Musikdienste im Test: Napster
Suche: Stark im Raten und Filtern
Beim Stöbern nach Musiktiteln kann der Nutzer die Suche sowohl im Vorfeld als auch im Nachhinein nach den Kategorien "Künstler", "Album", "Titel" und "Username" einschränken. Auch bei Hunderten von Ergebnissen zeigt die Suchmaschine zunächst nur eine Auswahl aus zehn Artikeln an.
Meist sind die gesuchten Titel bereits in den obersten Rängen vertreten. Durch einen Klick auf den entsprechenden Link können bei Bedarf weitere Suchergebnisse angezeigt werden. Zusätzliche Filter erlauben dem Nutzer, lange Listen nach Veröffentlichungsdatum, Künstler, Album, Titel und Länge zu ordnen. In der Ergebnisliste zu "Künstlern" können mit einem Klick alle bekannten Titel des Interpreten vorgehört werden.

Suche gefiltert nach Künstler, Album, Titel und Username
Bei falsch geschriebenen Suchbegriffen gibt die Suchmaschine in der Regel einen naheliegenden Vorschlag für das korrekte Suchwort ab. Die vorgeschlagenen Begriffe stimmen allerdings nicht immer mit dem gesuchten Produkt überein. Bei mehrteiligen Begriffen ist die Trefferquote entsprechend höher.
Bezahlung: Übliche Zahlungsverfahren
Die Bezahlung beim Einkauf im Napster-Shop erfolgt wahlweise über Kreditkarte oder die Bezahldienste PayPal und ClickandBuy. Überweisungen per elektronischem Lastschriftverfahren sind ebenfalls möglich. Dafür gibt der Käufer bei der Anmeldung einfach seine Bankdaten an.
Service: Wünsch dir was
Die Hilfe-Rubrik der Napster-Seite beantwortet Fragen zum Benutzerkonto, fasst häufig gestellte Fragen und Vorgehen zur Problembehebung zusammen. Nutzer können hier außerdem Anmerkungen und Musikwünsche hinterlassen. Die Kontaktaufnahme per E-Mail oder Telefon bietet der Shop ebenfalls an.
Unternehmen
1998 rief der Programmierer Shawn Fanning den Napster-Dienst ins Leben. Kurze Zeit später entwickelte sich das Angebot zu einer beliebten Musiktauschbörse. Schon bald folgten Klagen aus der Musikindustrie, dass der Datenaustausch gegen die Urheberrechte verstoße.
Im Jahr 2000 kaufte sich der Medienkonzern Bertelsmann in Napster ein, mit der Absicht das Geschäftskonzept zu einem kostenpflichtigen Angebot hin zu verändern. Napster erhielt 2001 die Auflage urheberrechtlich geschützte Inhalte zu filtern, was allerdings nicht funktionierte. Weil keine Einigung mit der Musikindustrie zu Stande kam, wurde der Betrieb von Napster 2001 eingestellt.
Im November 2002 kaufte die Softwarefirma Roxio die ehemalige Tauschbörse. Die Rückkehr von Napster erfolgte mit einem neuen Konzept: Seit 2003 ist Napster mit einem kostenpflichtigen Download-Angebot und Abonnement-System wieder online.
Fazit
Napster bietet einen großen, genreübergreifenden Musikkatalog mit über acht Millionen Songs und 750.000 Alben. Die Bedienung des Musikdienstes geht in der Regel leicht von der Hand, gekaufte Dateien können unbegrenzt gebrannt und synchronisiert werden. Informationen zu Künstlern und Alben laden zusammen mit zahlreichen Empfehlungen dazu ein, neue Musik zu entdecken. Allerdings stehen zahlreiche Texte nur auf Englisch zur Verfügung.
Schwächen zeigt der Musikdienst beim Anmeldeprozess, der Erstnutzer des "Light"-Tarifs im Regen stehen lässt. Auch die Preisauszeichnung der einzelnen Artikel wirkt umständlich. Für Downloads und Brennvorgänge benötigt der Kunde zudem das Napster-Programm. Nutzer der Flatrates dürfen nicht vergessen, dass heruntergeladene Songs nach Ablauf des Abonnements nicht mehr wiedergegeben werden können.
