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Samsung WB 1000 im Test: Vielseitige Edelkamera
Digitale Kompakte mit Ultra-Weitwinkel und AMOLED-Anzeige

von Michael Eckl Uhr veröffentlicht

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Die Samsung WB 1000 steht an der Spitze von Samsungs Sortiment an digitalen Kompaktkameras. Der für diese Klasse unübliche Weitwinkelbereich macht die Kamera zusammen mit der manuellen Blendeneinstellung zum vielseitigen Begleiter für Hobbyfotografen. Das handliche Gerät zeigt außerdem gute Verarbeitung und ein hochwertiges Display, die Bildqualität liegt im oberen Standard.

Die Samsung WB 1000 steht an der Spitze von Samsungs Sortiment an digitalen Kompaktkameras. Der für diese Klasse unübliche Weitwinkelbereich macht die Kamera zusammen mit der manuellen Blendeneinstellung zum vielseitigen Begleiter für Hobbyfotografen. Das handliche Gerät zeigt außerdem gute Verarbeitung und ein hochwertiges Display, die Bildqualität liegt im oberen Mittelfeld.

Beim Einschalten der WB 1000 fällt als erstes die exzellente Anzeige auf: Die Gehäuserückseite ziert ein großer AMOLED-Bildschirm, die Anzeigediagonale misst drei Zoll. Das helle und farbstarke Display bleibt auch an sonnigen Tagen immer gut ablesbar, der hohe Betrachtungswinkel sorgt dafür, dass der Bildschirminhalt auch bei schräger Kamerahaltung gut erkennbar bleibt. Im Gegenzug muss der Fotograf auf einen optischen Sucher verzichten. Als weitere Besonderheit spendiert Samsung der Kamera noch zwei analoge Anzeigen für Batteriestand und Speicherplatz auf der Gehäuseoberseite.

Austattung und Menüführung

Der Bildsensor der Samsung WB 1000 bietet eine Auflösung von 12,2 Megapixeln im Seitenformat 4:3. Die maximale Bildgröße beträgt 4.000 x 3.000 Pixel für Fotos, Videos nimmt die Kompaktkamera mit Auflösungen bis zu 720p auf, das entspricht 1.208 x 720 Bildpunkten. Für die Aufnahmen zeichnet ein CCD-Sensor mit 10,9 Millimentern Diagonalmaß verantwortlich, die ISO-Empfindlichkeit liegt zwischen 80 und 3.200. Zum Vermeiden von Verwacklungen kommen ein optischer sowie ein digitaler Bildstabilisator zum Einsatz. Daneben unterstützt die Software der Kamera den Fotografen mit Aufnahmehilfen wie Gesichts- und Blinzelerkennung.

Als Objektiv verwendet Samsung bei der WB 1000 einen Schneider-Kreuznach-Linsenapparat mit 5-fachem optischem Zoom. Die Brennweite beträgt 4,3 bis 21,5 Millimeter, das entspricht 24 bis 120 Millimetern im Kleinbildformat. Dank der niedrigen Anfangsbrennweite bietet die Kamera bei Weitwinkelaufnahmen ein größeres Blickfeld als die meisten Konkurrenzmodelle. Das kommt zum Beispiel Aufnahmen von Gebäuden oder Innenräumen zu Gute. Allerdings treten bei sehr niedriger Brennweite teils erhebliche Bildverzerrungen auf.

Samsung WB 1000

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Als Objektiv verwendet Samsung bei der WB 1000 einen Schneider-Kreuznach-Linsenapparat mit 5-fach optischem Zoom. Die Brennweite beträgt 4,3 bis 22 Millimeter, das entspricht 24 bis 120 Millimeter im Kleinbildformat.

