FreeBSD-Entwickler verklagt Lenovo wegen vorinstalliertem Vista
Lenovo: Verklagt wegen vorinstalliertem Microsoft Vista
Poul-Henning Kamp, ein Entwickler des kostenlosen Betriebssystems FreeBSD, reichte gegen den Computerhersteller Lenovo Klage ein. Kamp hatte ein Notebook gekauft, auf dem das Betriebssystem Microsoft Vista installiert war. Anschließend forderte der Entwickler Lenovo dazu auf, die Windows-Software gegen ein anderes Betriebssystem auszutauschen. Der Hersteller kam der Aufforderung nicht nach, Kamp zog vor Gericht.
Der FreeBSD-Entwickler Poul-Henning Kamp bestellte sich bei Lenovo das Business-Notebook Thinkpad T400 und wurde bei der Inbetriebname dazu aufgefordert, den Endbenutzer-Lizenzvertrag (EULA) für Microsoft Vista zu akzeptieren. Dieser besagt, dass der Käufer beim Computerhersteller den Kaufpreis für das Betriebssystem zurück verlangen kann, solange er der EULA nicht zustimmt. Da Kamp mit dem Betriebssystem nicht einverstanden war, wendete er sich an Lenovo und forderte den Hersteller zum Umtausch auf.
Lenovo verweigert Rückerstattung
Lenovo weigerte sich, Kamp den Kaufpreis für Vista zu erstatten. Der Kunde habe die Software in Verbindung mit dem Notebook erworben und könne deshalb nur das komplette Gerät zurückgeben. Da Kamp im Kaufvertrag mit Lenovo keine derartige Bedingung finden konnte, verklagte er den Hersteller am Donnerstag, dem 13. August, vor dem zuständigen dänischen Gericht in Lyngby.
Kamp steht als Hauptentwickler des freien unix-ähnlichen Betriebssystems FreeBSD mit Microsoft in Konkurrenz. Heise gegenüber gab Poul-Henning Kamp an, dass er die Angelegenheit über die Wettbewerbsregelungen der EU abwickeln werde, sofern das Gericht seiner Klage nicht stattgibt. Er hoffe allerdings, dass es dazu nicht komme.
In der Vergangenheit gab es ähnliche Klagen in Frankreich und Italien, bei denen die Hersteller Acer und Hewlett Packard dazu verurteilt wurden, den Wert der unerwünschten Software zurückzuerstatten. Das Brüsseler Globalisation Institute forderte bereits im September 2007 vor der EU-Kommision ein europaweites Verbot des Verkaufs von PCs mit installiertem Betriebssystem. Auch andere Unternehmen setzen sich für ein solches Verbot ein. Eine einheitliche gesetzliche Regelung steht noch aus.

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Die Diskussion, darüber was besser ist, Windows oder Linux ist Geschmackssache. Persönlich habe ich mich komplett von Microsoft Windows-Betriebssystemen verabschiedet. Ich sehe es einfach so, was Sicherheit angeht,...
Meine Güte, jetzt hast Du Dich wirklich innovativ ausgedrückt. :schild: Ist es allerdings mit Linux mittlerweile doch nicht so, dass man sich die benutzerfreundlichkeit der Windows-Systeme auch abschaut? Wenn...
"Die hirnrissige Argumentation von wegen der Sicherheit findet sich allerdings immer öfter in Kreisen, in denen Leute argumentieren, die nicht wirklich Ahnung von der Materie haben".... Bist du...
@Gelbsucht Wenn man kolektiv so denken würde, wie Du das hier schilderst, dann würden die Menschen komplett verblöden. Meinst Du wirklich, dass sich ein User auf Linux nicht spezialisieren kann? In...
Zitat: Das Brüsseler Globalisation Institute forderte bereits im September 2007 vor der EU-Kommision ein europaweites Verbot des Verkaufs von PCs mit installiertem Betriebssystem. Auch andere...