Medien-Mogul kündigt "Pay-Per-View"-Modell für Nachrichten an
Online-Medien: Murdoch-Zeitungen nur gegen Gebühr (Update)
Rupert Murdoch, Milliardär und Medien-Tycoon, will für die Inhalte seiner Online-Zeitungen ein Bezahlsystem einführen. Nach Aussage der Zeitung "Guardian" aus England sollen Online-Leser schon ab nächstem Sommer für den "Qualitätsjournalismus" aus dem Murdoch-Imperium zur Kasse gebeten werden.
Das Update vom 14. August finden Sie am Ende des Artikels.
Inhaltsverzeichnis
- 1"Qualitätsjournalismus kostet Geld"
- 2Media Corporation in roten Zahlen
- 3Update vom 14. August: Springer plant Bezahlinhalte
Der australische Medienunternehmer Murdoch ist Vorstandsvorsitzender und Gründer der News Corporation. Die News Corporation zählt zu den weltgrößten Medienkonglomeraten und hält Beteiligungen an großen Zeitungen wie "The Sun", "Times" und dem "Wall Street Journal". Zudem gehören das Unterhaltungsportal "IGN Entertainment" und das Netzwerk "MySpace" auch zum Murdoch-Imperium.
"Qualitätsjournalismus kostet Geld"
Murdoch betonte dem "Guardian" gegenüber, dass Qualitätsjournalismus Geld koste. Die digitale Revolution habe zwar neue und kostengünstige Vertriebskanäle geschaffen, was allerdings nicht bedeute, dass jegliche Online-Inhalte kostenlos seien. Für das Lesen von Internet-Medien der News Corporation in digitaler Form sollen daher in Zukunft Gebühren anfallen.
Als Bezahlkonzept schwebt Murdoch nach eigenen Angaben ein "Pay-Per-View"-Modell vor. Kurz gesagt: Der Nutzer zahlt im Gegensatz zu Abonnement-Modellen nur für die Inhalte, die er sich auch tatsächlich ansieht. Nach Murdochs Ansicht werden andere Medienunternehmen nachziehen, sobald sein Geschäftskonzept Erfolg zeigt. Die Online-Ausgabe des Wirtschaftsblatts "Wall Street Journal" setzt bereits jetzt auf ein großteils kostenpflichtiges Abo-Angebot.
Media Corporation in roten Zahlen
Grund für Murdochs Interesse am Anbieten kostenpflichtiger Inhalte könnten die starken Umsatzrückgänge der News Corporation sein. Das Ende Juni abgeschlossene Geschäftsquartal zeigt 203 Millionen Dollar Verlust und um rund elf Prozent niederigere Umsätze von insgesamt knapp 7,7 Milliarden Dollar. Rote Zahlen hatte vor allem das Online-Portal MySpace geschrieben.
Update vom 14. August: Springer plant Bezahlinhalte
Der Axel Springer-Verlag plant ebenfalls, kostenpflichtige Online-Inhalte einzuführen. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Spiegel Online". Springer-Chef Mathias Döpfner sagte dem Magazin, dass der Konzern derzeit an einer iPhone-Applikation arbeite, die den Zugang zu welt.mobil, bild.mobil und computerbild.mobil nur noch gegen Bezahlung gestattet. Döpfner möchte so zusätzliche Einnahmequellen erschließen.

Ein Murdoch hat an mir noch nichts verdient - und wird es auch nicht tun. Auf "Guardian" & Co. kann ich gut verzichten. Eine Bild-Zeitung ist schon zuviel. :(
Wenn McMurdoch ( ;) unbedingt die Reichweite seiner Propaganda- und Volksverdummungs Einrichtungen drastisch reduzieren will, ich werde mich hüten, mich darüber zu beschweren. Zum Glück kann niemand...
Das haben wir nun davon. Die News-Corp. ist im Grunde viel zu mächtig und auf dem Wege dahin, ein Monopol zu entwickeln. Aber falls sich die Leute von der News-Corp. abwenden, wird es all denen, die nicht nur darauf...