Verhaltenskodex für Onlineportale und Chats
Von der Leyen fordert Benimm-Regeln im Internet
Internet & Netzwelt
Die Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) will Benimm-Regeln im Internet einführen. Ein Verhaltenskodex soll in Zusammenarbeit mit Jugendlichen erarbeitet werden. Dieser soll den Umgang in Blogs, Chats, Foren und anderen Online-Portalen regeln.
Von der Leyen für mehr Aufklärung
gegenüber der Rheinischen Post sagte von der Leyen, dass Kinder und Jugendliche im Netz besser geschützt werden müssen. Vor allem aber muss "respektvoller Umgang" in "Chats, Blogs, oder Foren selbstverständlich" sein, erklärt von der Leyen. Dazu will die Familienminsterin mit den Betreibern von Kommunikationsforen einen Verhaltenskodex erarbeiten.
Die "Kompetenzen" von Jugendliche sollen dabei miteinbezogen werden. Von der Leyen führt weiter aus, dass Mobbing im Internet nicht toleriert werden dürfe und ein achtsamer Umgang unter Internetnutzern essentiell sei. Aufklärung ist ihrer Ansicht nach ein wichtiger Punkt, und Minderjährige sollten "wissen, dass sich Erwachsene mit üblen Absichten in ihre Chats einschleichen können".
Fahrradtraining für das Internet
Die Umfrage des Branchendienstes Bitkom besagt, dass 71 Prozent der Grundschüler zwischen sieben und zehn Jahren im Internet surfen, wenn die Eltern einen Internetanschluss haben. Angesichts dieser Zahlen forderte von der Leyen: "Jede Schule sollte ein Intranet haben." In einem geschützten Raum sollten Kinder unter der Aufsicht von Lehrern lernen sich im Internet zu bewegen. Nur so könnte faires und kreatives Kommunizieren und Verhalten in Online-Gemeinschaften gelernt werden.
Diese Art der Medienerziehung vergleicht die Familienministerin mit dem Fahrradtraining in der Grundschule. Sie rät Eltern dazu, beispielsweise Internet-Filter zu installieren, um Kinder von Internetseiten mit nicht jugendfreien Inhalten fernzuhalten. Einer Studie der nordamerikanischen Havard Universität zufolge reichen solche Maßnahmen zum Schutz von Jugendlichen allerdings nicht aus. Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass der Einfluss von Eltern, Lehrern und Erziehern förderlicher für ein kompetentes Medienverhalten der Kinder ist als schlichte Verbote.
- Von der Leyen: "Rechtsfreier Chaosraum Internet" (Update)
- 110: Familienministerin fordert Internetnotruf
- Web-Patrol: Kripo stellt Notrufsäule für Internet vor
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Verlim
23.07.09 20:26
Die Frau "Familienministerin" fordert Benimmregeln für's Internet? Dann hätte sie wohl erst einmal selbst einen Benimm-Kurs zu absolvieren und nicht wie vormals Internetbenutzer als Pornografie-Konsumenten und Gamer als Amok-Kanditaten abzustempeln.
Knuddelbacke
23.07.09 22:57
Das ganze nannte sich bereits Anfang der 1990er Jahre (und vermutlich schon vorher) Netiquette, manchmal auch Chatiquette!!! Wir werden von Leuten regiert die noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen sind.
23.07.09 23:34
diese frau... hat einfach keine ahnung vom leben, das ist der hammer. wie kann man nur so unter realitätsverlust leiden?
icke_selber
24.07.09 02:02
Ich frage mich, wer diese Schwachmaten eigentlich immer wählt.
antiTank
24.07.09 03:20
Allein der Name dieser Frau ist doch mittlerweile schon ein Synonym für "Realitätsferne" geworden. Wo immer er ausgesprochen wird, er geht mit gleichzeitigem Kopfschütteln des Zuhörers daher.
King W.
24.07.09 03:26
Zitat:
Ich jedenfalls nicht. Diese Zeiten sind vorbei. ;)
LoooL
24.07.09 06:24
Ja nee ist klar!! Benimmregeln ausarbeiten...
Hat die Dame schonmal nen Blick in Forenregelwerke etc.
geworfen?? Gibt es doch schon...
Könnte nicht mal einer eine "Stümper-Banregel" oder besser
eine "Ursula von der Leyen" Internetausschlussregel ausarbeiten...??!!!
MfGrinz
antiTank
24.07.09 06:31
Zitat:
Da kann ich Dir nur beipflichten; oder, kann mir jemand vielleicht sagen, wen ich als Schleswig-Holsteiner im September wählen sollte?? Also, mir fällt da wirklich absolut nichts zu ein.
Wie tief wird "unser" Land eigentlich noch fallen?? Äußerst befremdlich ist für mich auch die Tatsache, daß ein großer Teil der Bevölkerung Einkommen bezieht, das nach einem Mann benannt ist (Hartz), der rechtskräftig zu zwei Jahren Gefängnis und einer 6-stelligen Geldbuße verurteilt worden ist und damit als "vorbestraft" gilt.
andigismo
24.07.09 07:25
Damit soll auf subtile Art der Eindruck erzeugt werden das Netz wäre ein Hort für Asoziale, und die CDU die Rettung.... miese Propaganda, sonst gar nichts.