Für die korrekte Belichtung stehen zahlreiche Motivprogramme für beispielsweise Gegenlichtaufnahmen, Porträts oder Sportfotografie zur Wahl. Im Gegensatz zu vielen anderen Modellen gestattet die Kamera dem Fotografen auch, Belichtungszeit und Blende manuell einzustellen. Die Blendenwerte lassen sich dabei stufenweise zwischen 1:2,8 und 1:5,8 regulieren. Der schnelle Zugriff auf Blende, Belichtungszeit und Programme gelingt ohne Probleme. Auch die Menüsteuerung geht dank übersichtlich gestalteter Auswahllisten in der Regel gut von der Hand. Einige wichtige Einstellungen - etwa die ISO-Empfindlichkeit - liegen allerdings in Untermenüs versteckt.

Bedienung und Bildqualität

Die Bildqualität der WB1000 bewegt sich im guten Mittelfeld. Bei niedrigen Einstellungen für die Lichtempfindlichkeit - etwa bis ISO 200 - liefert die Kamera scharfe Bilder mit kräftigen Farben. Automatik und Halbautomatik wählen oftmals eine vergleichsweise niedrige Blende, sodass der Bildhintergrund mitunter etwas verwaschen wirken kann. Ab einer Aufnahmenempfindlichkeit von ISO 400 zeigen die meisten Aufnahmen allerdings starke Rauschentwicklung, sodass etliche Fotos auch für kleine Abzüge nicht mehr zu gebrauchen sind. Die Bildqualität der HD-Videos der Kamera fällt im Vergleich zu anderen Kompakten sehr gut aus, negativ fallen Bildverzögerungen beim Nachziehen und der zu langsam arbeitende Autofokus ins Auge. Im Fotobetrieb arbeitet der Autofokus - mit den üblichen Verzögerungen bei dunkler Umgebung - ohne Probleme.

>>> Download: Download: Testvideo als Originaldatei (AVCHD, 67MB)

Samsung WB 1000 Test

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Stativ-Aufnahme mit ISO 80, Halbautomatik, Zimmerbeleuchtung ohne Blitz.

Die Bedienung des Gerätes geht recht gut von der Hand. Der Auslöseknopf und das Stellrad für die unterschiedlichen Aufnahmearten erreicht auch ein Fotograf mit großen Händen ohne Schwierigkeit. Die beiden Schalter setzen dem Daumen gerade den richtigen Widerstand entgegen, ohne schwergängig zu wirken. Allerdings versenkten die Entwickler den Einschaltknopf etwas tief im Gehäuse - beim schnellen Druck auf den Taster kommt es vor, dass der Fotograf das Gerät danach uneingeschaltet in der Hand hält.

Die Zoomwippe befindet sich Samsung-typisch auf der Rückseite des Gehäuses. Das gut erreichbare Bedienteil glänzt durch präzise Reaktion. Die Bedienung des Wahlschalters auf der Gehäuserückseite hingegen gibt Anlass zur Kritik. Während die Scheibe als Stellrad für Blende und Belichtung gute Arbeit verrichtet, wirkt das Bedienteil zu leichtgängig für eine präzise Navigation in den Menüs. Auch der Schnellzugriff auf Blitz-, Selbstauslöser- und Makroeinstellungen gelingt Anwendern mit großen Händen nicht ohne Probleme.

Zubehör und Verarbeitung

Das Gehäuse der Kamera liegt dank mittlerem Gewicht und einer gummierten Grifffläche am rechten Gehäuserand gut in der Hand. Rechtshänder stellt die Bedienung mit nur einer Hand vor keine Probleme. Allerdings bringt die Einhandfotografie den eingebauten Bildstabilisator schnell an seine Grenzen: Zügig ausgelöste Schnappschüsse neigen schon bei zu hartem Druck auf die Auslösetaste zur Unschärfe.

Samsung WB 1000: Beim Einschalten der WB 1000 fällt als erstes der exzellente AMOLED-Bildschirm auf.

