Notebook mit brisanten Daten entwendet
Laptop-Diebstahl: Christoph Daum wird erpresst
Vor einer Woche wurde das Laptop von Christoph Daum am Düsseldorfer Flughafen entwendet. Jetzt meldeten sich die Diebe bei der Ex-Frau des ehamaligen Trainers des 1. FC Köln und fordern 100.000 Euro. Falls Daum nicht zahlt, wollen sie sensible Daten aus dem Trainer-Notebook an die Öffentlichkeit bringen.
Auf dem tragbaren Computer des Fußball-Trainers sind brisante Informationen gespeichert - etwa der Wortlaut von Daums Vertrag mit dem türkischen Fußballklub Fenerbahce, Telefonnummern von wichtigen Spielern und Beratern aus der Fußballszene, Trainingspläne und nicht zuletzt ein Entwurf für Daums Testament.
Am 28. Juni entwendeten Diebe das Handgepäck des zunkünftigen Fenerbahce-Trainers, während dieser am Düsseldorfer Flughafen mit der Gepäckaufgabe beschäftigt war. Die ganze Aktion sei "blitzschnell" von statten gegangen, sagt Daum gegenüber der "Bild-Zeitung". Nun bestätigen sch die Befürchtungen des Blattes: Die sensiblen Daten befinden sich in den Händen von Erpressern.
100.000 Euro Lösegeld gefordert
Die Erpresser meldeten sich zunächst bei Daums Ex-Frau Ursel Daum, die anschließend den Kontakt zu Daum herstellte. Nach Angaben der Kölner Zeitung "Express" stammelte ein Anrufer mit osteuropäischem Dialekt der ehemaligen Trainergattin die Worte "Laptop, Laptop" ins Ohr. Inzwischen haben nach Informationen des Kölner "Express" die ersten Gespräche zwischen Daum und den Erpressern stattgefunden. Daum habe gelassen auf die Situation reagiert und sich lediglich bereit erklärt, den Männern einen Finderlohn zu geben, wenn sie den Laptop wohlbehalten zurück brächten.
Inzwischen hat Daum Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet und seinen Anwalt, Dr. Stefan Seitz, eingeschaltet. Der Anwalt stellte klar, dass jegliche Veröffentlichung oder Verbreitung von Daums privaten Daten strafrechtliche Konsequenzen haben werde. "Da die Informationen auf dem Laptop passwortgeschützt sind, wäre bereits das Knacken des Passworts eine Straftat. Außerdem handelt es sich um einen Verstoß gegen den Datenschutz" sagte Seitz dem "Express" gegenüber. Daum dem "Express" gegenüber lediglich: "Ich hoffe, dass ich das Laptop zurück bekomme. Dann ist die Sache für mich erledigt."
Netzwelt hat in der Vergangenheit schon Diebstahlsicherungen für Flughäfen und viel besuchte Orte getestet. Speziell der Blue Watchdog hätte Christoph Daum unter Umständen Ärger ersparen können. Den Testbericht finden Sie hier.
- Download: A.L.A.R.M
- Download: Laptop Alarm
- Fujitsu: Notebook-Sicherheit per Funkbefehl
- Gadget Globus: Designer-Laptop mit zwei Touchscreens
- Tel Aviv: Drei Kugeln für ein MacBook
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Kommentare: Laptop-Diebstahl: Christoph Daum wird erpresst (3)
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Thema: News - Laptop-Diebstahl: Christoph Daum wird erpresst
04.08.09 19:06
Die Polizei sollte mal ein Bayernmitglied mit Vornamen Uli überprüfen.
04.08.09 21:11
"Diebstahlsicherungen für Flughäfen"?!? tsss...
naja, der Einsatz von TrueCrypt hätte den Wert des gestohlenen Netbooks für die Diebe auch drastisch reduziert...
06.08.09 18:22
Nicht nur der Einsatz von TrueCrypt, auch sollte man seine wichtigen Daten zusätzlich auf einen externen Datenträger auslagern. Dazu hab ich mir vor kurzer Zeit eine High Security Festplatte von Digittrade geholt. Bei dieser externen 2,5" Festplatte wird der Zugriff durch eine Smartcard und eine PIN-Abfrage gesichert. Auch werden die Daten nach AES 128 Bit verschlüsselt. Dies ist nicht nur meiner Meinung nach die derzeit sicherste Lösung.