Netzwelt-Wissen: PDF

Die verschiedenen Versionen von PDF

Seit dem Jahr 2001 hat die Internationale Organisation für Normung (ISO) verschiedene Standards aus Adobes PDF abgeleitet. So ist PDF/X beispielsweise das genormte Format für Druckvorlagen, während PDF/A für die Archivierung gilt. PDF/E ist für technische Dokumente in den Bereichen Ingenieurswesen, Architektur und Geo-Informationssysteme bestimmt, PDF/H für das Gesundheitswesen. Am 1. Juli 2008 hat die ISO den kompletten PDF-Standard in der Version 1.7 als "ISO 32000" genormt.

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Mit dem Projekt "Mars" verfolgt Adobe nun einen neuen Ansatz: Um das Format weiter zu öffnen, versucht Adobe, PDF in einer XML-basierten Version umzusetzen. Dabei sollen bestehende Standards genutzt werden. So soll beispielsweise der W3C-Standard SVG als Basis für Vektorgrafiken, PNG, JPEG, und JPEG 2000 für Pixelbilder, OpenType für Schriftarten und XPath für Abfragen verwendet werden. Statt in einer einzelnen Binärdatei werden die Daten in einem ZIP-Archiv gespeichert und komprimiert.

Der Konkurrent: OpenXPS

Microsoft versucht seit dem Jahr 2006 mit der Open XML Paper Specification (OpenXPS) einen Gegenstandard zu Adobes PDF zu etablieren. Wie der Name andeutet, ist das Format wie Mars XML-basiert und nutzt ZIP-Archive zur Kompression. OpenXPS bietet ähnliche, aber nicht identische Möglichkeiten wie PDF. Das Format hat sich Microsoft von der privaten Organisation ECMA International normen lassen. Die Untersützung für OpenXPS ist abseits von Microsofts Produkten bisher jedoch gering.

Praxis-Tipp: PDF-Dokumente erstellen und anzeigen

Um ein Dokument als PDF zu speichern, gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten. Als Profi-Anwendung gilt Adobe Acrobat. Die Software kostet einige Hundert Euro. Die meisten Anwender kommen aber mit deutlich günstigeren Lösungen aus: OpenOffice.org bietet von Hause aus eine Export-Option für PDF. Für Microsofts Office-Suite wird ein Add-On benötigt, das die Funktion nachrüstet. Zudem gibt es Anwendungen, die sich als "PDF-Drucker" in Windows integrieren. Beispiele dafür sind die Shareware pdfFactory und der kostenlose PDFCreator.

Benutzer von Mac OS X müssen sich um PDF-Unterstützung keine Gedanken machen: Apple hat dem System eine standardmäßige Unterstützung verbaut. Dokumente kann der Anwender aus jedem Mac-Programm heraus speichern. Um PDF-Dokumente anzuzeigen, kann der Mac-Nutzer die "Vorschau" verwenden.

Der Adobe Reader ist für verschiedene Betriebssysteme erhältlich und bietet die umfangreichste Unterstützung für das PDF-Format. Allerdings beklagen viele Anwender seine Schwerfälligkeit und zahlreichen Sicherheitslücken. Als Alternative ist unter Windows-Anwendern der Foxit Reader beliebt. Beide Programme nisten sich auch als Erweiterung in gängigen Webbrowser ein, sodass der Anwender PDF-Dokumente aus dem Internet ohne weitere Zusatzprogramme öffnen kann.

Der andere Weg: PDF bearbeiten

Obwohl PDF nicht dafür gedacht ist, lassen sich Dokumente in diesem Format auch nachträglich bearbeiten und in andere Formate umwandeln. Dabei kann das Originallayout jedoch nur selten vollständig erhalten werden. Zudem muss der Anwender in den meisten Fällen mit Datenverlusten bei Vektorgrafiken rechnen. In einem Vergleich hat netzwelt verschiedene Programme zum Bearbeiten von PDF-Dateien getestet.

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