Apple schließt mehrere Programme mit Google Voice-Unterstützung aus
Apple: Google Voice aus AppStore entfernt (Update)
Das Programm GV Mobile, das den Telefondienst Google Voice für das iPhone sowie Adroid- und Blackberry-Smartphones bereitstellt, wurde von Apple aus dem AppStore entfernt. Kritiker vermuten Apples Exklusiv-Partner AT&T als treibende Kraft hinter der Löschaktion. Nun ermittelt die US-Regulierungsbehörde.
Die Updates vom 3. und 10. August finden Sie am Ende des Artikels.
Inhaltsverzeichnis
- 1Gleiche Funktionen wie iPhone-Betriebssystem
- 2AT&T weist Anschuldigungen zurück
- 3Veröffentlichung bei anderem Anbieter
- 4Update vom 3. August: Regulierungsbehörde ermittelt
- 5Update vom 10. August: Google versucht Sperre zu umgehen
Google Voice wurde ursprünglich unter dem Namen "GrandCentral" entwickelt und ermöglicht seinen Nutzern, unter einer einzigen Nummer auf allen stationären und mobilen Telefonen erreichbar zu sein. Außerdem lassen sich über den Dienst kostenlose SMS versenden und kostengünstige Ferngespräche führen. Ein integrierter Anrufbeantworter ist online abrufbar, das Programm gestattet außerdem das Speichern von SMS und das Aufnehmen von Anrufen. Der kürzlich vorgestellte Dienst ist vorerst nur in den USA und auf Einladung verfügbar.
Gleiche Funktionen wie iPhone-Betriebssystem
Vor etwa sechs Wochen wurde GV Mobile bei Apple zur Aufnahmen in den AppStore eingereicht. Am Montag erhielt Sean Kovacs, Entwickler von GV Mobile, eine Absage des Konzerns aus Cupertino. Das Programm sei entfernt worden, weil es teilweise die gleichen Funktionen wie das iPhone-Betriebssystem zu Verfügung stelle. Dazu zählten nach Ansicht von Apple etwa das Verschicken von Textnachrichten und das Führen von Telefonanrufen. Mit der Entfernung des Programms löschte Apple auch weitere Programme, die den Google Voice-Dienst unterstützen.
Gegenüber dem amerikanischen Blog TechCrunch erklärte Google: "Wir wollen weiter daran arbeiten, unsere Services auch für iPhone-Nutzer zugänglich zu machen - beispielsweise indem wir uns die Möglichkeiten moderner Browser zunutze machen." Unklar ist, warum Anbieter wie Google keine Genehmigung für die Veröffentlichung ihrer Programme in Apples AppStore bekommen.

T-Mobile will eine Voice-over-IP-Option für Vertragskunden einführen. Das Angebot steht ab dem Sommer in den Tariffamilien Combi und Complete zur Verfügung und ist zu Preisen ab zehn Euro erhältlich. Internet-Telefonie-Dienste im UMTS-Netz hatte T-Mobile in der Vergangenheit blockiert.
Das Mobilfunkunternehmen O2 öffnet sein Netz für Voice over IP. Alle O2-Kunden können damit ab sofort Internettelefonie-Dienste wie Skype auf dem Handy nutzen. Voraussetzung ist lediglich ein UMTS-Datentarif des Anbieters, den O2 unter dem Namen "Internet Pack" mit verschiedenen Datenvolumen zur Verfügung stellt.
Ungeachtet negativer Schlagzeilen zum Freigabeprozess von Apples AppStore können Entwickler von iPhone-Apps mit Apples Online-Geschäft viel Geld verdienen: Apple verkauft nach einer Studie des kalifornischen Unternehmens Admob im AppStore jährlich Programme im Wert von 2,4 Milliarden Dollar. 1,7 Milliarden davon gehen an die Entwickler.
Als erste iPhone-Anwendung gestattet der Multi-Messenger Fring Videotelefonie auf dem Apple-Smartphone - wenn auch mit einigen Einschränkungen. Das Programm greift dafür auf den Dienst Skype live zurück, um die bewegten Bilder des Gesprächspartners zu übertragen. Die Anwendung steht auch für Mobiltelefone anderer Hersteller kostenlos zur Verfügung.
Oft hat Apple vielversprechende Programme nicht im AppStore zugelassen oder nachträglich entfernt. Damit wird der IT-Gigant immer mehr zum Risiko für Entwickler und Medienkonzerne. Netzwelt zeigt, welche Programme in Cupertino bisher auf Ablehnung gestoßen sind – und warum.
Einem 15-jährigen Programmierer ist es gelungen, ein auf den ersten Blick harmloses Programm, das es allerdings faustdick hinter den Ohren hat, in Apples AppStore einzuschleusen. "Handy Light" ermöglicht die Nutzung von Tethering.
Googles Ortungsdienst Latitude steht nun auch als App für iPhone, iPod touch und iPad zur Verfügung. Apple Nutzer müssen nun nicht mehr auf die Latitude Webseite zurückgreifen.




