Vorschlag bei EU-Kommision eingereicht

Microsoft: Windows bietet Browser-Wechsel an (Update)

Microsoft: Windows bietet Browser-Wechsel an (Update) Das amerikanische Softwareunternehmen Microsoft hat sich dem Druck der EU-Kommission gebeugt: In Zukunft will das Redmonder Unternehmen allen Nutzern der Microsoft-Windows-Betriebssysteme per Software-Update die einfache Installation aller gängigen Interntet-Browser gestatten. Das Update vom 3. August finden Sie am Ende des Artikels.

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Per Update zum neuen Browser
  2. 2Der Hintergrund des Browserstreits
  3. 3Update vom 3. August: Europa-Windows mit Internetbrowser

Damit sinkt für Windows-Nutzer die Hürde, einen Konkurrenz-Browser zu Microsofts Internet Explorer zu installieren. Die Wettbewerbshüter in Brüssel bestätigten, dass Microsoft einen entsprechenden Vorschlag unterbreitet hat.

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Per Update zum neuen Browser

Nach Angaben von Microsoft soll dazu ein entsprechendes Programm in den Windows-Update-Prozess eingebunden werden. Als Ergebnis stelle jede neuere Windows-Version dem Anwender einmalig vor die Wahl, einen anderen Internetbrowser als den Internet Explorer zu nutzen.

Eine Liste mit alternativen Browsern soll diese Auswahl erleichtern. So könnten in Zukunft Mozilla Firefox, Google Chrome, Safari oder auch Opera mit nur wenigen Mausklicks den Weg auf Windows-Systeme finden. Auf Wunsch entferne das Programm zudem den Internet Explorer aus dem Betriebssytem.

Der Hintergrund des Browserstreits

Microsoft steht seit Jahren in der Kritik, seine marktbeherrschende Stellung missbraucht zu haben. Stein des Anstoßes: Das Unternehmen hat sein Betriebssystem Windows nur gebündelt mit dem Browser Internet Explorer verkauft. Fasst man alle bis heute gegen Microsoft verhängten Kartellstrafen zusammen, belaufen sich die Bußgelder gegen das Unternehmen auf knapp 1,7 Milliarden Euro.

Schon im Juni diesen Jahres kündigte Microsoft an, dass die kommende Windows-Version 7 ohne Browser auf den Markt kommen werde. Diese Windows-Version trägt für Europa den Arbeitstitel "Windows 7 E". Die EU-Kommission reagierte nicht positiv, da nach Ansicht der Wettbewerbshüter "kein Browser" auch keine Lösung darstelle.

Der aktuelle Vorschlag von Microsoft hingegen erntete positive Resonanz in Brüssel. Der Entwurf liegt der Kommission derzeit noch zur Prüfung vor. Laut dpa-Berichten knüpft Microsoft die Umsetzung des Vorschlages allerdings an eine Bedingung: Laufende Bußgeldverfahren sollen eingestellt werden.

Update vom 3. August: Europa-Windows mit Internetbrowser

Am Wochenende hat Microsoft bestätigt, dass es in Europa keine Windows 7 E-Version geben wird. Diese Europa-Ausgabe des Betriebssystems wäre ohne Internetbrowser auf den Markt gekommen. Dadurch wären Windows-7-Interessenten gezwungen gewesen, auch beim Kauf einer Upgrade-Version für ältere Windows-Ausgaben das Betriebssystem komplett neu aufzusetzen. Der Wegfall der speziellen Europa-Version gestattet zumindest Vista-Besitzern, Windows 7 als Update auf bestehende Vista-Installationen aufzuspielen.

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