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Spieletest: Anno 1404 Inseln der Glückseligkeit

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Rackern für den Aufstieg

Neben dem obligatorischen Endlosspiel und einigen Szenarien bildet die hübsch inszenierte Kampagne das Herzstück von "Anno 1404". Acht Kapitel lang nimmt sie den Spieler in die Pflicht. Zwar steht die Besiedelung fruchtbarer Inseln und die Kultivierung karger Wüstenatolle klar im Mittelpunkt, obendrein gilt es aber eine ganze Reihe von Aufträgen abzuarbeiten. So wollen havarierte Kindersklaven per Wassertaxi aus den Fluten gerettet werden, oder arabische Flüchtlinge suchen Schutz vor den Kanonen der Kreuzfahrer.

So freudlos wie noch in "Anno 1503" gestalten sich diese Transportmissionen erfreulicherweise nicht, zumal nach getaner Arbeit Belohnungen in Form von Ruhmespunkten winken. Diese können gegen Boni eingetauscht werden, die beispielsweise die Kampfkraft von Schiffe erhöhen.

Dennoch folgen die Aufträge mit Ausnahme einiger Kopfgeldmissionen stets dem gleichen Strickmuster: Ein Verbündeter will je zehn Tonnen Datteln und Ziegenmilch, ein anderer benötigt für eine Abschrift einige Tonnen Papier samt Indigo, danach steht der Transport bestimmter Urkunden an. Umso begrüßenswerter ist die Entscheidung der Entwickler, den Spieler bei deren Ausübung so gut wie nie unter Zeitdruck zu stellen. So können sich Stadtplaner ausgiebig dem Auf- und Ausbau ihrer Siedlungen und Kolonien widmen.

Bei 24 Rohstoffen und über 60 Waren bedarf es denn auch einiger Zeit, bis sämtliche Warenkreisläufe erforscht und in Schwung gebracht sind. Ob Beduine oder Bauer spielt hinsichtlich der bekannten Aufstiegskriterien keine Rolle. Die Auswahl an Gebäuden und Produktionsstätten erhöht sich, sobald eine bestimmte Einwohnerzahl die aktuelle Zivilisationsstufe erklommen hat.

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Michael Dees
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