D-Link DIR-685: WLAN-Router mit Touchscreen im Test
Elektronischer Bilderrahmen und Internet-Funktionen
Das äußerlich markanteste Merkmal des DIR-685 ist der integrierte elektronische Bilderrahmen. Über diesen holt sich der Anwender auf Wunsch Diashows, RSS-Feeds, Internet-Nachrichten oder Wettervorhersagen auf das Router-Display. Zur Nutzung der Internet-Anzeige ist - neben einem zusätzlichen DSL-Modem - die Registrierung auf Framechannel notwendig. Der kostenlose Online-Sevice erstellt und verwaltet die Informationsdienste. Dafür benötigt der Anwender einen Aktivierungsschlüssel, der nach dem Aufrufen der Framechannel-Funktion auf der Anzeigetafel des Routers bereitgestellt wird.
Im Test klappte die Registrierung und Einrichtung von Kanälen über die Webseite problemlos. Nachrichten der New York Times oder der BBC, Wettervorhersagen, Fotos aus sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter, auch der RSS-Feed von Netzwelt erscheinen fortan auf dem Router-Display. Wer seine eigenen Bilder publizieren möchte, kann einen entsprechenden Kanal einrichten und öffentlich zur Verfügung stellen. Andere Framechannel-Nutzer holen sich dessen Inhalte dann auf Wunsch aufs Display ihres Routers.
Praktisch: Auf der Framechannel-Webseite stellt der Nutzer die Anzeigedauer und die -häufigkeit für die einzelnen Kanäle ein. Auch Zufallswiedergabe und die Abspielzeit morgens, mittags, abends, ganze Woche, wochentags, am Wochenende stehen zur Auswahl.
Fazit: Viele Funktionen für viel Geld
Der D-Link DIR-685 ist eine echte Überraschung auf dem Router-Markt. Dank des aufrecht stehenden Gehäuses, des berührungsempfindlichen Displays und der Online-Anbindung avanciert er zum Entertainment-Talent. Allerdings dürften Display und Internet-Dienste für viele Anwender nur schmückendes Beiwerk sein. Schließlich lesen sich Nachrichten besser am Bildschirm als am Router, und viele Heimanwender werden nur bei der Ersteinrichtung ihres Heimnetzes in Kontakt mit der gelungenen Menüführung kommen.
Ob sich der Kauf des DIR-685 lohnt, hängt daher im Wesentlichen davon ab, ob der Nutzer einen Netzwerkspeicher benötigt und Peripheriegeräte wie Drucker und Scanner im LAN freigeben möchte. In ähnlicher Form bringen diese Funktionen allerdings auch günstigere Geräte mit. Unter dem Strich bietet der DIR-685 ein ansprechendes Bedienkonzept und solide Router-Funktionen, das Gerät ist mit einem Verkaufspreis von 349 Euro aber letzendlich zu teuer. Nutzern, die Wert auf die Internet- und NAS-Dienste legen, entstehen für die Anschaffung von NAS-Festplatte und gegebenenfalls DSL-Modem zusätzliche Kosten.
| D-Link DIR-685 | |
|---|---|
| Abmessungen | 17 x 12 x 3 cm |
| Bildschirm | 3,2" Display |
| WLAN | 802.11a/b/g/n |
| Verschlüsselung | WPA/WPA2/WPS |
| WAN/LAN | 1x 10/100/1000 Mbit/s WAN Port, 4x 10/100/1000 Mbit/s LAN Ports |
| Weitere Anschlüsse | 2 x USB 2.0, Festplatteneinschub für NAS-Speicher |
| Konfigurationsmöglichkeiten | u.a. NAT- und SPI-Firewall, UPnP, VPN-Passthrough, Client Isolation für WLAN, Mac-Filter, Exposed Host |
| Preis | ca. 349 Euro |
Links zum Thema
- Webseite von D-Link
- Klonkrieger im Test: T-Com-Router Speedport W 900V
- Hardware vom DSL-Provider - Wo gibt es was?
