Mobilfunk: Wenn die Datenflut kommt

Engpässe auch in Deutschland denkbar

Hinzu kommt: Durch die häufigere Nutzung mobiler Dienste – von Musikdownloads bis hin zu Online-Spielen – erreichen die Japaner nach Einschätzung des PricewaterhouseCoopers-Experten eher Spitzenlasten als deutsche Nutzer. Damit sei die Gefahr einer Netzüberlastung ungleich höher als hierzulande.

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Trotzdem gibt es auch in Deutschland kritische Stellen. In ländlichen Regionen könne "der Transport in den Backbone" zum Nadelöhr werden, sagt Rolf Loschek, Berater bei Steria Mummert Consulting. Dort, wo Daten vom Mobilfunknetz ins Festnetz fließen und weitertransportiert werden, setzten die Provider zum Teil noch auf alte Technologie. Für Breitband-Anwendungen sei diese aber nicht ausgelegt, führt Loschek aus.

Der zweite Flaschenhals drohe bei den Mobilfunk-Sendemasten in Ballungszentren. Wenn gleichzeitig viele Nutzer große Datenmengen versenden oder empfangen, könnten die Basisstationen überbelastet werden. Vorsorge ließe sich durch eine Erhöhung der Gesamtkapazität des Handy-Netzes treffen. Dazu werden nach Angaben von Loschek beispielsweise kleine Mobilfunkstationen - so genannte Piko- oder Femtozellen - eingesetzt.

Zudem würden Mobilfunknetzwerke "immer mit der theoretisch maximalen Nutzerlast geplant", wie der PricewaterhouseCoopers-Berater Müller erläutert. In einem aktuellen Bericht des Wirtschaftsmagazins Capital warnt E-Plus-Chef Thorsten Dirks dennoch: "In der Datenkommunikation gibt es die Gefahr einer Netzüberlastung."

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