Bei der Fertigung von Abdeckungen und Gehäuse kommt hochwertig verarbeitetes Material zum Einsatz, was sich sowohl bei der Bedienung als auch beim Wechsel von Speicherkarte oder Akku angenehm bemerkbar macht. Lediglich die Menüwippe rechts neben dem Bildschirm wirkt zu leichtgängig. Als kleines Extra spendiert Samsung der WB1000 zwei analoge Anzeigen links neben dem Auslöseknopf. Die beiden unbeleuchteten, runden Fenster zeigen Batteriestand und verbleibenden Speicherplatz mit einer Tachonadel an. Im täglichen Einsatz wirkt diese Zugabe eher überflüssig, da das exzellente Display bei Bedarf die gleichen Informationen einblendet.

Als Speichermedium kommen SD- oder SDHC-Karten zum Einsatz, der Akku wird in der Kamera über den beiliegenden USB-Adapter direkt am Rechner oder über die Steckdose aufgeladen. Unpraktisch: das kurze USB-Kabel. Die USB-Schnittstelle findet auch beim Übertragen von Daten auf den Rechner Verwendung, allerdings erfolgt der Anschluss an der Kamera über einen Samsung-Stecker. Dadurch ist der Hobbyfotograf bei der Verkabelung auf Herstellerzubehör angewiesen. Im Gegenzug kommt die Kompaktkamera mit nur einer Steckverbindung aus, um per mitgeliefertem Videokabel oder optionaler HDMI-Dockingstation die Verbindung zum heimischen Fernseher oder Projektor aufzunehmen.

Samsung WB 1000: Als Objektiv kommt ein Schneider-Kreuznach-Linsenapparat mit 5-fach optischem Zoom zum Einsatz. Die Kamera bietet bei Weitwinkelaufnahmen ein größeres Blickfeld als die meisten Konkurrenzmodelle.

Fazit: Viel Leistung für viel Geld

Dank Ultra-Weitwinkelobjektiv, präzisem Zoom und manueller Blendeneinstellung zeigt sich die Samsung WB 1000 deutlich vielseitiger als die meisten anderen kompakten Digitalkameras. Auch der hervorragende Bildschirm und die gute Verarbeitung überzeugen. Allerdings stößt die Kamera gerade bei schlechten Belichtungsverhältnissen schnell an ihre Grenzen, was bei dem für diese Kameraklasse üblichen, kleinen Bildsensor nicht verwundert.

Bedienung und Menüführung wirken trotz kleiner Schwächen gelungen, die Qualität der Fotos liegt im oberen Mittelfeld der Kompaktklasse. Insgesamt zeigt sich die WB 1000 als vielseitiger Begleiter für Hobbyfotografen. Für gelegentliche Schnappschüsse für das Familienalbum ist das Edelgerät mit einem Preis von 399 Euro zwar zu teuer, dank starker Anzeige, Weitwinkelaufnahmen und manueller Blendeneinstellung bietet die Kamera aber auch jede Menge Leistung fürs Geld.

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Die Samsung WB 1000 steht an der Spitze von Samsungs Sortiment an digitalen Kompaktkameras. Der für diese Klasse unübliche Weitwinkelbereich macht die Kamera zusammen mit der manuellen Blendeneinstellung zum vielseitigen Begleiter für Hobbyfotografen. Das handliche Gerät zeigt außerdem gute Verarbeitung und ein hochwertiges Display, die Bildqualität liegt im oberen Standard.

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Samsung WB 1000 im Test: Vielseitige Edelkamera
Die Samsung WB 1000 bietet einen für die digitale Kompaktklasse unüblichen Weitwinkelbereich. Das macht die Kamera zusammen mit der manuellen Blendeneinstellung zum vielseitigen Begleiter für Hobbyfotografen.
http://www.netzwelt.de/news/80487-samsung-wb-1000-test-vielseitige-edelkamera.html
2009-08-14 15:15:00
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/gallery/2009/2731/19605.jpg
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