@antiTank Wie wär es mit der PiratenPartei? Besser als nicht zu wählen.
sn00py603
24.07.09 08:09
Zitat:
Die Frage kannst du dir nur selbst beantworten... leider...
verdammt immer schlimmer
24.07.09 10:53
als nächstes kommt warscheinlich ein telefonfilter, der immer piept wenn man etwas nicht zensursula-konformes von sich gibt....... Netiquette, seit Jahren etabliert in fast allen foren, und dann kommt jemand der sagt mann solle sowas einfüren?! ist die Eintrittskarte in den Bundestag mittlerweile Inkompetenz??? so langsam bekomm ich Angst...
und irgendwie hab ich das gefühl die haben nichts mehr zu tun, oder warum werden in krisenzeiten themen aufgerollt die ein alter hut sind..?
sn00py603
24.07.09 11:12
Zitat:
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Zitat:
Zitat:
H. P. Schmitz
24.07.09 11:43
Wenn ich mir im Internet bei Bundestagsdebatten die dauernden verbalen Entgleisungen anhöre, frag ich mich wann die anfangen vor der eigenen Tür zu kehren. Da wäre ein weites Betätigungsfeld um all die schlechten Manieren zu bannen.
sn00py603
24.07.09 12:27
Zitat:
antiTank
24.07.09 12:59
Zitat:
Das ist eben die große Frage: Alle Parteien machen sich momentan sehr große Sorgen um die größte Partei überhaupt, nämlich die der Nichtwähler. Zudem war ja schon von verschiedenen wirklich kompetenten Leuten die Rede von möglichen "sozialen Unruhen". Beides steht doch wohl in unmittelbarem Zusammenhang miteinander. Soziale Unruhen, natürlich nur bis zu einem gewissen Grad und nicht etwa bis zur Revolution oder gar bis zu bürgerkriegsähnlichen Verhältnissen, könnten doch möglicherweise eine Rückbesinnung auf die Grundwerte der Demokratie mit sich bringen?! Und, um das zu erreichen, wäre es m.E. besser, den jetzt Herrschenden ihre Legitimation durch "Abwesenheit" zu entziehen.
Was die "Piratenpartei" anbelangt, so glaube ich eigentlich weniger, daß die mehr Stimmen als die "Grauen Panther" oder ähnliche Gruppierungen erhalten wird und von daher gesehen lediglich die Wahlbeteiligung insgesamt erhöhen wird. Zudem bleibt noch eine endgültige Aufklärung in Sachen Jörg Tauss abzuwarten. Ich kann mir zwar kaum vorstellen, daß an den gegen ihn gerichteten Vorwürfen etwas "dran" ist; allerdings: Wenn gerade das vollständig geklärt ist, wirft das einen weiteren negativen Schatten auf die etablierten Parteien und deren Legitimation, des Volkes Geschicke zu bestimmen.
Gruß
antiTank
sn00py603
24.07.09 13:09
14.07.2009 | Tauss: Entschuldigung für Leyen-Lüge - Jörg Tauss MdB
Sehr intressant und unmöglich, was sich "Tante Ursula" da rausnimmt.
antiTank
24.07.09 13:18
Siehste wohl, da sieht man doch, daß der Herr Tauss jedenfalls recherchieren kann. Und, wenn es stimmt, daß er sich die fraglichen Bilder auf den Computer und das handy aus dienstlichem Interesse heruntergeladen hat, und zwar, um Aufschluß darüber zu erhalten, wie schwer oder auch leicht man an derartiges Material kommen kann (würde ich vermutlich auch machen, wenn ich dienstlich damit betraut wäre), entpuppt sich die ganze Geschichte möglicherweise als Verleumdungskampagne. Aber eben nur "möglicherweise", denn, so weit sind wir ja noch nicht.
sn00py603
24.07.09 13:22
Und das hab ich hier auch noch gefunden-->Der Lügen-Limbo der Ursula von der Leyen [Indiskretion Ehrensache]
Ist zwar ein paar Tage älter, aber der Auslöser zu dem Brief von Tauss
und noch was-->http://www.lawblog.de/index.php/archives/2009/07/09/die-inder-und-die-kinder/ runter scrollen und die Kommentare lesen. Da fehlem einen die Worte
striz
24.07.09 13:32
Zitat:
Herr Tauss mag Computer-Affinen Menschen sympatisch sein weil er sich im Gegensatz zu anderen Politikern mit der Materie beschäftigt. Es mag auch sein, dass die "bedrohten" Internetuser die Piratenpartei als einzigen Ausweg aus der von von der Leyen praktizierten Politik sehen. Fakt ist:
Tauss hatte keinen dienstlichen Auftrag. Nach deutschem Recht (auf welches hier ja auch alle so gerne pochen - im Bezug auf Zensur) ist der Besitz und die Verbreitung von Kinderpornografie strafbar. Die Piratenpartei toleriert diesen Zustand, aus PR-Gründen natürlich. Nach meinen Geschmack ist es bedenklich für so eine Partei einzustehen.
Gruß
striz
sn00py603
24.07.09 13:52
Zitat:
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