Große und kleine Schwestern für Einsteiger und Semiprofis
Nikon: Neue Spiegelreflex-Kameras D3000 und D300S
Mit der D3000 und D300S hat der japanische Kamerahersteller Nikon am Freitag zwei neue digitale Spiegelreflexkameras vorgestellt. Während die D3000 als Einstiegsmodell plaziert wird, richtet sich die D300S an semi-professionelle Fotografen. Zudem bietet sie die Möglichkeit, hochauflösende Videos im 720p-Format aufzunehmen.
Beide Kameras besitzen Bildsensoren in Nikons DX-Format. Mit Abmessungen von 24 mal 16 Millimetern sind die Sensoren um rund ein Drittel kleiner als Kleinbildsensoren. Die D300S kommt mit vergleichsweise kompakten Gehäuseabmessungen. Der CMOS-Sensor löst mit 12,3 Megapixeln und 14 Bit pro Farbkanal auf. Serienaufnahmen sind mit bis zu sieben Bildern pro Sekunde möglich; bei Verwendung eines aufpreispflichtigen Multifunktions-Handgriffs erhöht sich die Zahl auf Acht. Damit übertrifft die D300S die Konkurrentin EOS-50D aus dem Hause Canon, die maximal 6,3 Bilder je Sekunde liefert - allerdings bei einer höheren Bildauflösung.
Zwei neue Schwestern: Nikon D300S und D3000 (von links, Quelle: Nikon)
Die größte Neuerung der D300S gegenüber ihrer Vorgängerin ist die Videofunktion. Damit sind HD-Aufnahmen mit einer Auflösung von 1.280 mal 720 Pixeln und einer Bildwiederholungsrate von 24 Bildern pro Sekunde möglich. Die Aufnahmen können über den integrierten HDMI-Ausgang abgespielt werden. Mit einem passenden externen Mikrofon kann der Benutzer Stereoton aufnehmen. Zum Speichern stehen Slots für CompactFlash- und Secure-Digital-Karten (SD) bereit.
Nikon verkauft die D300S ab Ende August zum Preis von 1.830 Euro. Im Paket mit dem passenden Standardobjektiv "AFS DX VR Nikkor 16-85 mm 1:3,5-4,5" steigt der Preis auf 2.370 Euro. Alternativ bietet Nikon mit dem AF-S DX VR Nikkor 18-200 mm 1:3,5-5,6G ED II" auch ein Superzoom-Objektiv, dass zusammen mit dem Kameragehäuse für 2.480 Euro erhältlich sein wird.
Neue Einsteigerkamera ohne Video und Livebild
Die neue Einstiegskamera D3000 ist nicht unter der D300S sondern auch unter der D5000 platziert, welche Nikon im April veröffentlichte. Käufer müssen auf Videoaufnahmen verzichten. Auch der bei heutigen Spiegelreflexkameras gängige Livebild-Modus fehlt. Die Kamera besitzt einen Bildsensor mit 10,2 Megapixeln Auflösung. Serienaufnahmen sind mit maximal drei Bildern pro Sekunde möglich. Besonders Einsteigern in die digitale Spiegelreflex-Fotografie versucht Nikon mit einem neuen Hilfemodus unter die Arme zu greifen. Dieser erklärt mit großer Schrift und Symbolen die Funktionen der Kamera.
Da der Kamera ein eingebauter Autofokus-Motor fehlt, sollten Käufer bei der Wahl eines Objektives darauf achten, dass dieses einen eigenen Autofokus mitbringt. Ansonsten ist nur eine manuelle Fokussierung möglich. Als Speichermedien nutzt die D3000 ausschließlich SD- beziehungsweise SDHC-Karten.
Die D3000 ist ebenfalls ab Ende August 2009 für rund 450 Euro erhältlich. Ein Paket mit dem Standardobjektiv "AF-S DX Nikkor 18-55mm/3,5-5,6G ED II" kostet 80 Euro mehr. Dieses Objektiv hat einen Autofokus-Motor eingebaut.
