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Twitter: Von Volksopern und Schwangerschafts-Wehen

Twitter: Von Volksopern und Schwangerschafts-Wehen Das Londoner Royal Opera House plant, im September eine Twitter-Oper aufzuführen. Mittels Kurznachrichten können Twitter-Nutzer zum Libretto, dem Text der Oper, beitragen. Das Musikstück soll demnächst in London aufgeführt werden. Melodien von bekannten Werken wie der "Götterdämmerung" oder "Don Giovanni" sollen dabei als musikalische Grundlage dienen.

"Eine Oper des Volkes"

Das Royal Opera House (ROH) gab gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) an, dass bereits im September die erste Aufführung stattfinden solle. Nach Angaben des Opernhauses soll das Projekt den Teilnehmer gestatten, am kreativen Entstehungsprozess einer Oper mitzuwirken. "Es ist die Oper des Volkes und eine perfekte Art und Weise, wie jeder an dem Einfallsreichtum der Oper teilhaben kann", sagte Alison Duthie von der Royal Opera gegenüber dpa. Mit einem "Tweet", einer Twitter-Kurznachricht, kann jeder Twitter-Nutzer seine Idee an das ROH schicken und somit seinen Beitrag zum Entstehungsprozess des Werkes leisten.

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Die nach Duthies Angaben "etwas verrückte" erste Szene wurde bereits fertig gestellt. Der Inhalt klingt außergewöhnlich: Die Szene handelt von rachsüchtigen Vögeln, roten Katzen und einer mysteriösen Frau in einem Biochemie-Labor. Die Erstaufführung des Werkes ist für den 5. September dieses Jahres geplant.

"Dear Twitter, My water broke."

Dass sich der Microblogging-Dienst Twitter nicht nur zum Komponieren von Opern eignet, zeigt das Beispiel von Sara Morishige Williams. Die Frau des amerikanischen Twitter-CEO Evan Williams twitterte sogar während ihrer Wehen. Früh am heutigen Dienstagmorgen teilte sie der Twitter-Gemeinde mit dem Worten "Dear Twitter, My water broke" mit, dass ihre Fruchtblase geplatzt sei. Anschließend verkündete die werdende Mutter der Twitter-Welt, dass sie die Abstände ihrer Schwangerschaftswehen nun mit Hilfe einer iPhone-Applikation messe.

Ende letzten Jahres hat der New Yorker Internet-Programmierer Corey Menscher den "Kickbee" entwickelt. Das Gerät wird um den Bauch der Mutter gebunden. Anschließend versendet der Kickbee bei jeder spürbaren Bewegung des Babys einen Tweet in die Weiten des Internet. Bislang liegen allerdings noch keine Berichte vor, ob Sara Morishige Williams von dem Gerät Gebrauch gemacht hat.

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