Von quelloffener Nasa-Software und Handy-Uhren

Internetzzo: Die News-Highlights der Woche

Internetzzo: Die News-Highlights der Woche Jeden Freitag zeigt netzwelt, was die Computerwelt während der Woche bewegt hat. Die attraktivsten Produkte, die aufregendsten Meldungen und die skurrilsten Ereignisse geben sich im "Internetzzo" ein Stelldichein.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Die Online-Bevölkerung wächst
  2. 2NASA goes Open Source
  3. 3Trotz Krise: Apple macht Rekordgewinn
  4. 4Kostenlos: Softmaker Office und Lives 1.0
  5. 5Samsung: Handy am Handgelenk

Die Online-Bevölkerung wächst

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Das Marktforschungsunternehmen Forrester Research sagt in einer Studie, dass 2013 weltweit 2,2 Milliarden Menschen online sein werden. Heute sind es noch 1,5 Milliarden. Was so beeindruckend klingt, relativiert sich aber, wenn man eine andere Zahl dagegen hält: Im gleichen Zeitraum wird die Weltbevölkerung auf mehr als sieben Milliarden Menschen (7.076.104.304) angewachsen sein (Quelle: US Census). Dann haben also auch 2013 nur etwa 32 Prozent einen Internetzugang. In Deutschland sieht es dagegen recht gut aus. 2013 werden laut Forrester 76 Prozent aller Deutschen Internetzugang haben.

NASA goes Open Source

Wer bei der Software, die die US-Raumfahrtorganisation NASA für ihre Projekte einsetzt, mitreden will, kann das jetzt tun. Die NASA hat den Quellcode von 31 Projekten veröffentlicht. Darunter sind Projekte wie der Satellitenatlas Nasa World Wind oder das KI-System Livingstone, das beispielsweise in Raumschiffen eingesetzt wird. Die Organisation, die gerade mit 40 Jahre Mondlandung auf allen TV-Kanälen gefeiert wurde, will mit der Open-Source-Aktion die Schnelligkeit und Qualität der Software verbessern und daneben auch ein bisschen Werbung für die eigenen Projekte machen. Vielleicht bekommen besonders fleißige Software-Entwickler aus dem Open-Source-Lager einen Rabatt, wenn sie einmal als Weltraum-Touristen die Erde umkreisen.

Trotz Krise: Apple macht Rekordgewinn

Wie machen die das nur? Während der Softwareriese Microsoft sinkende Umsätze und Gewinnrückgänge beklagt, geht’s Apple trotz Wirtschaftskrise blendend. Das beste "Nicht-Weihnachts-Quartal" in der Firmengeschichte hat Apple jetzt bekannt gegeben. Im zurückliegenden Quartal erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 8,34 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn von 1,23 Milliarden Dollar. Auch im PC-Geschäft steht der Nobelhersteller gut da und hat laut Quartalsbericht 2.600.000 Rechner verkauft, vier Prozent mehr als im Vorjahresquartal.

Apple-Fans rätseln derzeit, was die nächste große Produkteinführung sein könnte. Dabei stößt man unweigerlich auf das Thema Spiele. Schließlich macht die Spieleindustrie mittlerweile mehr Umsatz als Hollywood. An diesem Markt kommt Apple nicht vorbei, wenn es im Entertainment-Markt weiter erfolgreich sein will. Letztes Jahr machten Gerüchte die Runde, wonach Apple den Spielehersteller Electronic Arts (EA) übernehmen wolle, die sich aber nicht bewahrheiteten.

Spekulationen ranken sich um Apple TV, das als Entertainment-Zentrale im Wohnzimmer ausgebaut werden könnte oder vielleicht auch ein Gerät wie das iPhone, das auch als mobile Spieleplattform dienen könnte. Vielleicht macht es Apple ja so, wie es das Unternehmen bisher immer gemacht hat. Den Markt erst mal beobachten, aus den Fehlern der anderen lernen, heimlich an Designs und Features feilen, und dann ein besseres Produkt bringen. Rundum patentgeschützt. So hat es Apple beim iMac, beim iPod und beim iPhone gemacht.

Kostenlos: Softmaker Office und Lives 1.0

Auch diese Woche hat wieder leistungsfähige Software gebracht, die es kostenlos als Download gibt: das Videoschnittprogramm Lives 1.0 und die Bürosoftware Softmaker Office. Das Open-Source-Programm Lives 1.0 ist ein Video-Editor, mit dem der Anwender seine Videoclips schneiden und mit Effekten versehen kann. Die Software steht für Windows, Mac und Linux unter der Open-Source-Lizenz GPL3 zur Verfügung. Der Download ist kostenlos, allerdings bitten die Entwickler um eine Geldspende, um das Projekt weiterführen zu können.

Samsung Watchphone
Watchphone Samsung S9110: Das Handy am Handgelenk ist mit 11,98 Millimetern noch relativ dünn. (Bild: Samsung)

Softmaker Office 2006 besteht aus dem Schreibprogramm Textmaker und der Tabellenkalkulation Planmaker. Wer ältere Versionen von Microsoft Office gewohnt ist, kommt mit der Bedienung sofort zurecht. Die Installation der kostenlosen Bürosuite dauert nicht mal eine Minute. Empfehlenswert für Anwender, die Bürosoftware auf einem Zweit-PC oder auf einem Mobilrechner nutzen wollen. Kleines Manko: Word-2007-Dateien im DOCX-Format beherrscht Textmaker nicht.

Samsung: Handy am Handgelenk

Seit es Digitaluhren gibt, geistern sie durch die Gadget-Welt: Armbanduhren mit eingebautem Organizer oder mit Handy. Jüngstes Beispiel ist Samsungs Watchphone S9110. Das Gerät wird von verschiedenden Newsdiensten vorgestellt, taucht bei Samsung aber bisher nur auf der koreanischen Seite auf. Watchphone ist nur 11,98 Millimeter dick und deshalb nicht ganz so klobig wie frühere Modelle. Neben Touchscreen-Display mit 1,76 Zoll bietet das S9110 auch MP3-Player, Freisprecheinrichtung und Outlook-Synchronisation. Watchphone soll Ende des Monats für 450 Euro verkauft werden, aber nur in Frankreich. Vielleicht ganz gut, andernfalls wären wir in Versuchung gekommen.

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Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Apple iPhone hier.

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