgemäß arbeitet Software dieser Art nicht in allen Fällen zufriedenstellend. So auch im netzwelt-Test des Iris-Stifts: Die Software konnte den Test-Satz "Hallo netzwelt, dies ist ein Test" nur in zwei von neun Fällen korrekt auslesen.

Mit zunehmender Verwendungdauer funktioniert die Erkennung allerdings immer besser. Mit der Zeit "lernt" das Programm die Handschrift des Iris-Nutzers. Leider arbeitet die Software zur Handschrift-Erkennung nur mit Windows-PCs zusammen. Mac-Nutzer bekommen nach der Synchronisation ihres Rechners mit dem Empfängerteil lediglich ein Bild im TIFF-Format zu sehen. Die Handschrift-Erkennung hingegen funktioniert nicht.

Den Test-Satz "Hallo netzwelt, dies ist ein Test" erkannte das Programm nur in zwei von neun Fällen.

Das Iris-Set besteht aus dem Kugelschreiber, einem batteriebetriebenen Empfänger und einem ausziehbaren USB-Kabel. Der Digitalstift samt Zubehör kostet in Online-Shops etwa 90 Euro, die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers liegt bei 130 Euro. Der Empfänger verfügt über eine Batterie, die sich nicht auswechseln lässt. Um den etwa 6,5 x 3,0 x 1,2 Zentimeter großen Empfänger mit frischer Energie zu versorgen, muss man ihn mit Hilfe des im Lieferumfang enthaltenen USB-Kabels an den Rechner anschließen. Auf die gleiche Art und Weise überträgt der Stift auch die gesammelten Notizen an Windows- oder Mac-Computer.

Fazit

Die mit dem Iris-Digitalstift gespeicherten Notizen sind eine exakte Kopie des Originals. Im Test kam es lediglich dann zu kleinen Übertragungsfehlern, wenn der Empfänger nicht ordnungsgemäß auf dem Papier platziert wurde. Für Schüler, Studenten und andere Anwender, die unterwegs viele Notizen verfassen, ist der Iris Notes Digitalstift eine Überlegung wert.

Die Handschrift-Erkennung funktioniert erst nach einer längeren Eingewöhnungsphase. Danach ist die schnelle Digitalisierung von Notizen aber eine praktische Sache. Die Verwendung des Stiftes als Mausersatz hingegen ist eher unnütz - hier leisten Grafik-Tablets, die im Gegensatz zum Iris-Pen verschiedene Druckstufen unterscheiden können, wesentlich bessere Arbeit.

Positiv:

  • Unkomplizierter Gebrauch
  • Kaum Eingewöhnungszeit notwendig
  • Kein Computer für das Erfassen von Text und Notizen notwendig
  • Funktioniert mit normalem Papier

Negativ:

  • Relativ hoher Preis
  • Keine Umwandlung von Text in Maschinenschrift unter Mac OS X
Kommentare zu diesem Artikel

Der Iris Notes Kugelschreiber erfasst handschriftliche Notizen auf herkömmlichem Papier und überträgt diese zu einem späteren Zeitpunkt an den Computer. Alternativ lässt er sich auch als Eingabegerät für Grafikprogramme verwenden.

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  • kurosh schrieb Uhr
    AW: News - Iris notes 1.0: Digitalkugelschreiber im Test

    Leider bricht immer wieder der Haltezapfen für den Clip des Plastikempfängers aus . wurde zwar einmal problemlos kostenfrei ausgetauscht - lobenswertes Garantie Service- aber leider passiert das wieder.
  • Khalid schrieb Uhr
    AW: News - Iris notes 1.0: Digitalkugelschreiber im Test

    Bin begeistert von Iris notes. Zusammen mit der Software "IRIS notes executive" ist es kein Problem auf dem mac-pc die Schrift in der jeweiligen Sprache zu digitalisieren um sie anschliessend in MS-Word oder OpenOffuce weiterzuverarbeiten. Auch die Programmbedienung ist einfach und übersichtlich. Aber am meisten freut mich, dass der Stift in mac, windows und linux einwandfrei als Maus-Ersatz funktioniert. Die Gewöhnungsphase dauerte 1/2 Stunde. Ein Tip noch: Unbedingt vor dem ersten Einsatz die Empfängereinheit lange genug aufladen.
  • Lilie schrieb Uhr
    AW: News - Iris notes 1.0: Digitalkugelschreiber im Test

    Meine ersten Erfahrungen sind zwiespältig. Mit Linienblatt wird der geschriebene Text manchmal sehr gut umgewandelt, zumeist aber habe ich nach dem Übertrag auf den PC Striche und Linien im Text, von denen ich vermute dass sie durch Handbewegungen beim Absetzen und Beenden von Worten erkärbar sind. die Folge ist dass Texte mit diesen Senkrechten Bewegungslinien nicht mehr als Text sondern als Reihe von beliebigen Buchstaben erscheinen, also wertlos sind. Auch ein von der Waagerechten abweichendes Schriftbild tritt trotz Linienpapier auf, und kann dann noch nicht mal in diesem gelieferten Programm korrigiert werden, wie das sonst in jedem Grafikprogramm möglich ist. Verwendet man dann aber ein solches Programm zur Korrektur in die Waagerechte, und meint nun könne man den Text importieren und übersetzen lassen, dann erlebt man dass das nicht geht. Soviel zum Gebrauchswert von Irisnotes mit Software.
  • Svn schrieb Uhr
    AW: Iris notes 1.0: Digitalkugelschreiber im Test

    Normaler Stift + Flachbettscanner halte ich für diesen Preis wesentlich flexibler.

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Iris notes 1.0: Digitalkugelschreiber im Test
Der Iris Notes Kugelschreiber erfasst handschriftliche Notizen auf herkömmlichem Papier und überträgt diese zu einem späteren Zeitpunkt an den Computer. Alternativ lässt er sich auch als Eingabegerät für Grafikprogramme verwenden.
http://www.netzwelt.de/news/80524-iris-notes-1-0-digitalkugelschreiber-test.html
2009-08-18 18:26:00
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2009/iris-pen-1250608798.jpg
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