Bessere Leistung durch Lithium-Ferrophosphat-Zellen
Sony: Neuer Akkutyp lädt in 30 Minuten
Sony stellt eine neue Akkutechnik vor: Die Batterien aus olivinem Lithium-Ferrophosphat sollen in 30 Minuten wieder aufgeladen sein. Daneben könnte die höhere Stabilität der Stromquellen auch zu weniger Rückrufaktionen seitens der Notebook-Hersteller führen.
Nach Angaben des japanischen Elektronik-Konzerns Sony lassen sich die neuen Akku-Zellen innerhalb von 30 Minuten auf 99 Prozent ihrer ursprünglichen Kapazität aufladen. Das ist nach Angaben des Herstellers doppelt so schnell wie bei der Vorgängergeneration. Außerdem soll die Lebensdauer der neuen Zellen um den Faktor vier höher sein als bei herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus.
Selbst nach 2.000 Entladezyklen sollen die Akkus noch über rund 80 Prozent der ursprünglichen Kapazität verfügen. Die Leistungsdichte der wiederaufladbaren Batterien liegt nach Herstellerangaben bei 1.800 Watt pro Kilogramm. Erzielt werden diese Verbesserungen durch ein neues Material für die Kathode. Als Material verwenden die Sony-Techniker olivines Lithium-Ferrophosphat. Olivin ist ein Mineral aus der Klasse der Silikate. Dieses zeichnet sich durch seine "robuste Kristallstruktur und stabile Leistung auch bei hohen Temperaturen" aus.
Notebooks und Handys erst später am Zug
Notebook-Anwender, die sich auf starke neue Akkus freuen, müssen sich allerdings noch gedulden. Sony will die neuen Akkus zuerst in motorgetriebenen Geräten, beispielsweise Werkzeugen, einsetzen. Die Auslieferung läuft schon seit Juni. Mobile Computer und Geräte aus dem Consumerbereich wie Mobiltelefone sind erst später am Zug.
Nicht der kleinste Vorteil der Sony-Technik ist die versprochene höhere Betriebssicherheit. Das ist eine gute Nachricht für Notebook-Besitzer, die immer wieder von Rückrufen der Hersteller wegen Überhitzungsgefahr der Akkus geplagt werden. Gerade ist der chinesische PC-Gigant Lenovo mit einer Rückrufaktion dran. Betroffen sind die Akkus der Thinkpad-Modelle R60/61, T60/61 sowie X60/61. Diese lassen sich unter Umständen nicht mehr aufladen.
Lenovo bietet daher ein Analyse-Tool zum Download an, das feststellt, ob der Akku ausgetauscht werden sollte. Ob das eigene Notebook dabei ist, können Anwender auf einer Supportseite von Lenovo ermitteln. Diese veröffentlicht die FRU-Teilenummern der betroffenen Modelle. Den entsprechenden Link finden Sie im Kasten "Links zum Artikel" unter diesem Beitrag.

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 4 Beiträge
Lithium ist ein recht reaktionsfreudiges Alkalimetall und die chemische Reaktion ist schwer zu kontrollieren. Nicht nur der Spiegel hat darüber berichtet. Informationen zu Lithium und...
in diesem Fall geht es wohl um ein Fehler in der Elektronik beim Auftreten dieses Fehlers wird der Akku nicht mehr geladen und es kommt zu unbegründeten Fehlermeldungen, was soll daran gefährlich sein ...
@googy Wie kommst Du auf diese These? In den Berichten wird von überhitzten Akkus geschrieben. Auch die Elektronik eines Akkus hat eine direkte Auswirkung auf dessen Sicherheit, denn sie ist...
Die Rückrufaktion von Lenovo bezieht sich nicht auf die Akkuzellen sodern auf die Akku-Elektronik. Das hat mit der Sicherheit der Akkus garnichts zu tun.